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Mit einem Dispo-Rechner kann man ganz einfach die Überziehungszinsen berechnen. Diese fallen an, wenn man einen Dispositionskredit – kurz Dispo genannt – beansprucht. Für die Berechnung werden der Überziehungsbetrag, mit dem das Konto überzogen wurde, die zeitliche Dauer der Beanspruchung sowie der Zinssatz herangezogen.

Unterschiedliche Zinssätze beim Dispokredit

Jeder, der einen Dispokredit beansprucht, erhält von der Bank ein Dispolimit. In diesem eingeräumten Verfügungsrahmen kann man sein Konto überziehen. Zudem kann man auch darüber hinaus eine geduldete Überziehung beanspruchen, muss aber mit anderen Zinssätzen rechnen. Wer zum Beispiel mehr Geld beansprucht, als der von der Bank einräumte Rahmen des Dispokredits, bezahlt Zinsen bis zu seiner eingeräumten Kreditlinie –aber für den darüber hinausgehenden Anteil einen höheren Zinssatz.

Mit dem Dispo-Rechner die Zinsen ermitteln

Die unterschiedlichen Zinsen kann man mit dem Dispo-Rechner leicht ausrechnen. Man gibt den Zeitraum entweder in Tagen an oder einfach das Anfangs- und Enddatum. Zur Berechnung der Zinsen gibt es verschiedene Methoden, die der Rechner anwendet:

  • Deutsche Zinsmethode
  • Eurozinsmethode
  • Englische Zinsmethode
  • Taggenaue Zinsmethode

Wie werden Dispo Zinsen berechnet?

Gebühr = Saldo x Zinssatz x Tage / (Tage im Jahr x 100) 

Beispiel: Der Zinssatz beträgt 9,8 Prozent pro Jahr. Herr Müller ist für 20 Tage mit 1.200 Euro im Minus. Dementsprechend ist die Rechnung: Gebühr = 1.200 x 9,8 x 20 / 36000 = 6,43 EUR

Herr Müller muss für den gesamten Zeitraum von 20 Tagen 6,43 EUR Zahlen.

Bei der taggenauen Berechnung wird die tatsächliche Anzahl der Tage im Jahr zugrunde gelegt. Das Script erkennt automatisch, ob es sich um ein Schaltjahr handelt.

D.h. für 2016 gilt: Gebühr = 1200 x 9,8 x 20 / 36600 = 6,43 EUR

Und für 2017 gilt: Gebühr = 1200 x 9,8 x 20 / 36500 = 6,44 EUR

Beispiel Nummer 2

Angenommen Ihre Bank räumt Ihnen einen Dispo von 1.000 EUR (= Kreditlinie) zu 10% p.a. ein.
Sie überziehen das Konto aber um 1.500 EUR. Dann fallen für die 1.000 EUR die 10% p.a. an.

Und für die restlichen 500 EUR der "Zinssatz für sonstige Überziehung", also z.B. 13% p.a.
In dem genannten Fall wird das Feld "Zinssatz für sonstige Überziehung" automatisch zum Pflichtfeld.
Unser Dispo-Rechner kalkuliert das genannte Szenario automatisch mit.

Anmerkung:

Da sich beim Dispokredit die Kreditsumme täglich ändern kann, rechnet auch die Bank täglich ab. Die zugrunde liegende Formel lautet: Gebühr = Saldo x Zinssatz x Tage / (Tage im Jahr x 100). Jedoch unterscheiden die Banken bei der Berechnung der Zinsen sich manchmal dahingehend, wie sie selbst die Länge eines Jahres definieren: entweder 360 Tage oder auch 365. Denn manche Banken und Finanzinstitute berechnen die Monate immer mit 30 Tagen, andere mit ihrer genauen Tagesanzahl.

Mit einem Dispo-Rechner den Überziehungszins berechnen

Wenn Sie selbst Ihre Dispozinsen errechnen möchten, können Sie dazu den untenstehenden Dispo-Rechner nutzen. Geben Sie einfach alle geforderten Angaben ein und binnen kurzer Zeit erhalten Sie die gewünschten Angaben. Ermitteln Sie so einfach und schnell Ihre Überziehungszinsen und behalten Sie damit immer den Überblick über Ihre Ausgaben.

 

TVöD: Tarifvertrag 2018/ 2019, Entgelttabellen, Rechner | Oeffentlicher Dienst | Autor: Frank Wegener