Jetzt in der kühleren Jahreszeit ist Hochsaison für Erkältungserkrankungen. Schnupfen, Husten und Frösteln gehörte seither zu unseren Alltagserscheinungen im Herbst und Winter. Seitdem das Coronavirus jedoch auftauchte, werden Erkältungssymptome nun nicht mehr so gelassen gesehen. Viele Betroffene möchten lieber heute als morgen einen Corona-Test machen.

Immerhin könnte man selbst ansteckend sein und andere Personen gefährden. Ganz zu Schweigen von der beklemmenden Ungewissheit, die einen selbst plagt. Doch wo und vor allem wie kann man eine Corona-test machen? Nachfolgend eine Übersicht.

Wer wird aktuell in der Herbst- und Wintersaison 2020/2021 getestet?

Die Bundesregierung hat ihre nationale Teststrategie für die Herbst- und Wintersaison 2020/2021 angepasst. Personen, die zu keiner Risikogruppe gehören, mit keiner mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizierten Person Kontakt hatten, aber leichte Erkältungssymptome haben, werden erst einmal nicht getestet. Eine Selbstisolation für etwa 5 Tage plus 2 Tage ohne Symptome laut RKI erfolgen. Eine Krankschreibung ist möglich.

Video: Wie wird das Coronavirus nachgewiesen?

Quelle:youtube.com

Wer muss den Corona-Test nicht bezahlen?

Auf Kosten der GKV werden laut Bundesregierung folgende Personengruppen getestet:

  1. Personen mit den typischen Symptomen einer Coronainfektion
  2. Personen, die engen Kontakt mit einer mit SARS-CoV-2 infizierten Person hatten
  3. Personen in gemeinschaftlichen Einrichtungen und Unterkünften, in der eine mit dem Coronavirus infizierte Person festgestellt wurde
  4. Personal und Patienten in Pflegeeinrichtungen, Praxen oder Krankenhaus, sofern es zu einer Ansteckung in der Einrichtung kam
  5. Zu betreuende Personen oder Patienten bei Einweisung und Aufnahme

Bei welchen Personengruppen gibt es Beschränkungen?

  1. ein kostenfreier Antigen-Test wird für Personal von bestimmten pflegerischen Einrichtungen wie die stationären und ambulanten Versorgung in Krankenhäusern, Dialyseeinrichtungen, Arzt- und Zahnarztpraxen, Personal ambulanter Pflegedienste, im Rettungsdienst und in Tageskliniken und weitere wird vorgenommen
  2. ein Antigen-Schnelltest (PoC-Antigentest) wird bei Betreuten, Patienten, Pflegebedürftigen und Untergebrachten angewandt, die sich insbesondere in medizinischen Einrichtungen der stationären und ambulanten Versorgung befinden
  3. Besucher in medizinischen Einrichtungen der stationären und ambulanten, stationären und teilstationären Versorgung

Video: So verläuft eine Coronavirus-Infektion

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Wie Sie getestet werden können

  1. Rufen Sie bei Erkältungsbeschwerden den Hausarzt an oder die 116 117, wenn der Hausarzt geschlossen ist
  2. bei akuten Notfällen mit starker Atemnot rufen Sie die 112 an
  3. bei Kontakt mit einer positiv getesteten Person rufen Sie das Gesundheitsamt an, auch wenn Sie keine Symptome zeigen

Alle drei Wege leiten entsprechende weitere Maßnahmen ein.

Video: Wie wird ein Abstrich für einen Corona-Test gemacht?

Quelle: youtube.com

Wie läuft ein Corona-Test ab?

Aktuell stehen zwei Testverfahren für den Nachweis von SARS-CoV-2 zur Verfügung: der Antigen-Test und die Standardtestung Polymerase-Kettenreaktion (PCR)

  1. Der Antigen-Test: Hierbei wird eine Probe von einem Nasen-Rachen-Abstrich auf einen Teststreifen gegeben. Sofern Sie vom Coronavirus betroffen sind, reagieren Eiweißbestandteile des Virus mit dem Teststreifen und dieser verfärbt sich.
    1. Vorteil: Das Testergebnis liegt in weniger als 30 Minuten vor.
    2. Nachteil: Der Antigen-Test ist ungenauer als der PCR-Test. Es sind größere Mengen von Viren nötig, um dass der Test positiv ausfällt. Ein negatives Testergebnis führt nicht automatisch zu dem Schluss, dass keine Infektion vorliegt. Zudem reagiert der Antigen-Test auch, wenn sich im Körper andere Coronaviren befinden.
  2. Der PCR-Test: Auch hier erfolgt ein Abstrich aus dem Nasen-Rachen-Raum. Das Erbmaterial des Virus wird stark vervielfältigt, sodass es auch in geringer Konzentration nachgewiesen werden kann.
    1. Vorteil: Der Test ist präzise. Auch eine geringe Anzahl an Viren lässt sich nachweisen.
    2. Längere Wartezeit auf das Ergebnis: Der Test an sich dauert 4 bis 5 Stunden, zuzüglich der Transportzeit zum Labor und eine Wartezeit durch das vorher abzufertigende Proben-Material

Video: So wird ein PoC-Antigen-Test gemacht

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TVöD: Tarifvertrag 2020, Entgelttabellen, Rechner | Oeffentlicher Dienst | Autor: Frank Wegener