Am 16. Februar 2011 fand die dritte Tarifverhandlung für die rund 105.000 Beschäftigten der Deutschen Telekom statt, die jedoch von Seiten der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di abgebrochen wurde.

Verhandlungsabbruch der Tarifverhandlungen

Grund für den Verhandlungsabbruch war das in den Augen der Gewerkschaft „freche“ Angebot, welches ihnen vom Telekom-Konzern vorgelegt wurde. Knapp 2,2 Prozent Lohnerhöhung über eine Vertragslaufzeit von 24 Monate wurde von der Telekom vorgeschlagen, was jedoch von ver.di umgehend zurückgewiesen wurde. "Das ist nicht verhandlungsfähig, sondern eine Frechheit" hieß es bei ver.di. In Wahrheit entspreche diese Anhebung gerade einmal rund 1,08 Prozent im ganzen Jahr.

6,5 % Lohn gefordert

Die Gewerkschaft fordert eine Lohnerhöhung von mindestens 6,5 Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Damit soll zumindest ein Teil der Inflation ausgeglichen werden. Die Löhne müssten auch deshalb steigen, damit die Branche attraktiv für Neueinsteiger bleibt.

Letzte Tarifverhandlungen Anfang März

Am 8. und 9. März wird eine vierte und vorerst letzte Tarifverhandlung mit der Arbeitgeberseite stattfinden. Bis dahin wird die Gewerkschaft ihre Warnstreiks weiter ausweiten. Bisher haben rund 7.000 Beschäftigte der Deutschen Telekom, unter anderem ein großer Teil aus Baden-Württemberg, an Streikaktionen teilgenommen.

Quelle: verdi.de

 

Siehe auch:

170 Euro mehr Lohn für Telekom Mitarbeiter gefordert

 

 

TVöD: Tarifvertrag 2020, Entgelttabellen, Rechner | Oeffentlicher Dienst | Autor: Frank Wegener