4.75 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 Rating 4.75 (4 Votes)

Aufgrund der Milliardenkosten, die durch Krankschreibungen der Krankenkasse entstehen, wollen diese nun zusammen mit dem Gesundheitsminister Hermann Gröhe das Teil-Krankengeld einführen. Das betreffende Gutachten wurde schon in Auftrag gegeben.

Teil-Krankengeld und Lohn

Vor allem psychische Erkrankungen kosten der Krankenkasse Geld. Krankschreibungen sind in diesem Bereich besonders lang und oft. Dies kostet den Krankenkassen Milliarden jedes Jahr. Tendenz steigend. Daher schlagen Experten nun vor, Krankschreibungen nur für einige Stunden auszustellen. Somit könnte ein Arbeitnehmer zum Beispiel zu 75 Prozent krank sein und 25 Prozent arbeitsfähig. Dieser würde dann den entsprechenden Anteil von 25 Prozent des Lohnes erhalten. Den Rest würde die Krankenkasse in Form von Krankengeld zahlen. Um dies zu ermöglichen, müssen individuelle Regelungen zwischen dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer geschaffen werden. Flexibilität soll dabei als wichtiger Faktor gelten. Jedoch soll der Arbeitnehmer nicht unter Druck geraten.

Krankmeldungen wegen Depressionen steigen an

Im Jahr 2014 wurden 1,8 Millionen Krankenfälle von den Krankenkassen gemeldet. Die Ausgaben kletterten dabei auf eine Rekordhöhe von 10,6 Milliarden Euro. Vor allem psychische Störungen, wie Depressionen, sind weiter ansteigend. Bei Frauen machen Depressionen sogar ein Viertel der gesamten Ausgaben aus. Bei den Männern sind es noch etwa 17 Prozent. Danach folgen Rückenschmerzen als zeitgrößter Ausgabefaktor.

Umfrage: Ist ein Teil-Krankengeld sinnvoll?

 

TVöD: Tarifvertrag 2018/ 2019, Entgelttabellen, Rechner | Oeffentlicher Dienst | Autor: Frank Wegener