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Fast eine Million Menschen werden 2015 nach Deutschland kommen: als Asylsuchende oder Flüchtlinge. Und die Hälfte dieser Menschen sind Kinder. Doch diese Kinder müssen lernen und die Schule besuchen. Dass dieses Recht auch für den Nachwuchs von Asylsuchenden und Flüchtlingen gelten soll, dafür macht sich die GEW Vorsitzende Marlis Tepe stark.

In den Medien äußerte sie sich, dass auch diese Kinder ein Recht auf Bildung hätten. Doch viele Schulen stoßen durch die vielen neuen Schüler an ihre personellen Grenzen. Dazu kommt die Sprachbarriere. Lehrkräfte für Deutsch als Zweitsprache, die hier helfen könnten, sind jedoch Mangelware. Weiterhin haben viele Kinder und Jugendliche die schwierige Situation in ihrem Land noch nicht verarbeitet. Krieg, Entbehrungen und Unterdrückung haben die Mehrzahl der Kinder so beeinflusst, dass sie eigentlich die besondere Aufmerksamkeit der Lehrer und Erzieher bräuchten.

Und dafür fehlt es auch an Personal. Das Recht auf Schule, so die GEW Vorsitzende, sei ein Grundrecht. Um dieses aufrechtzuerhalten, müssen Geldmittel gefunden werden, ob nun auf Landes- oder Kommunalebene oder eben beim Bund, so die Politikerin. Ganz anders äußerte sich Thüringens SPD-Chef Bausewein. Er forderte eine Aussetzung der Schulpflicht für Kinder von Flüchtlingen und Asylsuchenden.

Positive Signale gibt es aber bereits vom Bund. Dieser sagte zu, Gelder für die Unterstützung der Flüchtlinge zu verdoppeln. Mehr Geld sei aber auch für weitere Lehrkräfte nötig, räumte die Politikerin ein. Geld, das vor allem den Schwächsten und ihrer Zukunft zugutekommt.

Quelle: gew.de

 

TVöD: Tarifvertrag 2018/ 2019, Entgelttabellen, Rechner | Oeffentlicher Dienst | Autor: Frank Wegener