Die Entgeltgruppe im öffentlichen Dienst bestimmt zusammen mit der Stufe das monatliche Tabellenentgelt von Tarifbeschäftigten. Welche Entgeltgruppe gilt, hängt insbesondere von der übertragenen Tätigkeit und den tariflichen Tätigkeitsmerkmalen ab. Ausbildung, Qualifikation und Berufserfahrung können dabei eine Rolle spielen.

Die Regelungen unterscheiden sich je nach Tarifvertrag. Für Beschäftigte beim Bund und bei kommunalen Arbeitgebern gilt grundsätzlich der TVöD, für viele Beschäftigte der Länder der TV-L. In Hessen gelten eigene tarifliche Regelungen nach dem TV-H. Zusätzlich gibt es besondere Entgeltgruppen für bestimmte Berufsbereiche, beispielsweise für Pflegekräfte sowie für den Sozial- und Erziehungsdienst.

Das Wichtigste auf einen Blick
  • Die Entgeltgruppe richtet sich nach den tariflichen Merkmalen der Tätigkeit.
  • Die Stufe bildet vor allem die anrechenbare Berufserfahrung ab.
  • Eine höhere Ausbildung führt nicht automatisch zu einer höheren Entgeltgruppe.
  • TVöD, TV-L und TV-H haben eigene Regelungen und dürfen nicht ohne Weiteres gleichgesetzt werden.

Entgeltgruppen im öffentlichen Dienst: die Tarifverträge im Überblick

Die Entgeltgruppen sind in den jeweiligen Tarifverträgen und Entgeltordnungen geregelt. Die Bezeichnungen ähneln sich teilweise, die Tätigkeitsmerkmale und Eingruppierungsregeln können jedoch voneinander abweichen.

Tarifvertrag Geltungsbereich Entgeltgruppen und besondere Tabellen
TVöD Bund und kommunale Arbeitgeber, soweit der Tarifvertrag Anwendung findet Allgemeine Entgeltgruppen E 1 bis E 15; daneben besondere Regelungen und Tabellen, unter anderem für Pflege sowie Sozial- und Erziehungsdienst
TV-L Beschäftigte der Länder, soweit der Tarifvertrag gilt Allgemeine Entgeltgruppen E 1 bis E 15 sowie besondere Tabellen für Pflege und Sozial- und Erziehungsdienst
TV-H Tarifbeschäftigte des Landes Hessen, soweit der Tarifvertrag Anwendung findet Eigene tarifliche Regelungen und Entgelttabellen; maßgeblich sind die jeweiligen Vorschriften des TV-H

Für die konkrete Eingruppierung kommt es darauf an, welcher Tarifvertrag gilt und welche Tätigkeitsmerkmale auf die auszuübende Arbeit zutreffen. Eine Entgeltgruppe im TVöD kann deshalb nicht allein anhand ihrer Nummer mit einer gleich nummerierten Gruppe im TV-L oder TV-H gleichgesetzt werden.

Was ist eine Entgeltgruppe?

Eine Entgeltgruppe fasst Tätigkeiten zusammen, die bestimmte tarifliche Anforderungen erfüllen. Diese Anforderungen können sich beispielsweise auf die Schwierigkeit der Aufgaben, den Umfang der Verantwortung, notwendige Fachkenntnisse oder bestimmte Qualifikationen beziehen.

Im allgemeinen Entgeltsystem des TVöD und des TV-L reichen die Entgeltgruppen grundsätzlich von E 1 bis E 15. E 1 ist dabei die niedrigste und E 15 die höchste allgemeine Entgeltgruppe. Für einzelne Beschäftigtengruppen bestehen abweichende oder besondere Regelungen.

Die Eingruppierung erfolgt nicht allein nach der Berufsbezeichnung. Zwei Menschen mit derselben Ausbildung können unterschiedlichen Entgeltgruppen zugeordnet sein, wenn sie unterschiedliche Aufgaben übernehmen oder die tariflichen Tätigkeitsmerkmale unterschiedlich erfüllt werden.

Beispiel

Eine abgeschlossene Berufsausbildung führt nicht automatisch zu einer bestimmten Entgeltgruppe. Entscheidend ist, ob die ausgeübte Tätigkeit die Anforderungen der entsprechenden Entgeltordnung erfüllt. Auch bei Beschäftigten mit Hochschulabschluss müssen Abschluss und Tätigkeit zu den tariflichen Merkmalen passen.

Eingruppierung im öffentlichen Dienst: Welche Faktoren sind entscheidend?

Bei der Eingruppierung werden die tariflichen Tätigkeitsmerkmale der jeweiligen Entgeltordnung herangezogen. Je nach Tätigkeit können insbesondere folgende Aspekte relevant sein:

  • Arbeitsaufgaben: Welche Tätigkeiten werden dauerhaft übertragen und in welchem Umfang?
  • Schwierigkeit und Verantwortung: Welche Fachkenntnisse, selbstständigen Entscheidungen oder Verantwortungsbereiche erfordert die Arbeit?
  • Ausbildung und Qualifikation: Ist ein bestimmter Berufsabschluss, eine Weiterbildung oder ein Hochschulabschluss tariflich vorausgesetzt?
  • Berufserfahrung: Sie kann insbesondere für die Zuordnung zu einer Stufe wichtig sein. Sie führt nicht automatisch zu einer höheren Entgeltgruppe.
  • Besondere Tätigkeitsmerkmale: Für bestimmte Berufe gelten spezielle Abschnitte der Entgeltordnung.

Welche Voraussetzungen konkret gelten, ist dem jeweiligen Tarifvertrag zu entnehmen. Für eine zuverlässige Beurteilung reicht es daher nicht aus, nur die Berufsbezeichnung oder den höchsten Bildungsabschluss zu kennen.

Entgeltgruppen und Qualifikation: eine grobe Orientierung

Die folgende Übersicht zeigt typische Zusammenhänge zwischen Tätigkeitsanforderungen und Entgeltgruppen. Sie ersetzt keine Prüfung der tariflichen Tätigkeitsmerkmale. Insbesondere lassen sich daraus keine verbindlichen Entgeltgruppen für einzelne Berufe ableiten.

Entgeltgruppen Grobe Einordnung Worauf es ankommt
E 1 bis E 4 Unter anderem einfachere Tätigkeiten und bestimmte angelernte oder handwerkliche Arbeiten Die konkrete Tätigkeit und die dazugehörigen tariflichen Anforderungen
E 5 bis E 8 Häufig Tätigkeiten mit Berufsausbildung oder entsprechenden Fachkenntnissen Ausbildungsanforderungen, Aufgaben und jeweilige Tätigkeitsmerkmale
E 9a bis E 12 Je nach Tätigkeitsmerkmal anspruchsvollere Fachaufgaben, selbstständige Tätigkeiten oder Tätigkeiten mit besonderen Anforderungen Die einschlägigen Merkmale der Entgeltordnung; ein Hochschulabschluss allein genügt nicht
E 13 bis E 15 Tätigkeiten mit besonders hohen fachlichen Anforderungen; je nach Tätigkeitsmerkmal häufig mit wissenschaftlicher Hochschulbildung verbunden Erforderlicher Abschluss, konkrete Tätigkeit und tarifliche Voraussetzungen

Hinweis zu Beamten: Die Entgeltgruppen der Tarifbeschäftigten sind nicht mit den Besoldungsgruppen von Beamten gleichzusetzen. Beamte werden nach den jeweils geltenden beamtenrechtlichen Vorschriften besoldet. Laufbahnen wie der mittlere, gehobene oder höhere Dienst lassen sich daher nicht pauschal einzelnen TVöD- oder TV-L-Entgeltgruppen zuordnen.

Entgeltgruppe und Stufe: Was ist der Unterschied?

Die Entgeltgruppe beschreibt die tarifliche Bewertung der Tätigkeit. Die Stufe berücksichtigt vor allem die anrechenbare Berufserfahrung und beeinflusst die Höhe des Tabellenentgelts innerhalb der Entgeltgruppe.

Die allgemeinen Entgelttabellen umfassen in vielen Fällen sechs Stufen. Die konkreten Regeln unterscheiden sich jedoch nach Tarifvertrag und Beschäftigtengruppe. Für einzelne Entgeltgruppen können Sonderregelungen gelten.

Begriff Bedeutung
Entgeltgruppe Ordnet die Tätigkeit anhand der tariflichen Tätigkeitsmerkmale ein.
Stufe Bestimmt zusammen mit der Entgeltgruppe das Tabellenentgelt und richtet sich nach den tariflichen Stufenregelungen.
Stufenaufstieg Erfolgt bei Vorliegen der tariflichen Voraussetzungen nach bestimmten Zeiten in der jeweiligen Stufe.

Wann erfolgt der Stufenaufstieg?

Die Dauer bis zum Aufstieg in die nächste Stufe ist im jeweiligen Tarifvertrag geregelt. Im TVöD und TV-L gelten für viele Beschäftigte abgestufte Laufzeiten. Die konkrete Dauer hängt unter anderem von der Entgeltgruppe, der bisherigen Stufe und möglichen Sonderregelungen ab.

Bei einer Einstellung wird die Stufe nicht in jedem Fall ausschließlich nach dem Grundsatz „Stufe 1 für Berufsanfänger“ bestimmt. Einschlägige Berufserfahrung und tarifliche Regelungen zur Anerkennung vorheriger Tätigkeiten können eine Rolle spielen. Deshalb sollte die Stufenzuordnung im Einzelfall geprüft werden.

Die jeweils gültigen Beträge finden Sie in den aktuellen Entgelttabellen:

Höhergruppierung und Herabgruppierung im öffentlichen Dienst

Eine Höhergruppierung bedeutet, dass Beschäftigte einer höheren Entgeltgruppe zugeordnet werden. Eine Herabgruppierung führt in eine niedrigere Entgeltgruppe. Für beide Fälle sind die geltenden tariflichen Bestimmungen maßgeblich.

Wann ist eine Höhergruppierung möglich?

Eine Höhergruppierung kann beispielsweise in Betracht kommen, wenn dauerhaft höher bewertete Tätigkeiten übertragen werden und die tariflichen Voraussetzungen für die höhere Entgeltgruppe erfüllt sind. Eine zusätzliche Qualifikation oder längere Berufserfahrung allein führt nicht automatisch zu einer Höhergruppierung.

Auch die finanziellen Folgen sind tariflich geregelt. Je nach Tarifvertrag und Beschäftigtengruppe gelten besondere Bestimmungen für die Zuordnung zur Stufe und für die Berechnung des Tabellenentgelts. Im TVöD können unter den jeweiligen Voraussetzungen auch Garantiebeträge relevant sein.

Wann kann eine Herabgruppierung erfolgen?

Eine Herabgruppierung kann unter anderem dann relevant werden, wenn sich die dauerhaft übertragenen Tätigkeiten ändern und diese nach den maßgeblichen tariflichen Merkmalen niedriger zu bewerten sind. Ob eine Herabgruppierung zulässig ist und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, hängt vom Einzelfall und den geltenden rechtlichen Regelungen ab.

Sie erfolgt nicht automatisch, nur weil eine Führungskraft mit der Arbeitsleistung unzufrieden ist. Bei einer konkreten Eingruppierungsfrage sollten die Aufgabenbeschreibung, die tarifliche Entgeltordnung und gegebenenfalls die arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen geprüft werden.

TVöD SuE: Entgeltgruppen der S-Tabelle

Für viele Beschäftigte im Sozial- und Erziehungsdienst gelten besondere Tätigkeitsmerkmale und eigene Entgelttabellen. Im TVöD werden diese als S-Entgeltgruppen bezeichnet. Die genaue Eingruppierung richtet sich nach den jeweiligen Tätigkeiten und den Bestimmungen der Entgeltordnung.

Die S-Tabelle ist nicht mit der allgemeinen Entgelttabelle gleichzusetzen. Auch die Zuordnung zwischen S-Entgeltgruppen und allgemeinen Entgeltgruppen ist nicht in jedem Fall eine einfache Eins-zu-eins-Übertragung.

Zu den S-Entgeltgruppen gehören unter anderem:

S 2 – S 3 – S 4 – S 5 – S 6 – S 7 – S 8 – S 9 – S 10 – S 11 – S 12 – S 13 – S 14 – S 15 – S 16 – S 17 – S 18

Die verlinkten Seiten bieten weitere Informationen zu den jeweiligen Entgeltgruppen. Bitte beachten Sie, dass die konkrete Zuordnung von den tariflich geregelten Tätigkeitsmerkmalen abhängt.

Beispiele für Tätigkeiten im Sozial- und Erziehungsdienst

Erzieher, Kinderpfleger, Sozialarbeiter und Sozialpädagogen können je nach Tätigkeit und tariflichen Voraussetzungen unterschiedlichen S-Entgeltgruppen zugeordnet sein. Entscheidend sind unter anderem die konkreten Aufgaben, die erforderliche Qualifikation und die speziellen Tätigkeitsmerkmale der Entgeltordnung.

Eine pauschale Aussage wie „Alle Erzieher werden in S 8a eingruppiert“ oder „Alle Sozialarbeiter gehören zu S 12“ ist daher nicht für jeden Fall zutreffend. Die Eingruppierung muss anhand der geltenden Regelungen geprüft werden.

TVöD-P: Entgeltgruppen für Pflegekräfte

Für Pflegekräfte im Geltungsbereich der entsprechenden TVöD-Regelungen bestehen besondere P-Entgeltgruppen. Die P-Tabelle unterscheidet sich von der allgemeinen E-Tabelle. Welche P-Entgeltgruppe gilt, richtet sich nach den tariflichen Tätigkeitsmerkmalen, der konkreten Tätigkeit und gegebenenfalls weiteren Voraussetzungen.

Die P-Entgeltgruppen sind nicht pauschal mit bestimmten Berufsbezeichnungen gleichzusetzen. Auch innerhalb der Pflege können Aufgaben, Verantwortung, Qualifikation und besondere Funktionen für die Zuordnung entscheidend sein.

Die frühere Überleitung von bestimmten Kr-Entgeltgruppen in P-Entgeltgruppen zum 1. Januar 2017 war eine tarifliche Überleitungsregelung. Sie ist nicht als allgemeine Regel zur Eingruppierung neu eingestellter Beschäftigter zu verstehen.

Hinweis zur Pflege

Die P-Tabelle gilt nicht automatisch für jede Tätigkeit im Gesundheitswesen. Welche Tabelle anzuwenden ist, hängt vom Arbeitgeber, dem Tarifvertrag und dem konkreten Beschäftigungsverhältnis ab.

Welche Entgeltgruppe gilt für bestimmte Berufe?

Die folgenden Beispiele geben eine erste Orientierung. Sie sind keine verbindliche Eingruppierungszusage, denn dieselbe Berufsbezeichnung kann mit unterschiedlichen Tätigkeiten verbunden sein.

In welche Entgeltgruppe werden Buchhalter eingruppiert?

Die Eingruppierung von Buchhaltern hängt von den übertragenen Aufgaben und den Tätigkeitsmerkmalen der einschlägigen Entgeltordnung ab. Eine einfache Tätigkeit kann anders bewertet werden als eine Tätigkeit mit selbstständiger Sachbearbeitung, besonderen Fachkenntnissen oder zusätzlicher Verantwortung. Für Beschäftigte in der Bezügerechnung können eigene Tätigkeitsmerkmale gelten.

Wann werden Techniker in E 9a eingruppiert?

Die Entgeltgruppe von Technikern lässt sich nicht allein aus der Berufsbezeichnung ableiten. Entscheidend sind die Aufgaben und die einschlägigen tariflichen Merkmale. Je nach Tätigkeit und Anforderungsniveau können unterschiedliche Entgeltgruppen in Betracht kommen. Für Techniker enthält die Entgeltordnung eigene Regelungen.

Welcher Entgeltgruppe werden Vorlesekräfte für Blinde zugeordnet?

Für Vorlesekräfte für Blinde sind besondere Tätigkeitsmerkmale in den Entgeltordnungen vorgesehen. Die konkrete Eingruppierung hängt davon ab, welche tariflichen Voraussetzungen erfüllt sind und welcher Tarifvertrag gilt.

Wann werden Ärzte in E 15 TVöD eingruppiert?

Ärztinnen und Ärzte werden nicht allein aufgrund ihres Berufs automatisch in E 15 eingruppiert. Für sie gelten besondere Tätigkeitsmerkmale und gegebenenfalls gesonderte tarifliche Regelungen. Maßgeblich sind unter anderem die konkrete ärztliche Tätigkeit, die Funktion und der für das Beschäftigungsverhältnis geltende Tarifvertrag.

Wer wird in die Entgeltgruppe P 6 eingruppiert?

Die Zuordnung zur P 6 richtet sich nach den einschlägigen Tätigkeitsmerkmalen der Pflege-Entgeltordnung. Eine bestimmte Berufsbezeichnung oder ein Ausbildungsabschluss allein reicht für eine sichere Einordnung nicht aus. Entscheidend ist, ob die Voraussetzungen der betreffenden Entgeltgruppe erfüllt sind.

Wer wird in die Entgeltgruppe P 7 eingruppiert?

Die P 7 ist eine Entgeltgruppe der besonderen Pflegetabelle. Welche Beschäftigten ihr zugeordnet werden, ergibt sich aus den tariflichen Tätigkeitsmerkmalen und den jeweils geltenden Voraussetzungen. Eine pauschale Zuordnung allein nach der Berufsbezeichnung ist nicht zuverlässig.

In welche Entgeltgruppe werden Hygienefachkräfte eingruppiert?

Bei Hygienefachkräften kommt es auf die tatsächlich übertragene Tätigkeit, die erforderliche Qualifikation und die einschlägigen Tätigkeitsmerkmale an. Eine abgeschlossene Fachweiterbildung kann für die Bewertung relevant sein, führt aber nicht unabhängig von den übrigen Voraussetzungen automatisch zu einer bestimmten Entgeltgruppe.

Welche Entgeltgruppe gilt für Ergotherapeuten und Physiotherapeuten?

Die Eingruppierung von Ergotherapeuten und Physiotherapeuten hängt vom Tarifvertrag und den übertragenen Aufgaben ab. Dabei können die erforderliche Ausbildung und die tariflichen Tätigkeitsmerkmale eine Rolle spielen. Die Berufsbezeichnung allein begründet keine allgemeingültige Zuordnung zu einer bestimmten Entgeltgruppe.

Welcher Entgeltgruppe werden Sozialarbeiter zugeordnet?

Für Sozialarbeiter und Sozialpädagogen gelten je nach Tarifvertrag besondere Tätigkeitsmerkmale. Die konkrete Entgeltgruppe hängt von der Tätigkeit, den erforderlichen Qualifikationen und den tariflichen Voraussetzungen ab. Eine staatliche Anerkennung kann relevant sein, ersetzt aber nicht die Prüfung der übrigen Eingruppierungsmerkmale.

In welche Entgeltgruppen werden Kinderpfleger und Erzieher eingruppiert?

Für Kinderpfleger und Erzieher können im TVöD-SuE besondere S-Entgeltgruppen gelten. Die genaue Zuordnung hängt von den Aufgaben und den Tätigkeitsmerkmalen ab. Deshalb lässt sich keine einheitliche Entgeltgruppe für alle Beschäftigten eines Berufs nennen.

In welcher Stufe beginnen Berufsanfänger?

Berufsanfänger ohne anrechenbare einschlägige Berufserfahrung beginnen häufig in Stufe 1 der jeweiligen Entgeltgruppe. Welche Stufe bei einer Einstellung tatsächlich gilt, richtet sich nach dem Tarifvertrag und den Umständen des Einzelfalls. Frühere einschlägige Berufserfahrung kann unter bestimmten Voraussetzungen berücksichtigt werden.

Häufige Fragen zu den Entgeltgruppen im öffentlichen Dienst

Was ist der Unterschied zwischen Entgeltgruppe und Gehaltsstufe?

Die Entgeltgruppe richtet sich nach der tariflichen Bewertung der Tätigkeit. Die Stufe bestimmt zusammen mit der Entgeltgruppe die Höhe des Tabellenentgelts und berücksichtigt vor allem die anrechenbare Berufserfahrung nach den tariflichen Regeln.

Führt ein höherer Abschluss automatisch zu einer höheren Entgeltgruppe?

Nein. Ein höherer Abschluss kann eine tarifliche Voraussetzung sein. Entscheidend ist jedoch, ob die auszuübende Tätigkeit die Anforderungen der betreffenden Entgeltgruppe erfüllt. Die Qualifikation allein führt nicht automatisch zu einer Höhergruppierung.

Kann die Entgeltgruppe mit zunehmender Berufserfahrung steigen?

Berufserfahrung wirkt sich vor allem auf die Stufe aus. Eine höhere Entgeltgruppe ergibt sich nicht automatisch durch längere Beschäftigungszeit. Dafür müssen die tariflichen Voraussetzungen der höheren Gruppe erfüllt sein.

Gelten die gleichen Entgeltgruppen im TVöD und TV-L?

Die allgemeinen Entgeltgruppen reichen in beiden Tarifbereichen grundsätzlich von E 1 bis E 15. Die jeweiligen Entgeltordnungen und Tätigkeitsmerkmale unterscheiden sich jedoch. Eine gleichlautende Entgeltgruppe bedeutet deshalb nicht automatisch, dass dieselben Voraussetzungen gelten.

Können Beschäftigte herabgruppiert werden?

Eine Herabgruppierung kann rechtliche und tarifliche Voraussetzungen haben und ist stets anhand des Einzelfalls zu beurteilen. Sie erfolgt nicht automatisch aufgrund einer schlechten Leistungsbeurteilung. Entscheidend sind unter anderem die übertragenen Aufgaben und die geltenden Regelungen.

Wo finde ich die aktuelle Entgelttabelle?

Die aktuellen Tabellen und ihre Gültigkeitszeiträume finden Sie auf den jeweiligen Seiten zum TVöD und zum TV-L. Für die konkrete Höhe des Entgelts sind die geltende Tabelle, die Entgeltgruppe und die Stufe maßgeblich.

Weiterführende Informationen zu den Entgelttabellen im öffentlichen Dienst

Hinweis: Diese Übersicht dient der allgemeinen Information. Für eine verbindliche Eingruppierung sind der jeweils geltende Tarifvertrag, die einschlägige Entgeltordnung und die konkreten Tätigkeitsmerkmale maßgeblich.