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Bei der am 22.09.2013 stattgefundenen Bundestagswahl hob sich die Stimmverteilung zu Gunsten der Union ganz klar von allen anderen Parteien ab. Die Union, bestehend aus CDU und CSU, erhielt 41,5 Prozent der Wählerstimmen, gefolgt von der SPD mit 25,7 Prozent, den Linken mit 8,6 Prozent und den Grünen mit 8,4 Prozent.

Die FDP konnte erstmals in ihrer Geschichte nicht in den Bundestag einziehen. Für sie reichten die Stimmen nicht, um die 5 Prozent Marke zu erreichen. Sie erhielt nur 4,8 Prozent - das wohl schlechteste Ergebnis in der Geschichte der FDP. Überraschend erhielt dagegen die Newcomer-Partei AfD, die sich erst im Frühjahr 2013 konstituiert hatte, 4,7 Prozent der Wählerstimmen. Schon während der Auszählung der Stimmen wurden kritische Stimmen laut, dass es sich hierbei um eine Partei handeln würde, die nationalsozialistische Absichten pflegen würde. Die AfD weist dies jedoch aufs Schärfste zurück.

Ergebnisse in allen Wahlkreisen mit Grafik und Statistik

Diagramm: Prozentuale Stimmenverteilung

Quelle: Stat. Bundesamt

Die Piraten legten nur 0,2 Prozent zu, erhofften sich jedoch deutlich mehr. Ebenso erging es den Grünen, die zwar in den Bundestag einzogen, aber sich ein Ergebnis über der 10-Prozent –Marke erhofften. Bei der SPD hielt man sich ebenso mit Freudentänzen zurück, denn auch hier blieb das erhoffte Ziel einer Mehrheit oder zumindest die 30-Prozent-Marke zu knacken, aus. Immerhin gab es einen Wehrmutstropfen. Das Disaster wie bei den letzten Bundestagswahlen, als die SPD erheblich an Stimmen verlor, blieb dieses Mal aus.

Bei der FDP hingegen, die nun aus dem Bundestag ausschied, konnte man die Fassungslosigkeit in den Gesichtern der Parteimitglieder ablesen. Der Parteivorstand legte als Konsequenz einvernehmlich den Posten nieder. Somit muss sich die FDP neu finden und vielleicht auch neue politische Wege gehen, um wieder in den Bundestag einziehen zu können. Einen klaren Wahlsieg gab es für Angela Merkel mit ihrer Union, die mit 41,5 Prozent der Stimmen knapp unter der absoluten Mehrheit blieb um somit allein regieren zu können. Sie braucht nun einen Partner, der die FDP in diesem Fall platztechnisch ersetzen wird.

Die Union liebäugelt mit der SPD, die sich jedoch bisher sträubt eine Koalition einzugehen. Zu unterschiedlich seien beide Parteien auf politischer Ebene. Einige wichtige Streitpunkte hier wären beispielsweise die Steuerreform und die Energiewende. Möglich wäre auch eine Koalition bestehend aus Schwarz-grün, wobei hier jedoch die Union sehr gern Abstand nehmen möchte, da die Grünen so gar nicht in das christ-demokratische Bild der Union passen. Die Grünen hingehen sehen eine Koalitionsbildung eher neutral und sind zu Gesprächen bereit. Nun bleibt noch die Frage nach einer Koalition mit den Linken, wobei hier keine der anderen Parteien auch nur angehend mit dem Gedanken spielt, eine Koalition mit den Linken eingehen zu wollen. Denn immerhin wäre auch eine Koalition bestehend aus SPD, Linken und Grünen denkbar. Jedoch ist dies in den Augen der SPD und in denen der Grünen eher ein Schreckgespenst. Es bleibt nun abzuwarten, wie sich die Sachlage entwickelt, wen Angela Merkel mit in das Boot ziehen kann. Laut Umfragen zufolge, wünschen sich jedoch immerhin mehr als die Hälfte der Wähler eine Schwarz-rote Koalition.

 

Diagramm: Sitzverteilung

Quelle: Stat. Bundesamt

Diagramm: Gewinne und Verluste

Quelle: Stat. Bundesamt

TVöD: Tarifvertrag 2018/ 2019, Entgelttabellen, Rechner | Oeffentlicher Dienst | Autor: Frank Wegener