Die Tarifrunde der Deutschen Post AG wird am 6. Januar 2023 starten. ver.di hat die Entgelttabellen zum 31. Dezember 2022 gekündigt. Nun fordert die Gewerkschaft eine Lohnerhöhung von 15 Prozent für die rund 160.000 Tarifbeschäftigten. 


Die Forderungen in der Übersicht

  • Lohnerhöhung von 15 % für die rund 160.000 Tarifbeschäftigten bei der DP AG
  • 200 Euro mehr für Azubis und Studierende pro Monat
  • Laufzeit 12 Monate

Kurze Chronik der Tarifrunde der Deutschen Post AG

06.02.2023: Postboten streiken

Kurz vor der dritten Tarifrunde am Mittwoch, den 08.02.2023, setzen viele Postboten nochmal ein Zeichen. Heute und morgen werden viele Postämter bestreikt. Viele Briefe und Pakete bleiben liegen. Die Arbeitgeber kündigten an, am Mittwoch ein Angebot vorlegen zu wollen. Die Forderungen von ver.di von 15 Prozent mehr Lohn lehnen sie jedoch weiterhin als unrealistisch ab.

20.01.2023: Tausende Briefe bleiben liegen

Durch die angekündigten Streiks durch die Gewerkschaft ver.di und den schon streikenden Postangestellten bleiben in Deutschland Tausende Briefe liegen. Verbraucher müssen sich somit in den kommenden Wochen auf größere Verzögerungen beim Brief- und Pakettransport einstellen.

19.01.2023: Zweite Tarifverhandlungen finden statt

Am 18. und 19. Januar 2023 finden die zweiten Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Deutschen Post AG statt. Bisher konnte keine Annäherung erzielt werden. Warnstreiks werden wahrscheinlicher.

06.01.2023: Auftakt der Tarifrunde

Heute hat die Tarifrunde für die Beschäftigten der Deutschen Post AG begonnen. Es konnte keine Annäherung zwischen Arbeitgeber und Gewerkschaften erzielt werden. Die nächsten Tarifverhandlungen folgen am 18./19. Januar 2023.

15 Prozent mehr Lohn müssen sein

Zwölf Monate soll die Laufzeit des neuen Tarifvertrages dauern. Wenn es nach ver.di ginge, soll darin eine Entgelterhöhung von 15 Prozent für die rund 160.000 Beschäftigten der Deutschen Post AG verankert werden. Ebenso sollen die Ausbildungsvergütungen sowie die Entgelte der Studierenden in jedem Ausbildungsjahr um 200 Euro pro Monat angehoben werden. Dies wurde von der zuständigen ver.di-Tarifkommission in Berlin am 21. November 2022 beschlossen.

Briefkästen der Deutsche Post AG

Bild: patricksommer |  Tarifrunde bei der Deutschen Post AG 2023: ver.di fordert für die Beschäftigten 15 Prozent mehr Lohn.

Postzulage soll für Beamte fortgeschrieben werden

Für die rund 22.000 Beamten soll die sogenannte Postzulage fortgeschrieben werden. Die Postzulage gilt als eine Sonderzulage für Bundesbeamte.

Befragung der ver.di-Mitglieder war eindeutig

Vor der Verkündung der Tarifforderungen hatte die Dienstleistungsgewerkschaft im Zeitraum vom 17. Oktober bis 15. November 2022 ihre ver.di-Mitglieder, die bei der Deutschen Post AG tätig sind, zu den Forderungen befragt. Bundesweit haben sich 43.139 Mitglieder beteiligt, die größtenteils einen Inflationsausgleich und eine darüber hinausgehende Entgeltsteigerung erwarten. Erst vor Kurzem hatte die Deutsche Post AG erklärt, ihren Gewinn, den sie letztes Jahr eingefahren hat, erneut übertrumpfen zu können. 

Das sagt die Gewerkschaft ver.di zu den Forderungen

Die stellvertretende ver.di-Vorsitzende und Verhandlungsführerin Andrea Kocsis erklärt:

"Unsere Mitglieder erwarten den Inflationsausgleich und darüber hinaus eine Beteiligung am Unternehmenserfolg. Sie haben in den letzten Jahren unter höchsten Belastungen gearbeitet und brauchen diese deutliche Lohnsteigerung auch, um ihren Lebensunterhalt sichern zu können"


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