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In Stuttgart haben sich die Arbeitgeber des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und die Gewerkschaft ver.di auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt. Für die rund 50.000 Beschäftigten des DRK, für welche die Neuerungen gelten, bedeutet dies ein Gehaltsplus von 2,4 Prozent zum 01. August 2016. Eine weitere Anhebung von 2,35 Prozent soll zum 01. März 2017 folgen.

Zudem soll die Arbeitszeit von Rettungskräften bis zum Jahr 2019 von 48 auf 45 Stunden pro Woche reduziert werden. Dabei werden die Arbeitszeiten wie folgt minimiert:

  • 2016: 48 Stunden
  • 2017: 47 Stunden
  • 2018: 46 Stunden
  • 2019: 45 Stunden

Vertraglich gesehen bekommen Rettungskräfte lediglich 38,5 Stunden bezahlt. Demnach ist eine vertragliche Minimierung der tatsächlichen Arbeitszeit ein wichtiger Faktor.

Ver.di wollte ursprünglich eine Steigerung des Entgelts von 6 Prozent aushandeln, allerdings gab sich die Gewerkschaft mit insgesamt 4,75 Prozent zufrieden. Sie sprach von einem „akzeptablen“ Ergebnis. Die Monate April bis Juli werden allerdings als Nullrunden gewertet.

Eine weitere Neuerung ist die Anhebung der Urlaubstage von 26 auf 28 Tage ab 2017. Ab dem Jahr 2019 erhalten die Beschäftigten dann 29 Urlaubstage.

Zudem konnte eine Einigung bezüglich der Übernahme der Eingruppierungsordnung des Sozial- und Erziehungsdienstes aus dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD-SuE) erzielt werden. Die Laufzeit des Tarifvertrages endet zum 31. März 2018.

„Mit dem Ergebnis halten die DRK-Beschäftigten Anschluss an die Tarifentwicklung im öffentlichen Dienst“, erklärte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler. „Eine Verkürzung der überlangen Arbeitszeit im Rettungsdienst war überfällig. Das Ergebnis konnte nur erreicht werden, weil die Beschäftigten sich aktiv bis hin zum Warnstreik für ihre Interessen eingesetzt haben.“

Die Gültigkeit des neuen Tarifvertrags hängt nun davon ab, ob und inwiefern beide Parteien diesem zustimmen. Dazu wurde eine Frist bis zum 19. September 2016 eingeräumt.

TVöD: Tarifvertrag 2018/ 2019 | Oeffentlicher Dienst | Autor: Frank Wegener