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Was ist Beihilfe?
Wer erhält wie viel Beihilfe?
Tabelle: Beihilfe Anspruch
Beihilfe Beantragung
Beihilfe Formulare downloaden
Beamtengesetz

 

Die Beihilfe ist im Beamtenrecht eine finanzielle Unterstützungsleistung im Bereich der Krankenfürsorge. Unterstützt wird in Krankheits-, Geburts-, Pflege- und Todesfällen, jedoch nur bei Beamten und Versorgungsempfängern des Bundes, Soldaten und Berufsrichter sowie deren Angehörige, sofern diese nicht selbst sozialversicherungspflichtig sind. Kinder, die im Familienzuschlag berücksichtigt werden, sind ebenfalls bei der Beihilfe zu berücksichtigen.

Aufgrund der hergebrachten Grundsätze des Berufsbeamtentums ist der Dienstherr verpflichtet, dem Beamten sowie seiner Familie mittels eines Anteils, der nicht durch den Eigenanteil des Beamten gedeckt ist, hinsichtlich der Ausgaben im Gesundheitsbereich finanzielle Hilfeleistung zu geben.

Wer erhält wie viel Beihilfe?

Beihilfe wird nach § 80 des Bundesbeamtengesetzes (BBG) sowie der Bundesbeihilfeverordnung (BBhV) gewährt.

Tabelle: Beihilfe Anspruch

Beihilfeempfänger Arbeitsverhältnis/-vertrag Beginn  Beihilfe gezahlt nach  Bemerkungen
Angestellte und Arbeiter des Bundes Vor dem 01.08.1998 Beihilfetarifverträge des Bundes Ausgenommen Arbeitnehmer aus Tarifgebiet Ost
Arbeitnehmer des Bundes Nach dem 31.07.1998 Keinen Anspruch

 

 

 Tarifbeschäftigte des Bundes    Vor dem 01.08.1998  § 40 BAT + Beihilfetarifverträge vom 15.Juni 1959  Arbeitsvertrag nach Bestimmungen des BAT für Angestellte  
 Arbeiter im Tarifgebiet West  Vor dem 01.08.1998  46 MTArb + Beihilfetarifverträge vom 15.Juni 1959 Arbeitsvertrag nach Bestimmungen des MTArb
 Tarifbeschäftigte des Bundes    Ab 01.08.1998  Keinen Anspruch Arbeitsverhältnis nach Manteltarifverträge der Tarifgebiete Ost + West

Quelle: dz-portal.de

An den Standorten Berlin, Bonn und Frankfurt Oder werden Angelegenheiten zur Beihilfe vom Dienstleistungszentrum des Bundesamtes für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen von über 50 öffentlichen Arbeitgebern bearbeitet.

Beihilfe Beantragung

Beihilfe muss schriftlich mittels Formblätter innerhalb eines Jahres nach Zustamdekommen der Aufwendungen oder Ausstellung der Rechnung beantragt werden. Die Formblätter sind online verfügbar oder bei den entsprechenden Behörden erhältlich. Dabei ist nur das Datum des Eingangs beim Dienstleistungszentrum maßgebend. Sollte der Antrag darüber hinaus eingereicht worden sein, kann keine Beihilfe gewährt werden. Zudem gilt zu beachten, dass nur ein Betrag von über 200 Euro an Aufwendungen geltend gemacht werden kann. Ein niedrigerer Betrag ist nicht erstattbar. Aufwendungen müssen mittels Belegen in Kopien oder Rechnungsduplikaten nachgewiesen werden. Diese sollten möglichst vom Austeller der Rechnung ausgefertigt worden oder alternativ beglaubigt sein. Sollten Aufwendungen für Medikamente eingereicht werden, ist eine Pharmazentralnummer auf dem Rezept zwingend erforderlich. Dies entfällt beim Medikamentenkauf im Ausland.

Beihilfe Formulare downloaden

Beihilfe Service-Portal

BHF014 - Anleitung zum Ausfüllen des neuen Beihilfeantragsformulars (574 KB) 29.07.2012
BHF002 - Antrag auf Abschlagszahlung (14 KB) 20.10.2012
BHF005 - Antrag auf Befreiung von den Eigenbehalten ( 380 KB) Stand: 01.03.2012
BHS007 - Beihilfe Adressierung und Zuständigkeitsverteilung (48 KB) Stand: 01.11.2012
BHF001 - Beihilfeantrag (21,2 KB) Stand: 23.06.2010
BHF003 - Vollmacht (57,2 KB) Stand: 01.02.2012
BHF006 - Zahnbehandlung GOZ 800 ff (22,1 KB) Stand: 01.03.2012
BHF007 - Zahnschema für Auslandsbehandlungen (51 KB) Stand: 01.04.2012

 

TVöD: Tarifvertrag 2016/2017 | Forum - Oeffentlicher Dienst | Autor: Frank Wegener