Rentenformulare
Rente mit 63?
Rente ab 65?
Rente ab 67
Rentenantrag
Rentensteuer
Rentenabschläge
Rentenbescheid
Steuern Rechner
Steuerpflicht
Rente News

 

Ab wann erhält man eine Altersrente?

Es gibt verschiedene Formen von Altersrenten, die je nach Vertrag unterschiedliche Eintrittsalter und Wartezeiten vorweisen können.
Die gesetzliche Altersrente wird bei den Geburtsjahrgängen bis 1947 ab dem 65. Lebensjahr gezahlt. Die Jahrgänge ab 1964 müssen jedoch bis zum 67. Lebensjahr arbeiten.

Die wenigsten sind aber in der Lage bis zum 65. bzw. 67. Lebensjahr einem Arbeitsverhältnis nachzugehen und nutzen deshalb eine Frührente, die aber, anders als bei der gesetzlichen Rente, unter bestimmten Bedingungen und mit Abschlägen ausgezahlt wird.
Die Altersrente muss beantragt werden und wird seit dem 01. April 2004 jeweils am Ende des Monats dem Versicherten ausgezahlt.

 

Was ist eine Frührente und welche Formen gibt es?

Eine Frührente kann, wie der Name schon sagt,  vor dem regulären Renteneintrittsalter ausgezahlt werden, jedoch mit variierenden Abschlägen. So erhält ein Frührentner für jeden Monat, den er früher als den gewöhnlichen Eintrittstermin mit 65 Jahren in Rente geht, 0,3 Prozent Abschlag von seiner regulären monatlichen Bruttorente.

Bei der Frührente werden zudem verschiedene Formen unterschieden:

•    eine Frührente für Frauen
•    nach Arbeitslosigkeit
•    bei Altersteilzeit
•    bei Schwerbehinderung
•    für langjährige Versicherte

 

Was sind Wartezeiten und welche Bedingungen müssen erfüllt werden, um Wartezeiten angerechnet zu bekommen?

Wartezeiten sind die Zeiten, die als Mindestversicherungszeit vom Versicherten erbracht wurden, um die gesetzliche Altersrente erhalten zu können.
Bei der gesetzlichen Rente ist eine Mindestversicherungszeit von 5 Jahren obligatorisch, das heißt, der Versicherte bekommt nur dann eine Rentenauszahlung, wenn er 5 Jahre Versicherungsbeiträge in seine Rente eingezahlt hat und diese als Wartezeiten bei der Rentenversicherung anerkannt wurden.

Nicht anerkannt werden Zeiten wie Kindererziehung, Pflege und Anrechnungszeiten.
Sollten keine 5 Jahre erreicht werden, so kann der Versicherte durch einen Nebenjob, einen Minijob oder durch freiwillige Beiträge versuchen, die fehlenden Zeiten auszugleichen.

Durch eine geringfügige Beschäftigung werden dem Versicherten seit dem Jahr 2002 drei Monate Wartezeit pro Jahr anerkannt. Ist der Versicherte teilzeitbeschäftigt und zahlt er monatliche Beträge in die Rentenversicherung ein, so wird ihm seit 1999 jeder Monat als Wartezeit aufgerechnet.
Sofern der Versicherte mehrere Kinder erzogen oder oftmals pflegerisch im Angehörigenumfeld tätig war, kann er eine Rente auch ohne Wartezeiten beziehen

 

Wie werden Schulbesuche, Fachhochschulbesuche und Studium bezüglich der Wartezeiten gewertet?

Seit dem Jahr 2005 werden Schulbesuche und Studium ab dem 17. Lebensjahr nicht mehr als Steigerungsfaktor für die Rente anerkannt. Vor 2005 wurde ein Schulbesuch oder ein Studium der Rente so aufgerechnet, dass diese sich unter bestimmten Voraussetzungen erhöhen konnte. Dies ist nun nicht mehr möglich. Demnach verkürzen sich die Renten für die Versicherten, die nach dem Jahr 2005 in Rente gegangen sind um 59 Euro in den alten Bundesländern und 52 Euro in den neuen Bundesländern. Jedoch gelten ein Schulbesuch und ein Studium immer noch als Wartezeiten.
Versicherte, die berufsvorbereitende Maßnahmen und/oder Fachschulen besucht haben, sind von den Kürzungen ausgenommen. Die bisherigen Regelungen gelten im vollen Umfang weiter.

 

(Quelle: Rente kompakt 2010 )

Das Diagramm zeigt die Entwicklung der Dauer von Rentenbezügen zwichen Männer und Frauen. Die Rentenbezugsdauer stieg seit 1960 bis 2007 um fast 10 Jahren bei Frauen und um rund 5 Jahre bei Männern an.

 

Wie setzt sich die Rente zusammen und ist diese vorab berechenbar?

Die gesetzliche Rente setzt sich aus vier Faktoren zusammen, die alle zusammen genommen die tatsächliche Rente ergeben:

  1. Entgeltpunkte
  2. aktueller Rentenwert
  3. Zugangsfaktor
  4. Rentenart-Faktor

 

Eine Rente vorab exakt zu berechnen, ist nicht möglich. Dennoch kann der Versicherte seine künftige Rente als ungefähren Wert vorab kalkulieren.
Dazu kann der Versicherte eine Rententabelle zu Hilfe nehmen und die durchschnittlichen Rentenwerte mit seinem Jahresverdienst vergleichen. Addiert er anschließend seine Jahreswerte, so erhält er einen Betrag, der seine ungefähre Jahresrente darstellt.

 

Was sind Entgeltpunkte?

Entgeltpunkte sind Werte, die sich aus dem Jahresverdienst in Abhängigkeit zum durchschnittlichen Entgelt berechnen und dem Rentenwert entsprechen. Das heißt, ein Versicherter musste beispielsweise für das Jahr 2008 insgesamt mindestens 30.879 Euro erwirtschaften, um einen Entgeltpunkt zu erhalten. Der Jahreswert von 30.879 Euro war der durchschnittliche Pro-Kopf-Verdienst im Jahr 2008.

 

Was ist ein Rentenwert?

Ein Rentenwert stellt den monatlichen Beitrag zur Rente dar, welcher den erreichten Entgeltpunkten entspricht. Für einen Entgeltpunkt wird zurzeit monatlich 27,20 Euro in den alten Bundesländern und 24,13 Euro in den neuen Bundesländern gezahlt.
Wird die Rente berechnet, so multipliziert die Versicherung den Jahresrentenwert mit den Entgeltpunkten des Jahres und addiert anschließend die Rentenwerte, welche dann die tatsächliche Rente ergeben.

Was ist ein Zugangsfaktor?

Der Zugangsfaktor ist ein Wert, welcher dem Eintrittsalter in die Rente zugeordnet ist.
Beispiel: Geht ein Versicherer mit 65 Jahren regulär in den Ruhestand, so wird ihm der Faktor 1,0 zugeteilt. Würde er früher in die Rente gehen, würde sich der Faktor verringern und demzufolge die Rente sich verkürzen. Würde er später in den Ruhestand eintreten, so würde sich der Faktor vergrößern.

Was ist ein Rentenart-Faktor?

Der Rentenart-Faktor ist im § 67 Sechstes Buch Sozialgesetzbuch verankert und besagt, dass Renten trotz der gleichen zugrundeliegenden Beitragsleistung von Lohnersatz wie Altersrenten, Lohnzuschuss wie Renten durch Teilzeitarbeit und Renten durch Unterhaltsersatz wie die Witwenrente als Lohnersatzfunktion höher gewertet werden als bei einer Lohnzuschussfunktion oder Unterhaltsersatzfunktion.
So ergibt sich ein Rentenart-Faktor von 1,0 bei einer Lohnersatzfunktion (Altersrente) und bei einer Lohnzuschussfunktion (Teilerwerbsrente) von 0,5.

TVöD: Tarifvertrag 2016/2017 | Forum - Oeffentlicher Dienst | Autor: Frank Wegener