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Das Teilzeit- und Befristungsgesetz regelt für Arbeitnehmer, wie sie ihre Arbeitszeit reduzieren oder auch erhöhen können. Ihre Ansprüche an die Arbeitszeitveränderung sind nicht an Gründe gebunden. Jedoch gelten Teilzeitansprüche, wenn man Angehörige pflegt oder in Elternzeit geht.

Teilzeitanspruch: Wer kann Teilzeit durchsetzen?

Nicht jeder Beschäftigte hat Anspruch auf Teilzeitbeschäftigung. Wer länger als ein halbes Jahr bei einem Arbeitgeber unter Vertrag ist, der mehr als 15 Arbeitnehmer beschäftigt, kann seine Arbeitszeit verringern. § 8 Abs. 1 und 7 des Teilzeit- und Befristungsgesetzes regeln diesen Wechsel von Vollzeit zu Teilzeit. Wer bereits in Teilzeit arbeitet, hat auch den Anspruch auf noch kürzere Arbeitszeit.

Fristen und Regularitäten zur Beantragung der Teilzeit

Möchte man in Teilzeit arbeiten, muss der Antrag rechtzeitig beim Arbeitgeber gestellt werden. Das sind in der Regel drei Monate vor dem Zeitpunkt, zu dem man Teilzeit arbeiten möchte. In dem Antrag wird angegeben, wie viele Stunden man in der Woche arbeiten möchte, z.B. 25 Stunden statt 40, sowie das genaue Datum des Beginns der Teilzeittätigkeit. Dabei muss der Antragsteller keine besondere Form beachten, jedoch auf jeden Fall schriftlich den Antrag stellen und sich dessen Erhalt bestätigen lassen.

Pflichten des Arbeitgebers

Nach Eingang des Antrags hat der Arbeitgeber die Pflicht, mit dem Arbeitnehmer die beantragte Arbeitszeitverringerung zu besprechen. Ziel ist es, eine gegenseitige Vereinbarung nach § 8 Abs. 3 des Teilzeit- und Befristungsgesetzes zu schließen, mit der beide Parteien zufrieden sind.

Siehe auch:

Gesetz über Teilzeitarbeit und befristete Arbeitsverträge

TVöD: Tarifvertrag 2018/ 2019, Entgelttabellen, Rechner | Oeffentlicher Dienst | Autor: Frank Wegener