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Um ein Girokonto zu wechseln, müssen Sie nicht viel tun. In der Regel reichen die Eröffnung eines neuen Kontos und die Umleitung ihrer Geldeingänge, Lastschriften und Daueraufträgen aus. Auf Wunsch kann Ihre neue Bank das alte Konto schließen und die bisherigen Daueraufträge umleiten.

Welche Schritte Sie einleiten müssen, um ein neues Konto zu eröffnen, erfahren Sie nachfolgend.

1. Girokonto eröffnen

Als Erstes muss ein neues Girokonto eröffnet werden. Wie Sie ein neues Girokonto eröffnen, können Sie hier nachlesen.

2. Umleitung der Geldeingänge, Lastschriften und Daueraufträge

Sofern dann das neue Konto eingerichtet ist und Sie Überweisungen oder andere Funktionen und Transaktionen tätigen können, ist es wichtig, dass Sie Ihre Geldeingänge umleiten. Dazu melden Sie beispielsweise Ihrem Arbeitgeber Ihre neue Bankverbindung. Viele Banken stellen für die Umleitung von Lastschriften, Daueraufträgen und Geldeingängen bestimmte Formulare zur Verfügung, die Sie nutzen können. Dazu füllen Sie diese aus und senden Sie die Formulare an die jeweilige Institution.

Wichtig umzuleiten sind folgende Transaktionen:

  • Lohn, Gehalt, Besoldung, Rente, Arbeitslosengeld I und II, Sozialgeld
  • Versicherungen wie Hausrat, Haftpflichtversicherung usw.
  • Strom, Abwasser und sonstige Betriebskosten von Haus und Wohnung
  • Kindergeld und Kindergeldzuschlag
  • Elterngeld und Mutterschaftsgeld
  • Miete und Pacht
  • Kreditraten
  • Sonstige Verpflichtungen
  • Einnahmen anderer Art wie von Verkäufen auf eBay und Amazon
  • Abonnements

Grafik: Gründe für einen Kontowechsel

Quelle: de.statista.com

3. Dispokredit und negative Salden ausgleichen

Sofern Sie alle Lastschriften, Geldeingänge und Daueraufträge umgeleitet haben und Sie noch einen Dispokredit oder bestimmte Leistungen bei Ihrer alten Bank ausgleichen müssen, so können Sie die negativen Salden auch von Ihrer neuen Bank aus ausgleichen. Dazu können Sie direkt von Ihrer neuen Bank den noch offenen Betrag an Ihre alte Bank überweisen. Damit wäre dann Ihr altes Konto ausgeglichen.

4. Kündigung des alten Kontos

Wenn Sie alle Kontobewegungen auf Ihr neues Girokonto umgeleitet haben, Sie zudem etwaige negative Kontostände ausgeglichen haben, so können Sie Ihr altes Konto auflösen. Dazu können Sie postalisch einen Brief an Ihre Bank senden mit der Bitte um die Löschung Ihres bestehenden Kontos. Sollten Sie noch Guthaben auf Ihrem Konto besitzen, so können Sie in dem Brief Ihre neue Bankverbindung mitteilen. Dann wird das Guthaben auf Ihre neue Bankverbindung überwiesen und das Konto anschließend von Ihrer Bank geschlossen.

Girokonto Umstellungsauftrag Vorlage

Gründe von Privatpersonen für einen geplanten Bankwechsel

Die Gründe für einen Kontowechsel sind vielfältig. Gemäß den Angaben von Statista lagen die Hauptgründe im Jahr 2004 und 2013 bei den besseren Konditionen bei der neuen Bank. Im Jahr 2013 gaben 80 Prozent der Befragten bessere Konditionen als Grund für einen Bankwechsel an. Im Jahr 2004 waren es 68 Prozent. Als zweiter Grund wurden bessere Dienstleistungen beschrieben. Hier waren es im Jahr 2013 24 Prozent der befragten Personen, die diesen Grund als Hauptgrund für den Wechsel des Kontos angaben. Im Jahr 2004 waren dies 14 Prozent. Danach folgt die hohe Zuverlässigkeit mit 22 Prozent im Jahr 2013 und 10 Prozent im Jahr 2004. Eine hohe Seriosität gaben 12 Prozent im Jahr 2013 und 6 Prozent im Jahr 2004 als Wechselgrund an. Durch Tageszeitungen wurden 11 Prozent im Jahr 2013 und 9 Prozent im Jahr 2004 zu einem Kontowechsel animiert.

Siehe auch:

Wie eröffne ich ein Girokonto?
Wie Sie Ihr Girokonto wechseln
Girokonten im Vergleich

TVöD: Tarifvertrag 2018/ 2019, Entgelttabellen, Rechner | Oeffentlicher Dienst | Autor: Frank Wegener