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Ein Arbeitstag an der Uni für einen Studenten beginnt in vielen Köpfen so oder so ähnlich:

• 10 Uhr: langsam aufstehen
• 12 Uhr: Mensa
• 13 Uhr: Vorlesung, wo man nichts macht, sondern natürlich nur dem Dozenten zuhört
• 17 Uhr: Freunde treffen
• 19 Uhr: Studentenparty

Das reale Leben eines angehenden Jungakademikers spielt sich jedoch häufig so ab:

• 6 Uhr: aufstehen
• 7 Uhr Vorlesungen und Seminare, wo Studenten nicht nur zuhören, sondern mitschreiben müssen
• 12 Uhr: Mensa oder eiliges Hasten zur nächsten Veranstaltung
• 13 Uhr: Vorlesung
• 18 Uhr: Fahrt nach Hause
• 19 Uhr: Hausarbeiten schreiben, lernen, Hausaufgaben machen usw.


Bildquelle: © George Dolgikh - Fotolia.com


Wenn der Student dann noch nicht fix und fertig ist, so muss er natürlich noch nebenher arbeiten, um dieses in vielen Augen „Wohlfahrtleben“ zu finanzieren, wenn dieser nicht gerade BaföG oder Unterhalt von den Eltern erhält.
Was Studenten jedoch besonders nervt, ist nicht nur die Tatsache, dass das Studentenleben bei weitem nicht so ist, wie Viele es sich vorstellen, sondern Sprüche, die die Unwissenheit der Nichtstudenten noch unterstreichen.

Die Top 10 der wohl nervigsten Sprüche für Studenten sind demnach:

1. „Und was macht man dann damit?“
2. „Was? Schon 4 Jahre dauert das Studium? Und wie lange geht das noch?“
3. „Als ich so alt war wie du, da war ich schon lange arbeiten und habe richtiges Geld verdient“.
4. „Also ich hatte keine Zeit für sowas...“
5. „Damals in den 68 er Jahren war das wenigstens noch ein richtiges Studentenleben mit Stil und Klasse...“
6. „Du hast doch vom realen Leben keine Ahnung!“
7. „Du bist Student? Dann kannst du doch immer ausschlafen....“
8. „Fang DU erstmal an, richtig zu arbeiten!“
9. „Machst du noch deinen Doktor/Master?“
10. „Geisteswissenschaften? Wäre nicht was Richtiges sinnvoller? BWL, Medizin oder Jura zum Beispiel?“

Es gibt noch eine Reihe weiterer Sprüche, die angehenden Akademikern gehörig auf die Nerven gehen. Einige davon wären zum Beispiel:

„Was? So lange Ferien habt ihr? Ihr habt es gut!“

Ja, nur dass der Student in den angeblichen „Ferien“ zahlreiche Hausarbeiten zu schreiben hat und nebenher sämtliche Prüfungen absolvieren muss. Daher heißt es hier: Lernen statt faulenzen.
„Student? Ach ja, da kommen Erinnerungen hoch. Als ich Student war, was haben wir gefeiert....“

Ja, aber die Zeiten ändern sich eben. Den meisten Studenten bleibt keine Zeit mehr für Partys, Feiern und sonstigen Annehmlichkeiten. Ein Kinobesuch ist drin, aber mehr auch in den meisten Fällen nicht.

„Du hättest ja auch Medizin studieren können“.

Ja, wenn man nicht für etliche Jahre auf die Warteliste gesetzt werden würde, es keinen Numerus Clausus geben würde und Studiengebühren abgeschafft werden würden.

„Mensch, du hast doch studiert. Du bist doch nicht dumm, du musst doch einen Job finden“.

Ja, alles easy. Der Arbeitsmarkt für Akademiker, zumindest in den Geisteswissenschaften sieht so rosig aus wie der Arbeitsmarkt für Ungelernte. Nämlich alles andere als gut. Junge Geisteswissenschaftler wie beispielsweise Germanisten haben es sehr schwer in einen Beruf hereinzukommen. Oftmals bietet hier eine Privatschule eine Möglichkeit. Dann steigen Germanisten oder Anglisten als Lehrkräfte ein. Dann gibt es noch die Exoten der Geistenwissenschaften, die im Grunde genommen kaum eine Chance haben, in ihrem Beruf einen geeigneten Job zu finden. Dazu gehören Ägyptologen, Afrikanisten, Sinologen usw. Diese steigen dann vielfach in fachfremde Berufszweige ein.

Quelle: bild.de


TVöD: Tarifvertrag 2018/ 2019, Entgelttabellen, Rechner | Oeffentlicher Dienst | Autor: Frank Wegener