Die gesetzliche Rente wird regelmäßig an die Entwicklung der Löhne und Gehälter angepasst. Zum 1. Juli 2026 sind die Renten in Deutschland um 4,24 Prozent gestiegen. Der aktuelle Rentenwert beträgt seitdem 42,52 Euro. Damit ist ein Entgeltpunkt aktuell 42,52 Euro monatliche Bruttorente wert.

Rentenwerte 2026

Der wichtigste Wert für die Berechnung der gesetzlichen Rente ist der aktuelle Rentenwert. Zum 1. Juli 2026 wurde er von 40,79 Euro auf 42,52 Euro angehoben. Das entspricht einer Rentenerhöhung von 4,24 Prozent. Der Rentenwert gilt bundesweit einheitlich für Ost und West.

Zeitraum Aktueller Rentenwert
ab 01.07.2026 42,52 €
01.07.2025 bis 30.06.2026 40,79 €
01.07.2024 bis 30.06.2025 39,32 €
01.07.2023 bis 30.06.2024 37,60 €

Rentenanpassung 2026

Zum 1. Juli 2026 sind die gesetzlichen Renten um 4,24 Prozent gestiegen. Eine Rente von 1.000 Euro erhöht sich dadurch rechnerisch auf 1.042,40 Euro, sofern keine anderen Änderungen berücksichtigt werden.

Die wichtigsten Werte der Rentenversicherung 2026

Wert 2026
Aktueller Rentenwert ab 01.07.2026 42,52 €
Rentenanpassung 2026 4,24 %
Beitragssatz zur Rentenversicherung 18,6 %
Beitragsbemessungsgrenze monatlich 8.450 €
Bezugsgröße monatlich 3.955 €
Durchschnittsentgelt 2026 51.944 €

Quelle: Deutsche Rentenversicherung, Werte der Rentenversicherung 2026.

Wie wird die gesetzliche Rente berechnet?

Die gesetzliche Rente wird nach einer festen Formel berechnet. Entscheidend sind vier Faktoren:

  1. Entgeltpunkte
  2. Zugangsfaktor
  3. aktueller Rentenwert
  4. Rentenartfaktor

Die Rentenformel lautet:

Monatliche Rente = Entgeltpunkte × Zugangsfaktor × aktueller Rentenwert × Rentenartfaktor

Die individuelle Rente lässt sich damit grundsätzlich berechnen. Für eine genaue persönliche Rentenhöhe sind allerdings die tatsächlich erworbenen Entgeltpunkte und die jeweiligen individuellen Faktoren entscheidend.

Was sind Entgeltpunkte?

Entgeltpunkte zeigen vereinfacht, wie das eigene Einkommen im Verhältnis zum Durchschnittseinkommen aller Versicherten steht. Wer in einem Kalenderjahr genau das durchschnittliche versicherungspflichtige Einkommen erzielt, erhält grundsätzlich einen Entgeltpunkt.

Für 2026 beträgt das vorläufige Durchschnittsentgelt 51.944 Euro. Der aktuelle Rentenwert beträgt seit Juli 2026 42,52 Euro.

Was ist der Zugangsfaktor?

Der Zugangsfaktor berücksichtigt, ob eine Rente vorzeitig oder später als zum regulären Rentenbeginn in Anspruch genommen wird. Beim regulären Rentenbeginn beträgt der Zugangsfaktor grundsätzlich 1,0.

Bei einem vorgezogenen Rentenbeginn kann sich die Rente durch Abschläge verringern. Wer die Rente dagegen nach Erreichen der Regelaltersgrenze aufschiebt, kann einen Zuschlag erhalten.

Was ist der Rentenartfaktor?

Der Rentenartfaktor hängt von der jeweiligen Rentenart ab. Bei Altersrenten und Renten wegen voller Erwerbsminderung beträgt er grundsätzlich 1,0. Bei Renten wegen teilweiser Erwerbsminderung beträgt er 0,5.

Ab wann kann man 2026 in Rente gehen?

Das reguläre Renteneintrittsalter wird weiterhin schrittweise angehoben. Für Versicherte ab dem Geburtsjahrgang 1964 liegt die Regelaltersgrenze bei 67 Jahren. Für ältere Jahrgänge gelten je nach Geburtsjahr niedrigere Altersgrenzen.

Die Regelaltersrente ist dabei nur eine Möglichkeit. Je nach Versicherungszeit, Geburtsjahr und persönlichen Voraussetzungen können auch andere Altersrenten infrage kommen.

Rente für langjährig Versicherte

Wer mindestens 35 Jahre in der gesetzlichen Rentenversicherung zurückgelegt hat, kann grundsätzlich eine Altersrente für langjährig Versicherte erhalten. Ein vorzeitiger Rentenbeginn ist möglich, allerdings können Abschläge entstehen.

Rente für besonders langjährig Versicherte

Für besonders langjährig Versicherte mit mindestens 45 Jahren Versicherungszeit gibt es eine Altersrente mit einer besonderen Altersgrenze. Für die Jahrgänge ab 1964 liegt diese Altersgrenze bei 65 Jahren.

Rente für schwerbehinderte Menschen

Für schwerbehinderte Versicherte gelten eigene Altersgrenzen und Voraussetzungen. Auch hier können sich bei einem vorzeitigen Rentenbeginn Abschläge ergeben.

Rente mit 67 – was gilt 2026?

Die Rente mit 67 ist keine neue Regelung für alle Jahrgänge, sondern das Ergebnis der schrittweisen Anhebung der Regelaltersgrenze. Für Personen des Jahrgangs 1964 und jünger beträgt die Regelaltersgrenze 67 Jahre.

Das bedeutet jedoch nicht, dass jeder Versicherte zwingend bis zum 67. Lebensjahr arbeiten muss. Je nach Rentenart und erfüllten Voraussetzungen kann ein früherer Rentenbeginn möglich sein – teilweise allerdings mit Abschlägen.

Wie hoch sind die Abschläge bei einer vorzeitigen Rente?

Bei vielen vorgezogenen Altersrenten beträgt der Abschlag 0,3 Prozent pro Monat, um den die Rente früher beginnt. Bei einem um ein Jahr vorgezogenen Rentenbeginn ergibt sich damit grundsätzlich ein Abschlag von 3,6 Prozent.

Die genaue Höhe hängt jedoch von der jeweiligen Rentenart und den persönlichen Voraussetzungen ab. Eine pauschale Aussage für alle Frührenten ist deshalb nicht möglich.

Was sind Wartezeiten bei der Rente?

Als Wartezeit wird die Mindestversicherungszeit bezeichnet, die für einen Anspruch auf eine bestimmte Rente erfüllt sein muss. Für die reguläre Altersrente ist grundsätzlich eine Wartezeit von fünf Jahren erforderlich.

Je nach Rentenart gelten allerdings andere Wartezeiten. Für die Altersrente für langjährig Versicherte sind beispielsweise 35 Jahre erforderlich, für die Altersrente für besonders langjährig Versicherte 45 Jahre.

Für die Wartezeit können – abhängig von der jeweiligen Regelung – neben Beitragszeiten auch andere rentenrechtliche Zeiten berücksichtigt werden. Deshalb sollte bei der persönlichen Prüfung nicht ausschließlich auf die tatsächlich gezahlten Beiträge geschaut werden.

Was passiert mit den Rentenbeiträgen 2026?

Der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung bleibt 2026 bei 18,6 Prozent. Arbeitnehmer und Arbeitgeber tragen die Beiträge grundsätzlich jeweils zur Hälfte.

Die Beitragsbemessungsgrenze liegt 2026 bei 8.450 Euro monatlich. Einkommen oberhalb dieser Grenze wird bei der Berechnung der Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung nicht berücksichtigt.

Steigt das Rentenniveau weiter?

Die gesetzliche Rentenversicherung steht vor langfristigen Herausforderungen. Dazu gehören insbesondere die Alterung der Bevölkerung, die steigende Zahl der Rentnerinnen und Rentner sowie das Verhältnis zwischen Beitragszahlern und Leistungsempfängern.

Die sogenannte Haltelinie für das Rentenniveau von 48 Prozent wurde 2026 bis zum 1. Juli 2031 verlängert.

Wie sich Beiträge, Rentenniveau und tatsächliche Rentenhöhen langfristig entwickeln, hängt von der wirtschaftlichen und politischen Entwicklung sowie von künftigen gesetzlichen Änderungen ab.

Kann man die eigene Rente vorher berechnen?

Eine persönliche Rentenhöhe lässt sich grundsätzlich bereits während des Erwerbslebens abschätzen. Entscheidend sind vor allem die bisher erworbenen Entgeltpunkte, die weitere Beitragszeit und die Entwicklung des aktuellen Rentenwerts.

Die Deutsche Rentenversicherung stellt hierfür einen Rentenschätzer zur Verfügung. Dabei können unter anderem Entgeltpunkte, Zugangsfaktor und Rentenwert berücksichtigt werden.

Arbeiten neben der Rente

Auch nach Erreichen der Regelaltersgrenze kann eine Erwerbstätigkeit möglich sein. Seit 2026 gibt es zudem die sogenannte Aktivrente. Dabei können Beschäftigte nach Erreichen der Regelaltersgrenze unter bestimmten Voraussetzungen bis zu 2.000 Euro monatlich steuerfrei hinzuverdienen.

Die Aktivrente ist keine eigene Rentenart, sondern eine steuerliche Regelung für bestimmte Beschäftigte im Rentenalter. Sie gilt nicht für alle Formen der Erwerbstätigkeit.

Häufige Fragen zur Rente 2026

Wie hoch ist der aktuelle Rentenwert 2026?

Seit dem 1. Juli 2026 beträgt der aktuelle Rentenwert 42,52 Euro. Die Renten wurden zu diesem Zeitpunkt um 4,24 Prozent erhöht.

Wie hoch ist die Rente mit einem Entgeltpunkt?

Ein Entgeltpunkt entspricht seit dem 1. Juli 2026 einem monatlichen Rentenwert von 42,52 Euro vor Abzügen.

Wann kann ich regulär in Rente gehen?

Das hängt vom Geburtsjahr ab. Für Versicherte ab dem Geburtsjahrgang 1964 liegt die Regelaltersgrenze bei 67 Jahren. Für ältere Jahrgänge gelten niedrigere Altersgrenzen.

Kann ich vor dem regulären Rentenalter in Rente gehen?

Ja. Je nach Rentenart und erfüllten Voraussetzungen kann ein vorgezogener Rentenbeginn möglich sein. Dabei können jedoch Rentenabschläge entstehen.

Wie hoch ist der Rentenabschlag bei einem früheren Rentenbeginn?

Bei vielen vorgezogenen Altersrenten beträgt der Abschlag 0,3 Prozent pro Monat des vorzeitigen Rentenbeginns. Die konkrete Regelung hängt von der jeweiligen Rentenart ab.

Wie viele Beitragsjahre brauche ich für die Rente?

Für die reguläre Altersrente gilt grundsätzlich eine Wartezeit von fünf Jahren. Für bestimmte Altersrenten sind jedoch 35 oder 45 Versicherungsjahre erforderlich.

Wie hoch ist der Rentenbeitrag 2026?

Der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung beträgt 2026 weiterhin 18,6 Prozent.

Was ist die Aktivrente?

Die Aktivrente ist eine steuerliche Regelung für bestimmte Beschäftigte, die nach Erreichen der Regelaltersgrenze weiterarbeiten. Unter den gesetzlichen Voraussetzungen können bis zu 2.000 Euro monatlicher Hinzuverdienst steuerfrei bleiben.

Historische Rentenwerte

Rentenwerte der vergangenen Jahre
Zeitraum Rentenwert
ab 01.07.2026 42,52 €
ab 01.07.2025 40,79 €
ab 01.07.2024 39,32 €
ab 01.07.2023 37,60 €

Fazit: Die wichtigsten Rentenwerte 2026

2026 bringt für Rentnerinnen und Rentner eine deutliche Rentenanpassung. Seit dem 1. Juli beträgt der aktuelle Rentenwert 42,52 Euro. Gleichzeitig bleibt der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung bei 18,6 Prozent.

Für den persönlichen Rentenbeginn sind jedoch nicht nur das aktuelle Rentenalter oder der Rentenwert entscheidend. Geburtsjahr, Versicherungszeiten, Entgeltpunkte, Rentenart und ein möglicher vorzeitiger Rentenbeginn beeinflussen die individuelle Situation.

Stand der Informationen: September 2026. Rentenwerte und gesetzliche Regelungen können durch spätere Gesetzesänderungen angepasst werden.