Der Beamtenbund kritisiert die Personalpolitik im öffentlichen Dienst aufs Schärfste. Denn die Zahl der befristeten Arbeitsverträge hat sich im Jahr 2014 gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht. Dies ermittelte das Statistische Bundesamt in seiner Studie.

Bund und Länder vergeben mehr befristete Arbeitsverträge

So stieg im Jahr 2014 die Zahl der befristeten Arbeitsverträge im Bund auf 12,9 Prozent. Bei den Ländern stieg die Quote sogar auf 27,3 Prozent. Bei den Kommunen hingegen konnte ein Anstieg auf 7,9 Prozent verzeichnet werden.

Befristete Arbeitsverträge in der Privatwirtschaft rückläufig

Hingegen ist die Anzahl an befristeten Arbeitsverträgen in der Privatwirtschaft eher rückläufig. Der dbb Bundesvorsitzende Klaus Dauderstädt erklärte im Hinblick auf den öffentlichen Dienst dazu: „Der öffentliche Dienst verspielt mit der weiter steigenden Befristungsquote seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt.“

Gemäß dem dbb Bundesvorsitzenden hat die Privatwirtschaft erkannt, dass Fachkräfte nicht durch zeitlich befristete Arbeitsverträge zu gewinnen seien. Im öffentlichen Dienst wurde dies leider noch nicht erkannt. „Der Staat hinkt mal wieder hinterher“, teilte Dauderstädt mit.

Der öffentliche Dienst muss befristete gegen unbefristete Verträge austauschen

Befristete Arbeitsverträge müssen durch unbefristete Verträge im öffentlichen Dienst ausgetauscht werden, so der dbb Bundesvorsitzende. Durch befristete Arbeitsverträge könne der öffentlichen Dienst nicht 24 Stunden am Tag für die Bürger verfügbar sein, was er in vielen Bereichen, wie beispielsweise bei der Polizei oder bei der Feuerwehr, aber auch im Pflegedienst, sein müsste. Befristete Arbeitsverträge hemmen deutlich den öffentlichen Dienst. Dauderstädt fordert den Staat hinsichtlich dessen nun auf, die befristeten Arbeitsverträge durch unbefristete Verträge auszutauschen, um somit mehr Fachkräfte zu gewinnen.

Quelle: dbb.de