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Der Auftakt der Tarifrunde TV-L 2019 ist enttäuschend für die Gewerkschaftsseite zu Ende gegangen. Die Arbeitgeber legten kein adäquates Angebot vor. Die dbb jugend reagierte mit scharfer Kritik.

Die Forderungen der Gewerkschaften standen seit Langem fest: Mindestens 200 Euro pro Monat bzw. 6 % mehr Lohn, für Pflegeberufe sogar mindestens 300 Euro, Auszubildende sollten ebenso bei den Erhöhungen berücksichtigt werden - aber trotzdem - und wie vorab erwartet - legten die Arbeitgeber kein Angebot vor. Entsprechend groß ist die Enttäuschung - nicht nur auf Seiten der Gewerkschaften, sondern vor allem auch auf Seiten der Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst der Länder.

Streiks werden wahrscheinlicher

Die Tarifverhandlungen sollen am 06.02.2019 in Potsdam weitergeführt werden. Bis dahin könnten Streiks als Druckmittel eingesetzt werden. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass vor allem die Bereiche Kita und Finanzämter lahm gelegt werden könnten. Es bleibt abzuwarten, für welche Mittel sich die Gewerkschaften entscheiden. Sicher ist schon jetzt, dass die Tarifrunde TV-L wohl sehr zäh und hart werden wird.

Mehr Informationen zur Tarifrunde der Länder 2019 erhalten Sie in unserer Verhandlungschronik. Zur Chronik TV-L Tarifrunde 2019

TVöD: Tarifvertrag 2018/ 2019, Entgelttabellen, Rechner | Oeffentlicher Dienst | Autor: Frank Wegener