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Neue Streiks an den Kitas sind in Sicht. Im Tarifstreit um mehr Geld und eine Aufwertung des Berufsstandes der Erzieher und Sozialarbeiter gibt es keine Einigung. Der Schlichterspruch vom Juni beinhaltet zwar eine Erhöhung der Bezüge um bis zu 4,5 Prozent für Erzieher und Sozialarbeiter, jedoch bleibt er damit weit hinter den Forderungen der Gewerkschaften zurück. Auch die geforderte Aufwertung des Sozial- und Erziehungsdienstes bleibt aus. Ver.di-Chef Frank Bsirske sieht in dem Nein der Gewerkschaftsmitglieder ein klares Votum für eine Fortsetzung des Streiks.

Kommende Woche fällt die Entscheidung

Nein zum Schlichterspruch sagen fast 70 Prozent der Gewerkschaftsmitglieder von ver.di. Auch die Mitglieder der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und des Deutschen Beamtenbundes (dbb) stimmten gegen die Entscheidung der Schlichter. Deswegen sind neue Streiks sehr wahrscheinlich. Wie es weitergeht, wird Anfang der Woche in den Tarifkommissionen besprochen. Das nächste Tarifgespräch zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern ist am Donnertag.

Mehr geht nicht von Seiten der Arbeitgeber

Der Präsident der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA), Thomas Böhle, zeigt jedoch kein Verständnis für die Ablehnung des Vorschlags der Schlichter durch die Gewerkschaften. Er betont, dass es keine Nachbesserungen oder auch Veränderungen im Tarifstreit geben könne. Streiks, als Mittel, weitere Forderungen durchzusetzen, lehnt er ebenfalls ab. Denn die betroffenen Eltern und Kinder hätten bereits genug vom Arbeitskampf der Erzieher. Unterstützung erhält er vom Deutschen Städte- und Gemeindebund. Dieser sieht im Schlichterspruch eine gute Lösung, der aber bereits viele Kommunen an die Schmerzgrenze der Belastungen treibt.

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