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Wer sich rechtskräftig von seinem Partner trennen möchte, muss in der Regel eine Menge Geld bezahlen. Für viele bedeutet eine Scheidung gar das finanzielle Aus. Denn nicht nur Unterhaltszahlung und Versorgungsausgleich sind zu leisten, auch der Gerichtsprozess muss bezahlt werden. Und zwar abhängig davon, wie hoch der Streitwert zwischen den Eheleuten ist und wie lange der Prozess dauert.

Scheidung im Netz – Online-Scheidung als Dienstleistung

Seit der Novellierung des Scheidungsrechts im Jahr 2009 gibt es für alle, die das herkömmliche Prozedere einer Trennung vor Gericht scheuen, die zeit- und ortsunabhängige Online-Trennung sogenannte "Scheidung per Internet". Am Computer werden von zuhause aus alle Formulare ausgefüllt und an die Kanzleien verschickt. Und Geld soll man dabei auch noch sparen.

Für wen ist die Online-Scheidung geeignet?

Diese Form der Trennung eignet sich nur für einen speziellen Kreis. Eheleuten, die bereits alles geregelt haben und zwar einvernehmlich, kann man dieses Verfahren empfehlen. Sind jedoch strittige Punkte noch nicht geklärt, dann sollten Anwalt und Mandat wenigstens einmal vor Gericht miteinander sprechen.

Online-Scheidung als Marketing-Gag?

Nichts geht über einen Termin vis-à-vis, wenn Anwalt und Mandant etwas zu besprechen haben. Gibt es noch einen Unterhaltsanspruch oder muss man den Versorgungsausgleich zahlen? Solche Fragen klärt man am besten persönlich. Ist alles geregelt, dann kann das Online-Verfahren in Frage kommen. Ob es jedoch günstiger ist, wird angezweifelt.

Fazit: Da das Internet auch bei der herkömmlichen Scheidung oft genutzt wird, gibt es kaum eine Kostenersparnis bei der Online-Scheidung. Um den Gerichtstermin vor Ort, kommt sowieso keiner drum herum.

Auf den folgenden Seiten www.scheidung.org/scheidung-online finden Sie Hinweise und Tipps zum Thema Online Scheidung.

 

TVöD: Tarifvertrag 2018/ 2019, Entgelttabellen, Rechner | Oeffentlicher Dienst | Autor: Frank Wegener