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Die Regierung hat über ein neues Rentenmodell, dem RV-Altersgrenzen-Anpassungsgesetz rückwirkend zum 01.01.2008 beschlossen. Ab 2012 soll dann der Renteneintrittstermin erstmals um einen Monat steigen.

Wer ist betroffen?

Personen, die vor dem 01.01.1947 geboren wurden, erhalten weiterhin ihre Rentenbezüge ohne Abschlag.
Für Personen wiederum, die nach dem 01.01.1947 aber vor dem 31.12.1963 geboren sind, erhöht sich die abschlagsfreie Rente stufenweise um einen Monat, das heißt, mit jedem Jahr steigt der Eintrittszeitpunkt um einen Monat.
Personen hingegen, die ab dem 01.01.1964 geboren sind, werden abschlagsfreie Renten erst mit 67 Jahren, also ab dem Jahr 2030, beziehen können.

Sind Frührenten ebenso betroffen?

Frührenten werden ebenfalls ab 2012 stufenweise für behinderte Personen oder langjährige Beitragszahler erhöht.
Zu beachten ist jedoch, dass einige Frührenten speziell für Frauen, nach Altersteilzeit oder Arbeitslosigkeit in den kommenden Jahren abgeschafft werden, so dass diese von der Alterserhöhung der Rente nicht betroffen sind.
Die Frührente für Frauen, die mit dem Erreichen des 60. Lebensjahres bezogen werden kann, kann das letzte Mal 2011 beansprucht werden.
Generell können Frührenten nur von denjenigen beansprucht werden, die bis zum 31.12.1951 geboren sind. Alle später Geborenen haben keinen Anspruch mehr auf Frührenten.

Jeder 3. Mann hat 45 Beitragsjahre 

(Quelle: Deutsche Rentenversicherung)

Nur jeder dritte Mann in Deutschland erreicht tatsächlich 45 Beitragsjahre und damit die Voraussetzung für die neue Rente für besonders langjährig Versicherte. Auch jede fünfte Frau im Osten hat so viele Jahre. Anteil der Rentenversicherten, die 45 Beitragsjahre erreichen, in Prozent.

 

Gibt es keine vorgezogenen Renten mehr?

Es wird die vorgezogene abschlagsfreie Rente für langjährige Arbeitnehmer geben, die mindestens 45 Jahre gearbeitet haben.
Ihr angerechnet werden neben den Wartezeiten auch Pflichtbeitragszeiten, Ersatzzeiten und Berücksichtigungszeiten.
Neben diesen Faktoren werden weiterhin Zeiten einer betrieblichen Ausbildung, eines Wehrdienst oder ein Mini-Job angerechnet.
Kindererziehungszeiten oder Pflege werden ebenfalls unter bestimmten Voraussetzungen angerechnet.
So werden bei einer langjährigen Beschäftigungszeit bis zu 10 Jahre Berücksichtigungszeiten der Rente angerechnet.
Bei Pflegeleistenden werden nur Zeiten angerechnet, die nach dem 01.04.1995 und mindestens 14 Stunden pro Woche erfolgten. Dabei gilt jedoch zu beachten, dass die Pflege nicht hauptberuflich ausgeübt worden ist.
Akademiker können aufgrund ihres Studiums keine langjährigen Versicherungszeiten nachweisen. Ebenso nicht wie arbeitslose und selbstständige Personen. Diese Personengruppen werden also nicht als langjährige Versicherte gezählt werden.

Wird die Rente bei einem Hinzuverdienst gekürzt?

Ab dem 67. Lebensjahr erfolgt keine Kürzung der Rente. Es besteht ein uneingeschränkter Hinzuverdienst. Vor dem 67. Lebensjahr, bei Eintritt in die Rente mit 65 gelten die bestehenden Hinzuverdienst-Grenzen.

Auch Witwen-Rente später 

(Quelle: Deutsche Rentenversicherung)

Die Gesetze zur Rente mit 67 betreffen auch die Witwen-Rente, weil auch hier die volle Rente erst zwei Jahre später gewährt wird.

 

Was ist mit Witwenrenten? 

Witwenrenten werden ebenfalls von 45 auf 47 Jahren angehoben, das heißt, ab 2012 werden Witwenrenten analog zur Rente mit 67 schrittweise angehoben. Ab 2024 solle eine Steigerung von zwei Monaten pro Jahr bis 2029 erfolgen.
Werden bestehende Arbeitsverträge geändert?
Das hängt vom Arbeitgeber ab. Ihm steht es frei, den Arbeitsvertrag bzw. Tarifvertrag an das geänderte Renteneintrittsalter anzupassen.
Unbefristete Arbeitsverträge hingegen verlängern sich automatisch bis zum 67. Lebensjahr.

TVöD: Tarifvertrag 2017/ 2018 | Forum - Oeffentlicher Dienst | Autor: Frank Wegener