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Durch den Tarifabschluss im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen kommt es zu unterschiedlichen Gehaltsanhebungen in einigen Berufssparten. So kann es bis zu 7,6 Prozent Lohnerhöhung im unteren Lohnsektor geben.

Anmerkung: Stufenzuordnung ohne Berufserfahrung

Beruf / Bereich Einstufung Gehalt bis 28.02.2014 Gehalt ab 01.03.2014

Erhöhung

Busfahrer
Pädagoge
Krankenschwester
Müllabfuhr
Verwaltung
Garderobe
Facharbeiter
Kanalfacharbeiter
Reinigung
TV N NRW
S 6   Stufe 3
Kr 7a Stufe 4
EG 3  Stufe 4
EG 5  Stufe 4
EG 1  Stufe 3
EG 5  Stufe 4
EG 5  Stufe 4
EG 1  Stufe 3
2.349,47 €
2.613,20 €
2.746,57 €
2.227,26 €
2.440,75 €
1.569,47 €
2.440,75 €
2.440,75 €
1.569,47 €
2.439,47 €
2.703,20 €
2.836,57 €
2.317,26 €
2.530,75 €
1.659,47 €
2.530,75 €
2.530,75 €
1.659,47 €

3,83 % = 90 €
3,44 % = 90 €
3,28 % = 90 €
4,04 % = 90 €
3,69 % = 90 €
5,73 % = 90 €
3,69 % = 90 €
3,69 % = 90 €
5,73 % = 90 €

Quelle: Ver.di

Für die rund 2,1 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen wird es innerhalb von zwei Jahren eine zweistufige Gehaltserhöhung geben. Rückwirkend zum 01. März 2014 sollen erstmals die Löhne um drei Prozent steigen, mindestens jedoch um 90 Euro. Eine zweite Anhebung ist für den 01. März 2015 geplant. Dann sollen erneut 2,4 Prozent angehoben werden. Die Gewerkschaften forderten ursprünglich eine Gehaltsanhebung von 3,5 Prozent zuzüglich einem Sockelbetrag von 100 Euro. Der Sockelbetrag wurde seitens der Arbeitgeber nicht zugesagt.

Weitere Tarifabschlüsse 2013

Neben dem öffentlichen Dienst konnten dieses Jahr weitere Tarifabschlüsse vereinbart werden. So kommt es in der Chemiebranche zu einer Anhebung von fünf Prozent bei einer Laufzeit von zwei Jahren. In der IG Metall sieht es ähnlich aus. Hier erhalten die Beschäftigten für eine 20-monatige Laufzeit ein Plus von 5,6 Prozent. Im öffentlichen Dienst der Länder wurde eine Gehaltserhöhung von 5,6 Prozent ausgehandelt.

Insgesamt gesehen, ist die deutsche Wirtschaft um 2,7 Prozent im Durchschnitt gewachsen. Dies entspricht 1,2 Prozent mehr als die aktuelle Quote der Inflation.

Aussichten für den öffentlichen Dienst

Für den öffentlichen Dienst stehen derzeit die Chancen auf weitere Steigerungen im Gehalt in den kommenden Jahren gut. Im Jahre 2013 konnten Steuereinnahmen von 1,1 Milliarde Euro in den Kommunen verzeichnet werden. Gegenüber dem Jahr 2012 mit rund 900 Millionen Euro war dies ein deutlicher Anstieg. In den drei Jahren davor wurde stets ein Minus im Haushalt vezeichnet. Somit lässt sich ein positiver Trend prognostizieren, dass auch in den kommenden Jahren die Einnahmen steigen werden. Dies würde bedeuten, dass der öffentliche Dienst in finanzieller Hinsicht weiter profitieren könnte.

Gehaltsanhebungen im öffentlichen Dienst der letzten Jahre

2000 + 2,0 %
2008 + 3,1 %
2001 + 2,4 %
2009 + 2,8 %
2002 + / - 0 %
2010 + 1,2 %
2003 + 2,4 %
2011 + 1,1 %

2004 + 2,0 %
2012 + 3,5 %

2005 + / - 0 %
2013 + 2,8 %

2006 + / - 0 %
2014 3,0 %
2007 + / - 0 %
2015 + 2,4 %

Quelle: welt.de

Ausgaben für die Kommunen und den Bund

Aufgrund des aktuell ausgehandelten Tarifabschlusses im öffentlichen Dienst enstehen den Gemeinden bzw. Kommunen Mehrkosten in Höhe von etwa 2,5 Milliarden Euro. Der Bund muss mit rund 235 Millionen Euro mehr rechnen.

Übertragung des Tarifergebnisses auf Beamte

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) will demnächst, laut Medienangaben, das Tarifergebnis zeit- und inhaltsgleich auf die rund 360.000 Bundesbeamten übertragen.

TVöD: Tarifvertrag 2018/ 2019, Entgelttabellen, Rechner | Oeffentlicher Dienst | Autor: Frank Wegener