Die Heizölpreise haben sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Nach dem starken Preisanstieg im Jahr 2022 folgte zunächst eine Entspannung. 2026 zeigt sich jedoch erneut, wie stark Heizölpreise von den internationalen Rohölmärkten, dem Wechselkurs, den Raffineriepreisen und der geopolitischen Lage abhängig sind.
Weiterführende Informationen
Heizölpreise 2026 aktuell
Die Heizölpreise werden täglich neu berechnet und unterscheiden sich je nach Region, Bestellmenge, Lieferzeit und Anbieter. Eine deutschlandweit einheitliche Preisangabe gibt es deshalb nicht.
Am 8. September 2026 lag der bundesweite Durchschnittspreis bei rund 152 bis 153 Euro je 100 Liter Heizöl. Der Wert bezieht sich auf eine Abnahmemenge von 3.000 Litern und enthält die Mehrwertsteuer. Damit kostet eine Bestellung von 3.000 Litern derzeit rund 4.560 bis 4.590 Euro.
Heizölpreis im September 2026
Rund 152–153 € je 100 Liter bei 3.000 Litern Abnahmemenge. Die Preise können sich innerhalb eines Tages deutlich verändern.
Die aktuellen Marktpreise zeigen zudem, dass Heizöl Anfang September 2026 wieder deutlich teurer geworden ist. Neben dem Rohölpreis wirken sich insbesondere die Preise für Gasöl, der Euro-Dollar-Wechselkurs und die Lage an den internationalen Energiemärkten aus.
Quelle aktuelle Marktpreise: esyoil / HeizOel24, Stand September 2026. Die Preise sind Tageswerte und können sich kurzfristig ändern.
Wie viel kostet Heizöl 2026?
Wie viel Sie für Heizöl bezahlen müssen, hängt vor allem von der bestellten Menge und dem Zeitpunkt des Kaufs ab. Bei einer Bestellung von 3.000 Litern entsprechen 152 Euro je 100 Liter beispielsweise etwa 4.560 Euro für die gesamte Lieferung.
| Heizölpreis je 100 Liter | 3.000 Liter | 5.000 Liter |
|---|---|---|
| 140 € | 4.200 € | 7.000 € |
| 150 € | 4.500 € | 7.500 € |
| 160 € | 4.800 € | 8.000 € |
| 170 € | 5.100 € | 8.500 € |
Die Tabelle dient lediglich als Rechenbeispiel. Der tatsächliche Preis kann je nach Region, Liefermenge, Lieferfrist und Anbieter abweichen.
Heizölpreise im Jahresvergleich
Die langfristige Entwicklung zeigt, dass Heizölpreise erheblichen Schwankungen unterliegen. Besonders deutlich war der Preisanstieg 2022. Nach den hohen Preisen folgte 2023 eine spürbare Entspannung.
| Jahr | Heizölpreis in Cent/Liter |
|---|---|
| 2023 | 105,5 |
| 2022 | 132,4 |
| 2021 | 70,7 |
| 2020 | 49,9 |
| 2019 | 67,3 |
| 2018 | 68,9 |
| 2017 | 56,6 |
| 2016 | 48,9 |
| 2015 | 58,8 |
| 2014 | 76,4 |
| 2013 | 82,9 |
| 2012 | 88,1 |
| 2011 | 81,0 |
| 2010 | 65,0 |
| 2009 | 53,0 |
| 2008 | 76,5 |
| 2007 | 58,2 |
| 2006 | 58,9 |
| 2005 | 53,2 |
| 2000 | 40,8 |
| 1995 | 21,9 |
| 1990 | 25,0 |
| 1985 | 40,5 |
| 1980 | 31,7 |
| 1975 | 14,7 |
| 1970 | 8,2 |
| 1965 | 11,3 |
| 1960 | 11,9 |
Historische Werte aus der bisherigen Seite; Quellenangabe im Ausgangstext: Statista.
Historische Heizölpreise 2020 bis 2023 nach Monaten
Die ursprüngliche Seite enthielt monatliche Heizölpreise für den Zeitraum 2020 bis 2023. Diese Daten bleiben als historische Übersicht erhalten, werden aber nicht mehr als aktuelle Heizölpreise dargestellt.
| Monat | 2020 | 2021 | 2022 | 2023 |
|---|---|---|---|---|
| Januar | 66,38 € | 54,78 € | 83,62 € | 123,00 € |
| Februar | 58,93 € | 54,62 € | 91,19 € | 106,70 € |
| März | 53,16 € | 61,65 € | 133,30 € | 103,36 € |
| April | 51,53 € | 60,63 € | 134,67 € | 96,94 € |
| Mai | 49,06 € | 61,72 € | 137,13 € | 89,90 € |
| Juni | 43,86 € | 65,63 € | 139,85 € | 87,20 € |
| Juli | 42,93 € | 68,43 € | 142,58 € | 89,35 € |
| August | 39,85 € | 69,26 € | 148,22 € | – |
| September | 39,57 € | 70,07 € | 165,16 € | – |
| Oktober | 38,08 € | 79,47 € | 154,08 € | – |
| November | 36,64 € | 88,38 € | 144,73 € | – |
| Dezember | 44,12 € | 77,72 € | 121,31 € | – |
Historische Daten aus dem ursprünglichen Seitenbestand; Quelle dort: esyoil.com.
Warum schwanken die Heizölpreise so stark?
Heizöl wird nicht zu einem festen Preis angeboten. Der Endpreis setzt sich aus mehreren Faktoren zusammen. Eine zentrale Rolle spielt der Preis für Rohöl auf dem internationalen Markt. Hinzu kommen unter anderem die Preise für Mineralölprodukte, Transport- und Lagerkosten, der Wechselkurs zwischen Euro und US-Dollar sowie Steuern und weitere Abgaben.
Da Rohöl und viele Vorprodukte international in US-Dollar gehandelt werden, wirkt sich auch der Wechselkurs auf den Heizölpreis in Deutschland aus. Ein schwächerer Euro kann Heizöl verteuern, während ein stärkerer Euro den Einkauf tendenziell verbilligt.
Auch die regionale Nachfrage und die bestellte Menge beeinflussen den tatsächlichen Endpreis. Deshalb kann der Preis für 100 Liter je nach Wohnort und Bestellmenge deutlich vom bundesweiten Durchschnitt abweichen.
Was beeinflusst den Heizölpreis 2026?
- Rohölpreis: Veränderungen am internationalen Ölmarkt wirken sich mit Verzögerung auf Heizöl aus.
- Gasölpreis: Heizöl wird aus Mineralölprodukten hergestellt. Der Preis für Gasöl ist deshalb ein wichtiger Einflussfaktor.
- Euro-Dollar-Wechselkurs: Da Öl international überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, beeinflusst der Wechselkurs den deutschen Einkaufspreis.
- Steuern und Abgaben: Auch staatliche Abgaben fließen in den Endpreis ein.
- Transport und Lagerung: Die Kosten für Logistik und Lagerhaltung werden ebenfalls auf den Endpreis umgelegt.
- Bestellmenge und Region: Größere Mengen können einen niedrigeren Preis je Liter ermöglichen. Gleichzeitig unterscheiden sich die Preise regional.
Wie setzt sich der Heizölpreis zusammen?
Der Preis für Heizöl besteht nicht ausschließlich aus den Kosten für das Rohöl. Bis das Heizöl beim Verbraucher ankommt, entstehen weitere Kosten für Verarbeitung, Transport, Lagerung und Handel. Hinzu kommen Steuern und Abgaben.
Der Preis kann sich deshalb auch dann verändern, wenn sich der Rohölpreis nicht im gleichen Umfang bewegt. Zwischen dem internationalen Ölmarkt und dem Preis beim Heizölkunden liegen mehrere Stufen der Preisbildung.
Hinweis zur Preisbildung
Der Heizölpreis an der Tankstelle beziehungsweise beim Händler und der internationale Rohölpreis sind nicht identisch. Veränderungen an den Rohölmärkten werden durch Raffineriepreise, Wechselkurse, Steuern, Logistik und Handel beeinflusst.
Heizölpreise und Rohöl
Rohöl ist der wichtigste Ausgangsstoff für zahlreiche Mineralölprodukte. Zu den international wichtigsten Referenzsorten gehören Brent und WTI. Für den europäischen Markt ist insbesondere Brent von Bedeutung.
Ein Barrel entspricht 159 Litern. Der internationale Rohölpreis wird überwiegend in US-Dollar je Barrel angegeben. Für den deutschen Heizölkunden ist deshalb neben dem Rohölpreis auch der Wechselkurs des Euro zum US-Dollar relevant.
Warum sind die Heizölpreise 2026 wieder gestiegen?
Im März 2026 lagen die Verbraucherpreise für leichtes Heizöl laut Statistischem Bundesamt bereits 44,4 Prozent über dem Wert des Vorjahresmonats. Destatis verwies dabei auf die Entwicklung der internationalen Energiepreise und die geopolitische Lage.
Im weiteren Jahresverlauf können sich die Preise allerdings wieder deutlich verändern. Die aktuellen Tagespreise im September 2026 zeigen, wie schnell sich Heizöl verteuern kann, wenn die Preise für Rohöl und Gasöl an den internationalen Märkten steigen.
Wann ist der beste Zeitpunkt zum Heizölkauf?
Den einen grundsätzlich besten Zeitpunkt für den Heizölkauf gibt es nicht. Heizölpreise können sich innerhalb kurzer Zeit verändern und lassen sich nicht zuverlässig mehrere Monate im Voraus vorhersagen.
Wer Heizöl benötigt, sollte deshalb nicht ausschließlich auf einen bestimmten Monat warten. Sinnvoller kann es sein, die Preisentwicklung über einen längeren Zeitraum zu beobachten und mehrere Anbieter beziehungsweise Liefermengen miteinander zu vergleichen.
4 Tipps zum Heizölkauf
- Preise vergleichen: Vergleichen Sie die Preise verschiedener Anbieter und achten Sie dabei auf die tatsächliche Liefermenge und mögliche Zusatzkosten.
- Bestellmenge berücksichtigen: Bei größeren Mengen kann der Preis je 100 Liter niedriger ausfallen. Vergleichen Sie deshalb verschiedene Bestellmengen.
- Nicht bis zum letzten Moment warten: Wer erst bei fast leerem Tank bestellen muss, hat weniger Möglichkeiten, auf günstige Preise zu warten.
- Preisentwicklung beobachten: Da Heizölpreise täglich schwanken, kann sich ein Preisvergleich über mehrere Tage lohnen.
Heizölpreise langfristig beobachten
Für die Beurteilung der Heizölpreise ist nicht nur der aktuelle Tagespreis interessant. Gerade bei einem Brennstoff, der häufig mehrere tausend Liter auf einmal gekauft wird, können Preisunterschiede von wenigen Cent je Liter bereits einen spürbaren Betrag ausmachen.
Das Statistische Bundesamt veröffentlicht langfristige Preisreihen für leichtes Heizöl. Die Daten reichen in der entsprechenden Statistik bis in die 1970er-Jahre zurück und ermöglichen damit einen langfristigen Vergleich der Preisentwicklung.
Häufige Fragen zu den Heizölpreisen
Wie hoch ist der Heizölpreis 2026?
Anfang September 2026 liegt der bundesweite Durchschnitt bei rund 152 bis 153 Euro je 100 Liter bei einer Abnahmemenge von 3.000 Litern. Der tatsächliche Preis kann je nach Region, Menge und Anbieter abweichen.
Wie viel kosten 3.000 Liter Heizöl?
Bei einem Preis von 152 Euro je 100 Liter kosten 3.000 Liter rund 4.560 Euro. Der tatsächliche Rechnungsbetrag hängt vom Angebot des jeweiligen Händlers ab.
Warum verändert sich der Heizölpreis täglich?
Heizölpreise reagieren unter anderem auf Veränderungen beim Rohöl- und Gasölpreis, beim Euro-Dollar-Wechselkurs sowie auf die internationale Nachfrage und geopolitische Entwicklungen.
Ist Heizöl im Sommer günstiger als im Winter?
Das lässt sich nicht pauschal sagen. Zwar kann die Nachfrage außerhalb der Heizperiode geringer sein, der Heizölpreis wird aber gleichzeitig stark von den internationalen Rohölmärkten beeinflusst. Ein günstiger Sommerpreis ist daher nicht garantiert.
Wie kann ich beim Heizölkauf sparen?
Vergleichen Sie mehrere Angebote, prüfen Sie unterschiedliche Bestellmengen und beobachten Sie die Preisentwicklung. Auch regionale Preisunterschiede können eine Rolle spielen.
Warum unterscheiden sich Heizölpreise regional?
Transportwege, regionale Händler, Lagerbestände, Nachfrage und die bestellte Menge können dazu führen, dass sich die Preise zwischen verschiedenen Regionen unterscheiden.
Fazit: Heizölpreise bleiben schwer vorhersehbar
Die Entwicklung der vergangenen Jahre zeigt, wie stark Heizölpreise schwanken können. Nach dem extremen Preisniveau im Jahr 2022 folgte zunächst eine Entspannung. 2026 sind die Preise jedoch erneut deutlich in Bewegung.
Für Verbraucher kommt es deshalb weniger auf eine langfristige Vorhersage als auf einen aktuellen Preisvergleich und die richtige Bestellmenge an. Wer seinen Heizölbedarf rechtzeitig plant, kann Preisschwankungen besser berücksichtigen und muss nicht unter Zeitdruck bestellen.
Stand der Informationen: September 2026. Aktuelle Heizölpreise sind Tageswerte und können sich jederzeit ändern.