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Am Mittwoch, den 11. März 2015 und den darauf folgenden Donnerstag wollen bundesweit der Großteil der angestellten Lehrer und Erzieher erneut in den Streik treten. Insgesamt werden in 12 Bundesländern Warnstreiks stattfinden.

Mittwoch, der 11. März 2015

An diesem Tag werden Warnstreiks in Berlin, Schleswig-Holstein, Hessen, Brandenburg, Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und in weiteren östlichen Ländern stattfinden. Besonders in den östlichen Bundesländern soll es dabei zu größerem Ausfall von Unterrichtsstunden kommen, da viele Lehrer in angestellter Position sind.

Resümee:

Aktuell (Stand 13:49 Uhr): In Berlin haben etwa 17.000 Beschäftigte im öffentlichen Dienst an den Warnstreiks teilgenommen, wie die Gewerkschaft ver.di mitteilte. Darunter waren nicht nur Erzieher und Lehrer, sondern auch Polizeibeamte, Beschäftigte in der Verwaltung und auch Feuerwehrleute. Diese wollten mit ihrer Präsenz vor allem den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.

Mit Trommeln und Pfeifen sowie mit Plakaten machten die Streikteilnehmer auf sich aufmerksam. Durch die doch recht umfangreiche Teilnahme konnten die Erwartungen bei ver.di sogar übertroffen werden. Erwartet wurden 10.000 Beschäftigte. Unerwartet viele Beamte hatten sich an diesem Tag ebenso freigenommen und seien zu den Warnstreiks gekommen. Auf Gewerkschaftsseite ist man darüber hoch erfreut.

In Sachsen wurden 75 bis 80 Prozent der Schulen von etwa 17.000 Beschäftigten bestreikt. Darunter waren allein etwa 15.000 angestellte Lehrer.

In Sachsen-Anhalt trafen sich etwa 10.000 Beschäftigte zu Kundgebungen, in Schleswig-Holstein 3.000, in Mecklenburg-Vorpommern 8.000 und in Thüringen rund 1.000 Mitarbeiter.

An vielen Schulen fiel der Unterricht aus. Zulassungsstellen für Fahrzeuge blieben geschlossen und in den Behörden wurde auf Sparflamme gearbeitet. Somit kam es zu längeren Wartezeiten.

Von den Streiks nicht betroffen, waren U-Bahnen, Busse und die Müllabfuhr.

Donnerstag, der 12. März 2015

Am Donnerstag sind in den fünf Bundesländern Brandenburg, Bremen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz Warnstreiks geplant.

Aktueller Tarifstreit im öffentlichen Dienst hält an

Im öffentlichen Dienst hält der Tarifstreit zur Stunde noch an. Rund 800.000 Beschäftigte sind davon betroffen. Am Montag, den 16. März 2015, soll die dritte Tarifrunde starten. Insgesamt fordern die Gewerkschaften mit der GEW für Lehrer und Erzieher voran, eine Lohnerhöhung von 5,5 Prozent, jedoch mindestens 175 Euro pro Monat mehr. Zudem soll endlich ein Tarifvertrag für die angestellten Lehrer durchgesetzt werden, der die gleichen Konditionen enthalten soll, wie die ihrer verbeamteten Kollegen.

Quelle: spiegel.de

 

TVöD: Tarifvertrag 2018/ 2019, Entgelttabellen, Rechner | Oeffentlicher Dienst | Autor: Frank Wegener