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Die Uhrumstellung erfolgt seit 1996 in allen europäischen Wirtschaftsländern einheitlich und unbefristet. Die Sommerzeit beginnt im März und endet im Oktober. Ab Oktober bis März ist dann die Winterzeit.

Seit dem 25.03.2018 ist Sommerzeit. Am 28.10.2018 beginnt die Winterzeit. Die Abgeordneten des EU-Parlamentes fordern die EU-Kommission auf, die Abschaffung der Uhrumstellung zu prüfen. Im Rahmen einer EU-Bürgerabstimmung sprachen sich mehr als die Hälfte für eine Abschaffung aus. Dies bedeutet, dass die Uhrumstellung künftig abgeschafft werden könnte.  

Zukünftige Zeitumstellung 2018 von Sommerzeit auf Winterzeit

Die Uhren werden in der Nacht von Samstag auf Sonntag, den 28.10.2018, früh von 3 Uhr auf 2 Uhr zurückgestellt!

Zukünftige Zeitumstellung 2018

Zukünftige Zeitumstellung 2017

Zukünftige Zeitumstellung 2018
Winterzeit Sommerzeit: 25.03.2018
Zukünftige Zeitumstellung 2018
Sommerzeit Winterzeit: 28.10.2018

Sommerzeit und Winterzeit

In der Sommerzeit werden die Uhren jeweils eine Stunde vorgestellt. In der Regel findet die Sommerzeit nur in Ländern der gemäßigten Zonen Anwendung. Während der Winterzeit werden die Uhren eine Stunde zurückgestellt.

Uhrumstellung in Europa

In der Richtlinie 2000/84/EG zur Regelung der Sommerzeit sind die Uhrumstellungen in Europa (WESZ, MESZ und OESZ) geregelt. Ebenso richten sich die Schweiz und andere Länder im Europäischen Wirtschaftsraum, ausgenommen Island, nach der Sommerzeit. Frankreich führte im Jahr 1973 die Sommerzeit wieder ein, was jedoch zur damaligen Zeit als fragwürdig bezeichnet wurde, denn gemäß deutschen Schätzungen aus dem Jahr 1974 zufolge, kann gerade einmal 2 Promille an Energie durch die Zeitumstellung gespart werden.

Für die Landwirtschaft ist dies ein höchst fragwürdiger Faktor gewesen, denn mit der Sommerzeit konnte man also kaum Energie sparen. Demzufolge wurde die Uhr nicht wegen des Energiesparens bis zum Jahr 1981 in allen mitteleuropäischen Ländern eingeführt, sondern schlichtweg wegen der Schaffung eines einheitlichen Binnenmarktes. Die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) vereinheitlichte die Uhrumstellung. Die erste einheitliche Zeitumstellung trat danach mit der Richtlinie 1980/737/EWG für die Jahre 1980 und 1981 in Kraft.

Die Sommerzeit begann am letzten Sonntag im März und zog sich bis zum letzten Sonntag im September. Die Zeitumstellung erfolgte jeweils um 1:00 UTC (2:00 MEZ / 3:00 MESZ). Damit galt die erste gemeinsame Sommerzeit vom 6. April 1980, 2:00 MEZ bis zum 28. September 1980, 3:00 MESZ, ausgenommen für die Schweiz. Die Schweiz setzte die Sommerzeit erst ein Jahr später um. Mit der Richtlinie 2000/84/EG wurde die Uhrumstellung unbefristet für gültig erklärt. Diese wurde im Jahr 1996 eingeführt.

Tabelle der Uhrumstellung bis 2025

Sommerzeit Beginn Sommerzeit Ende
27.03.2016 30.10.2016
26.03.2017 29.10.2017
25.03.2018 28.10.2018
31.03.2019 27.10.2019
29.03.2020 25.10.2020
28.03.2021 31.10.2021
27.03.2022 30.10.2022
26.03.2023 29.10.2023
31.03.2024 27.10.2024
30.03.2025 26.10.2025

Geschichte

Erstmals wurde eine Art Zeitverschiebung von Benjamin Franklin im Jahre 1784 im Journal de Paris vorgeschlagen, indem er erklärte, dass das längere abendliche und nächtliche Leben Energie durch künstliches Licht verschwende. Um dies zu kompensieren, könne man früher Aufstehen und Zubettgehen. Im Jahr 1895 schlug der Insektenforscher George Vernon Hudson erstmals eine saisonale Zeitverschiebung in einem Vortrag vor der Royal Society of New Zealand vor. Allerdings wurde sein Vorschlag nicht weiter beachtet, so dass dieser nicht umgesetzt wurde.

Am 30. April 1916 wurde dann schließlich die Uhrumstellung im Deutschen Reich und in Österreich-Ungarn doch eingeführt. Dadurch sollte die künstliche Beleuchtung im Sommer reduziert und daraus resultierend Energie gespart werden, welche während des Ersten Weltkrieges sehr intensiv genutzt wurde. Andere europäische Länder folgten der Uhrumstellung. Darunter auch die Kriegsgegner Großbritannien und Frankreich. Im Jahr 1919 schaffte Deutschland jedoch die Zeitumstellung wieder ab. Frankreich behielt sie weiter, musste sie dann aber durch Proteste von Bauern im Jahr 1922 abschaffen, führte sie dann aber wieder im Jahr 1923 ein. Großbritannien behielt als einziges europäisches Land die Uhrumstellung ohne zeitweise Unterbrechungen.

Während des Zweiten Weltkrieges im Jahr 1940 führte Deutschland die Sommerzeit erneut ein. Es erhoffte sich weitere Einsparungen in der Energie.

Nachdem der Krieg beendet worden war, einigten sich die Alliierten auf eine Einführung einer Sommerzeit in Deutschland. Im Jahr 1949 wurde die Uhrumstellung bereits wieder abgeschafft. Auch in anderen europäischen Ländern wurde die Zeitumstellung nach und nach verabschiedet.

Im Jahr 1976 führte Frankreich als ersten europäisches Land die Sommerzeit wieder wegen der hohen Energieausgaben ein. Weitere europäische Staaten folgten. Die BRD zögerte, schloss sich dann aber an, nachdem die DDR 1979 die Einführung der Sommerzeit verkündet hatte. Es wurde eine gemeinsame Verordnung zwischen DDR und BRD erlassen, dass die Sommerzeit ab 1980 Gültgkeit in beiden Ländern hat. Nach und nach wurde in allen europäischen Ländern die Uhrumstellung eingeführt. Als letztes Land in Europa führte die Schweiz 1981 die Sommerzeit ein.

In der Europäischen Union wurde die Regelung der Zeitumstellung im Jahr 1996 einheitlich geregelt. Seitdem gilt sie in allen EU-Mitgliedstaaten jeweils vom letzten Sonntag im März um 02:00 Uhr MEZ (03:00 Uhr MESZ) bis zum letzten Sonntag im Oktober um 03:00 MESZ (02:00 Uhr MEZ).

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TVöD: Tarifvertrag 2018/ 2019, Entgelttabellen, Rechner | Oeffentlicher Dienst | Autor: Frank Wegener