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Ein neues Steuervorhaben der Mitte-Links-Partei PD soll Google, Amazon und Yahoo stärker zur Kasse bitten. Hintergrund des Vorhabens sind die enormen Schulden, die auf Italien lasten. Nun will Italien die Schuldenlast durch vermehrte Abgaben der Internetriesen Google, Amazon und Yahoo senken. Insgesamt soll der Haushalt dadurch um mindestens eine Milliarde Euro pro Jahr entlastet werden.

„Tassa Google“ nennt sich die neue Steuer, die in Italien eingeführt werden soll. Die italienische Zeitung „La Repubblica“ hat Pläne veröffentlicht, die vorsehen, dass Unternehmen in Italien nur noch über im Land steuerlich angemeldete Agentur werben und ihre Waren und Dienstleistungen verkaufen dürfen. Für das Land sei es nicht mehr akzeptabel, dass Firmen, die vornehmlich online tätig sind, ihr erwirtschaftetes Einkommen zu wesentlich niedrigeren Konditionen im Ausland versteuern lassen können, wie der Vorsitzende des Haushaltsausschusses, Francesco Boccia, mitteilte.

Im vergangenen September hatte die EU angekündigt, Konzerne wie Google, Apple und Starbucks hinsichtlich der Steuern genauer unter die Lupe zu nehmen. Denn erst letztens wurde bekannt, dass Google anscheinend enorme Geldsummen auf den Bermudas parkt, welches als Steuerparadies gilt. Dank ausgefeilter Tricks in der Buchhaltung können hiesige Unternehmen wie etwa Google, Apple und Starbucks ihre Gewinne bzw, ihr erwirtschaftetes Einkommen mit sehr niedrigen Steuern belegen. Dies führte schon seit gerauer Zeit mehrmals in Europa für Auseinandersetzungen. Nun will die EU die Machenschaften der besagten Unternehmen genauer betrachten und Konsequenzen ziehen.

Italien hatte in der Vergangenheit schon mehrmals ein solches Vorgehen gegen multinationale Unternehmen angekündigt, jedoch keines auch tatsächlich gesetzlich umgesetzt. Zudem sehen kritische Stimmen in der „Tassa Google“ ein Vorhaben, dass wenig durchdacht sei.

Quelle: lastampa.it

Siehe auch:

Google Tax

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TVöD: Tarifvertrag 2018/ 2019, Entgelttabellen, Rechner | Oeffentlicher Dienst | Autor: Frank Wegener