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Tausende Beschäftigte der Postbank hatten am 01., 02., 03. und 05. Dezember 2011 in weiten Teilen Deutschlands ihre Arbeit niedergelegt. Rund 7.000 Mitarbeiter hatten neben weiteren tausenden Beamten und Beamtinnen sowie Tarifbeschäftigten am 01. und 02. Dezember an den Streikaktionen teilgenommen.

Am 05. Dezember hatte ver.di zudem erstmals Beschäftigte von Postbank-Filialen zum bundesweiten Streik aufgerufen. Hintergrund der Streikaktionen sind die aktuellen Tarifverhandlungen, in denen die Gewerkschaft ver.di einen Überleitungstarifvertrag für die betroffenen Postbankangestellten fordert. Kern der Verhandlungen sind die bestehenden Verträge der Mitarbeiter, die nach der Überleitung von der Postbank AG zur Deutschen Bank weiter gelten sollen.

Weiterhin soll die Arbeitszeit um 10 Tage verkürzt werden, da die Beschäftigten schon jetzt mit einer zunehmenden Arbeitsbelastung kämpfen müssen. Die Arbeitgeber wollen hingegen eine Anhebung der Wochenarbeitszeit von 40 auf 42 Stunden und eine Kürzung des Urlaubsanspruchs von 30 auf 27 Tage durchsetzen. Sollte die Gewerkschaft keinen Überleitungstarif durchsetzen können, so drohen den Beschäftigten Lohneinbußen bis zu 30 Prozent. Dies begründet die Deutsche Bank mit aktuell geltenden Sparmaßnahmen. Aufgrund der Streiks mussten in zahlreichen Filialen Kunden längere Wartezeiten hinnehmen. Einige Filialen wurden sogar geschlossen, wie die Gewerkschaft mitteilte. 

Quelle: streik.tv

Siehe auch:

TVöD: Tarifvertrag 2018/ 2019, Entgelttabellen, Rechner | Oeffentlicher Dienst | Autor: Frank Wegener