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Versicherungen gibt es wie Sand am Meer. Fast für alles findet man einen Versicherungsschutz, der mehr oder weniger auch tatsächlich sinnvoll ist. Doch welche Versicherung ist nun wirklich sinnvoll und auf welche kann man getrost verzichten? Diese Übersicht soll helfen, Licht in´s Dunkel zu bringen. Grundsätzlich ist es so, dass jede Person einen individuellen Schutz benötigt. Jeder hat einen anderen gesundheitlichen, wirtschaftlichen und finanziellen Hintergrund, was bei der Wahl der passenden Versicherung unbedingt mit berücksichtigt werden sollte.

Private Haftpflichtversicherung

Eine private Haftpflichtversicherung ist unabdingbar. Jeden Tag gehen wir Risiken ein, Jemand anderes zu verletzen oder etwas zu beschädigen, was uns nicht gehört. Ein Beispiel hier ist die Fußgängerzone. Stolpert man versehentlich und fällt auf eine Person, die dann stürzt und sich etwas bricht, kann dies teuer werden. Eine Haftpflichtversicherung gibt es als Jahrestarif, der sich an die Berufsgruppe oder den Status orientieren kann. Der öffentliche Dienst im Familienstatus zahlt somit im Schnitt ein paar Euros weniger. Wie viel weniger hängt zum größten Teil von der Wahl der Versicherung ab. Im Durchschnitt sind es zwischen 5 bis 20 Euro jährlich weniger für diese Gruppe. Deutlich weniger zahlen Singles, da sie nicht den Familientarif in Anspruch nehmen. Am günstigsten wird es für Senioren, wobei hier andere Bedingungen gelten können. Die Ersparnis zum Normaltarif liegt im Durchschnitt zwischen 30 bis 50 Euro pro Jahr. Für Familien im Normaltarif kostet eine private Haftpflichtversicherung zwischen 70 bis knappe 130 Euro pro Jahr.

Erwerbsunfähigkeits-, Berufsunfähigkeits- und Schwere-Krankheit-Versicherung

Eine der drei Versicherungen sollte jeder, der im Berufsleben steht, abschließen. Am sinnvollsten hier ist der Abschluss direkt nach der Ausbildung oder dem Studium, dann, wenn der erste Job in Angriff genommen wird. Denn dann gilt man für Versicherungen, sofern man gesund ist und keine chronischen Erkrankungen oder Behinderungen hat, als topfit, und erhält in der Regel einen recht günstigen Tarif. Wenn man später eine der genannten Versicherungen abschließt, kann es sein, dass man einen teureren Tarif bekommt, weil vielleicht schon mal eine Physiotherapie in Anspruch genommen wurde oder im schlimmsten Fall Rückenschäden aufgetreten sind. Rückenschäden sind die häufigsten Ausschlusskriterien für eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung sollte von denjenigen Personen abgeschlossen werden, die auch wirklich in ihrem Beruf tätig sind, den sie erlernt haben. Denn die meisten Personen werden laut neuesten Studien nicht berufsunfähig, sondern erwerbsunfähig, sei es durch einen Herzinfarkt, chronische Rückenleiden, einen Schlaganfall, Burnout oder anderen Erkrankungen und können somit nicht mehr in das Arbeitsleben zurückkehren. Demzufolge würde hier eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung zum Tragen kommen. Für Personen, die bereits am Rücken erkrankt sind, eine Psycho- oder Physiotherapie hinter sich haben oder sonstig chronisch krank sind, brauchen nicht auf eine Absicherung verzichten. Hier gibt es die Schwere-Krankheit-Versicherung, die dann zahlt, wenn eine schwere Krankheit eintritt und in folgedessen einer Tätigkeit nicht nachgegangen werden kann. Zu den schweren Erkrankungen zählen unter anderem Schlaganfall, Herzinfarkt, AIDS und Krebserkrankungen.

Auslandskrankenversicherung

Eine Auslandsreisekrankenversicherung ist für alle Personen unablässlich, die sich durch den Urlaub oder der Arbeit, dem Praktikum, der Schule und Sonstigem im Ausland befinden. Generell gilt fast immer: Im Ausland gelten Sie als Privatpatient. Der Grund dafür ist schlichtweg, dass sich dadurch mehr verdienen lässt. Somit kann es sehr teuer werden, sofern keine derartige Absicherung vorliegt. Schon allein Blutuntersuchungen mittels Labortechnik kann einige Hundert Euro kosten. Ein Krankenhausaufenthalt geht schnell in die Tausende und ganz teuer wird ein Rücktransport vom Ferienort nach Deutschland. Wenn man bedenkt, dass allein eine Minute in einem Hubschrauber im Durchschnitt 60 Euro kosten kann, so kann man sich ausrechnen, was eine Rückholaktion kostet, wenn man in Hurghada in Ägypten mit etwa 4 bis 5 Flugstunden entfernt oder in Alanya in der Türkei mit ebenfalls rund 4 Flugstunden entfernt, zurückgeholt wird. Somit ist es für alle Personen, die einen Auslandsaufenthalt planen unerlässlich, vorab eine Auslandskrankenversicherung abzuschließen. Wichtig dabei ist, dass darauf geachten werden muss, dass der Rücktransport dabei ist. Eine Auslandskrankenversicherung kann sich entweder nach dem Reisepreis staffeln oder ist davon unabhängig. Zudem gibt es Singletarife, Familien- oder auch Paarversicherungen, die entweder nur eine Reise absichern oder das komplette Jahr. Die Preise variieren somit sehr stark, angefangen von einem knappen Euro pro Tag der Reise bis hin zu knappen 200 Euro für das ganze Jahr.

Risikolebensversicherung

Die Risikolebensversicherung ist dann nicht wegzudenken, wenn man Alleinverdiener ist und eine Familie ernähren muss. Sollte dem Alleinverdiener etwas mit tödlichem Ausgang zustoßen, so steht die Familie zumindest nicht vor dem finanziellen Ruin. Sie erhält von der Versicherung eine mit dem Versicherungsnehmer vorab festgesetzte Auszahlungsumme. Eine Risikolebensversicherung kann man als einen Einzeltarif oder auch in Zusammenhang mit einer Kreditform, dem Beamtendarlehen, abschließen. Sollte man einen Kredit benötigen, so fängt man zwei Fliegen mit einer Klappe: Man erhält einen Kredit und ist ebenso für die Kreditlaufzeit mit einer Risikolebensversicherung abgesichert.
Die Preise variieren auch bei einem Abschluss einer Risikolebensversicherung sehr stark. Eine rund 30 Jahre alte Frau mit einer Todesfallsumme von 100.000 Euro und einer Laufzeit von 20 Jahren würde von knappen 5 bis höchstens knappen 19 Euro monatlich für eine Risikolebensversicherung zahlen müssen. Dies hängt stark vom Tarif und der Versicherung ab. Hier gilt wie bei allen Versicherungen: Vergleichen lohnt sich.

Welche Versicherungen sinnvoll sind, aber man diese nicht unbedingt benötigt Unfallversicherung, Senioren-Unfallversicherung
Vor allem dann nützlich und sinnvoll, wenn man Kinder hat oder als Senior unterwegs ist, der keine Angehörigen mehr hat.

Private Rentenversicherung bzw. Private Rentenvorsorge

Vorsorge für das Alter ist immer sinnvoll. Jedoch sollte man hier sehr sorgfältig prüfen, für welche Art man sich entscheidet. Zur Wahl stehen die klassische Rürup-Rente, die Riester-Rente, eine fondsgebundene Rente, Anleihen und andere Vorsorgearten. Vorsicht sollte man bei sogenannten Schiffsanleihen walten lassen. Denn viele bringen laut etlichen Berichten und Studien absolut gar nichts.

Übersicht und Zusammenfassung

Zahnzusatzversicherung

Für alle diejenigen, die Inlays, Onlays, Overlays, Veneers, Wurzelbehandlungen und Prothesen aller Art nicht komplett selbst zahlen möchten.

Siehe auch: Zahnzusatzversicherungen richtig vergleichen

Pflegezusatzversicherung

Für alle diejenigen Personen, die mit der gesetzlichen Pflegeleistung nicht zufrieden sind und diese aufstocken möchten.

Reiserücktrittsversicherung

Plant man eine teure Reise und muss vorab wegen eigener Krankheit oder Krankheit eines Angehörigen, Elementarschaden am Haus, Tod, Schwangerschaft, einer Arbeitsaufnahme oder einer unverschuldeten Arbeitslosigkeit die Reise stornieren, können gerade bei Linienflügen hohe Kosten auftreten. Linienflüge unterliegen besonderen Stornobedingungen, so dass dies sehr teuer werden kann. Hier ist es ratsam eine Reiserücktrittsversicherung abzuschließen, vor allem dann, wenn man mit mehreren Personen verreist.

Hausratsversicherung

Für alle diejenigen Personen, die besonders teure Wertsachen absichern lassen möchten.
Welche Versicherung man nicht benötigt und die zum Teil unsinnig sind Handyversicherung, Brillenversicherung viel zu hohe Beiträge im Vergleich zur Schadenshöhe des Gegenstandes.

Reisegepäckversicherung

Eigentlich unsinnig. Denn die Airline haftet bei Verlust oder Beschädigung des Gepäckstückes.
Krankenhaustagegeld-Versicherung
Nicht sinnvoll, denn der Arbeitgeber zahlt zuerst das Gehalt für einen bestimmten Zeitraum weiter und anschließend die Krankenkasse. Fazit: Die Versicherung braucht kein Mensch.

Tierkrankenversicherung

Viel zu teuer bei geringer Leistung der Versicherung. Diese zahlt nur in bestimmten Fällen einen Betrag. Besser ist hier monatliches privates Sparen.

Sterbegeldversicherung

Oftmals hohe Beiträge, die sich durch eine klassische Risikolebensversicherung mindern lassen. Eine Alternative ist auch eine private Spareinlage.

Insassenunfallversicherung

Unsinnig, da Insassen durch die Kfz-Haftpflichtversicherung abgesichert sind.

TVöD: Tarifvertrag 2018/ 2019, Entgelttabellen, Rechner | Oeffentlicher Dienst | Autor: Frank Wegener