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Die Tarifrunde 2019 TV-L naht. Schon im November und Dezember 2018 könnten die ersten Forderungen seitens der Gewerkschaften aufgestellt werden. Was genau gefordert werden könnte, kann nur spekulativ gesagt werden. Fakt ist jedoch, eine abschlussreife Entgeltordnung für Lehrkräfte - wie aus der letzten Tarifrunde für den TV-L gefordert - besteht noch immer nicht.

Im Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) sind derzeit rund 650.000 Beschäftigte (mit den Landesbeamten zusammen 1.200.000) eingruppiert. Der TV-L umfasst alle Bundesländer außer Hessen. Hessen besitzt einen eigenen Tarifvertrag, den TV-H.

Aus der letzten Tarifrunde TV-L folgte Entgelterhöhung zum 01.01.2018

Bereits zum 01.01.2018 wurde das Entgelt um 2,35 % angehoben. Diese Erhöhung resultiert jedoch noch aus der vergangenen Tarifrunde. Gleichzeitig wurde eine Stufe 6 bei den Entgeltgruppen 9 bis 15 eingeführt, wobei hierbei der Entgeltzuwachs ab 01.01.2018 bei 1,5 % und ab 01.10.2018 bei 3,0 % liegt. Für Auszubildende erhöhte sich die Auszubildendenvergütung zum 01.01.2018 um 35 Euro.

Was bringt die Tarifrunde TV-L 2019?

Wenn man sich die früheren Tarifrunden anschaut, so lagen die Erhöhungswerte stets zwischen knappen 2 bis knappen 3 %. Realistisch denkbar wäre auch dieses Mal eine Entgelterhöhung um 3 % bis 3,5 %. Grund: Die Inflationsrate in Deutschland steigt. Laut Statistischem Bundesland ist die Inflationsrate gegenüber dem Vorjahresmonat im Januar um 1,7 %, im Februar um 1,4 %, im März und April jeweils um 1,6 %, im Mai um 2,2 %, Juni um 2,1 % und im Juli um 2,0 % gegenüber 2017 gestiegen. Eine Erhöhung um knappe 2 % macht demzufolge keinen Sinn, da die Inflationsrate die Erhöhungswerte gleich wieder wett macht. Also, was wäre sinnvoll? Sinnvoll wäre natürlich eine Erhöhung jenseits der Inflationswerte. Dies bedeutet, dass sich mindestens auf eine Tariferhöhung in Höhe von 3,5 bis 4,00 % pro Jahr geeinigt werden muss, sodass bei der arbeitenden Bevölkerung im TV-L auch etwas in der Geldbörse ankommt. Denn vergessen werden darf auch nicht, dass auf die Tariferhöhung auch Steuerabzüge und Sozialabgaben geleistet werden muss. Wenn also eine Tariferhöhung Im TV-L 2019 im Durchschnitt nur 2,35 % bringen würde, dann würde die Inflation von angenommenen 2,0 % schon einmal den größten Teil verschlingen. Zurück würden nur 0,35 % Erhöhung bleiben, was einfach - wenn man es so ausdrücken darf - beschämend oder lachhaft wäre.

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Mindestens 4 % müssen in der Tarifrunde TV-L 2019 durchgesetzt werden

Angesichts dessen muss eigentlich eine Tariferhöhung von mindestens 4,00 % pro Jahr durchgesetzt werden, damit auch ein spürbares Entgeltplus in der Tasche verzeichnet werden kann. Alles, was niedriger liegen würde, würde eigentlich kaum Sinn machen. Allerdings scheint dies utopisch, wenn man sich die letzten Tarifrunden im TV-L anschaut.


Weiterführende Information

Tarifrunden Übersicht und Chronik im TV-L und TVöD

TVöD: Tarifvertrag 2018/ 2019, Entgelttabellen, Rechner | Oeffentlicher Dienst | Autor: Frank Wegener