Vom 26. bis 29. September 2011 sind Proteste unter der Leitung der Gewerkschaft ver.di in Nordrhein-Westfalen (NRW) sowie in Baden-Württemberg geplant. Die Proteste beziehen sich auf die Arbeitsbedingungen und die Vergütung für Beschäftigte in Einrichtungen der Diakonie.  

In Niedersachsen sowie in Hamburg sollen ebenso Streikaktionen durchgeführt werden. Diese seien aber auf einige ausgewählte Einrichtungen beschränkt. Viele Beschäftigte in diakonischen Einrichtungen klagen über schlechte Arbeitsbedingungen und einer stetigen Bevormundung. Die Gewerkschaft fordert nun reguläre Tarifverträge mit besseren Arbeits- und Entgeltbedingungen, wie Ellen Paschke auf dem Bundeskongress der Gewerkschaft in Leipzig am Mittwoch mitteilte: „Reguläre Tarifverhandlungen mit der Diakonie sind überfällig“.

Zudem sollen dabei elementare Arbeitnehmerrechte in tarifliche Arbeitnehmerrechte umgewandelt werden, so dass der dadurch entstandene Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Unternehmen mit einem Tarifrecht ausgeschaltet werden würde. Die begleitenden Maßnahmen der Gewerkschaft stehen unter dem Motto "Tarifverträge fallen nicht vom Himmel" und sollen die Durchsetzung von besseren Bedingungen und eines gültigen Tarifvertrages unterstützen. Der Antrag der Gewerkschaft mit der Bezeichnung "Demokratie für Beschäftigte in kirchlichen Einrichtungen stärken" wurde vom Kongress einstimmig angenommen.

Darin enthalten ist unter anderem die Abschaffung der kirchlichen Arbeitsrechte. Dafür sollen Arbeitnehmerrechte, Streikrechte und eine Tarifautonomie im vollen Umfang für die Beschäftigte der Diakonie und der Caritas gewährt werden. Die Gewerkschaft fordert nun die Kirchen auf, sich mit ihr tariflich zu einigen.

TVöD: Tarifvertrag 2018/ 2019, Entgelttabellen, Rechner | Oeffentlicher Dienst | Autor: Frank Wegener