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Im TVöD-E gibt es insgesamt 15 Entgeltgruppen. Diese sind in der Entgeltordnung für den TVöD-E verankert. Zu den Entgeltgruppen 2 bis 15 sind jeweils sechs Stufen zugeordnet. Die Entgeltgruppe 1 umfasst dabei lediglich 5 Stufen.

Eingruppierung

Im TVöD-E erfolgt eine Berücksichtigung von Erfahrungszeiten bei der Eingruppierung. Dies bedeutet, dass Qualifikationen und Zeiten der Berufserfahrung vom Arbeitgeber angerechnet werden können. Jedoch ist der Arbeitgeber nicht verpflichtet, alle Erfahrungszeiten in vollem Umfang bei der Eingruppierung in die Entgeltgruppe und die jeweilige Stufe zu berücksichtigen. Zeiten der Berufserfahrung können demnach nur zum Teil oder auch ganz angerechnet werden. Es kann aber auch passieren, dass keine Erfahrungszeiten angerechnet werden können.

Sollte noch keine Berufserfahrung vorliegen, so wird der Beschäftigte in die Stufe 1 eingruppiert. Sollte aber schon eine einjährige Berufserfahrung vorliegen, so wird der neue Mitarbeiter in die Stufe 2 eingestuft. Bei einer mindestens dreijährigen Erfahrungszeit erfolgt eine Eingruppierung in die Stufe 3.

Berufserfahrung und Stufenlaufzeit

Als Berufserfahrung gelten neben Zeiten der Erfahrung im gleichen Beruf und der gleichen Position auch Zeiten, die bei einem Berufspraktikum gemäß dem Tarifvertrag für Praktikanten des öffentlichen Dienstes (TVPöD) vom 27. Oktober 2009 absolviert wurden.

Die bereits erreichte Stufe kann vom Arbeitgeber bei der Neueinstufung berücksichtigt werden. Jedoch ist dies nicht verpflichtend. Der Arbeitgeber kann den Beschäftigten auch in eine andere Stufe eingruppieren, sofern dafür wichtige Gründe und entsprechende Voraussetzungen vorliegen.

Die Verweildauer innerhalb des TVöD-E richtet sich nach der Stufenzugehörigkeit. Dies bedeutet, das in den Stufen 1 und 2 keine Verkürzungen der Verweildauer durchgeführt werden können. Beschäftigte müssen demnach die vorgegebene Dauer in der Stufe 1 und in der Stufe 2 verbleiben. Ab der Stufe 3 können dann je nach Leistung und Qualifikation eine Verkürzung der Verweildauer vorgenommen werden. Damit wird ein schnellerer Stufenaufstieg erreicht.

Folgende Laufzeiten innerhalb der Stufen ergeben sich demnach im TVöD-E:

Besondere Stufenregelungen für vorhandene und neu eingestellte Beschäftigte

Tabelle: Stufenregelungen und Entgeltgruppe

Garantiebeträge

Sofern der Beschäftigte einer höheren Entgeltgruppe zugeordnet wird, wird bei der Stufenzuteilung das bisherige Entgelt herangezogen. Der Beschäftigte wird in die Stufe eingruppiert, die dem bisherigen Entgelt am nächsten kommt. Mindestens muss der Beschäftigte jedoch der Stufe 2 zugeordnet werden.

Wenn zwischen dem bisherigen Einkommen, was vom Beschäftigten erzielt wurde, und dem neuen Entgelt eine Differenz entsteht, so wird entweder ein Garantiebetrag gezahlt oder der Differenzbetrag. Dies ist abhängig von der Höhe der Differenz.

Aktuell wird folgende Regelung dabei angewandt:

Wenn der Unterschiedsbetrag ab 01. März 2016 in den Entgeltgruppen 1 bis 8 weniger als 57,63 Euro beträgt, so erhält der Beschäftigte einen Garantiebetrag. Wenn sich der Differenzbetrag auf mehr als 57,63 Euro beläuft, wird grundsätzlich der Unterschiedsbetrag gewährt. Beschäftigte in den Entgeltgruppen 9 a bis 15, die ab 1. März 2016 weniger als 92,22 Euro als Differenz erhalten, haben Anspruch auf einen Garantiebetrag. Bei einem Übersteigen der 92,22 Euro wird der Unterschiedsbetrag gezahlt.

Entgelttabelle 2017/ 2018 TVöD-E                       

gültig ab 01. Juli 2017 - 28. Februar 2018  (monatlich in Euro)

Entgelttabelle TVöD-E als PDF Datei downloaden 

TVöD Rechner

 

TVöD-E Tabelle gültig ab 1. März 2016

gültig ab 1. Februar 2017  (monatlich in Euro)

TVöD-E Tabelle gültig ab 1. Februar 2017

Erschwerniszuschläge

Erschwerniszuschläge werden bei außergewöhnlichen Erschwernissen gezahlt. Diese ergeben sich grundsätzlich nur bei folgenden Tätigkeiten:

  1. mit besonderer Gefährdung, 
  2. mit extremer nicht klimabedingter Hitzeeinwirkung, 
  3. mit besonders starker Schmutz- oder Staubbelastung,
  4. mit besonders starker Strahlenexposition oder
  5. unter sonstigen vergleichbar erschwerten Umständen.

Die Höhe der Zuschläge richtet sich nach dem Tabellenentgelt der Entgeltgruppe 2 Stufe 2, wobei hiervon in der Regel 5 bis 15 v.H. als Erschwerniszulage gezahlt werden.

Jahressonderzahlung

Die Jahressonderzahlung beträgt im Kalenderjahr 2017 im Bereich West in den Entgeltgruppen 1 bis 8 82,05 v.H., in den Entgeltgruppen 9a bis 12 72,52 v.H. und in den Entgeltgruppen 13 bis 15 53,43 v.H.
Im Kalenderjahr 2018 beträgt die Jahressonderzahlung im Bereich West mit dem Wirksamwerden einer allgemeinen Entgeltanpassung der Bemessungssatz

in den Entgeltgruppen 1 bis 8 82,05 v.H. : [(100 + x) : 100],
in den Entgeltgruppen 9a bis 12 72,52 v.H. : [(100 + x) : 100],
in den Entgeltgruppen 13 bis 15 53,43 v.H. : [(100 + x) : 100].

Im Bereich Ost wird eine Jahressonderzahlung in Höhe von 75 % des Westniveaus gezahlt.

TVöD: Tarifvertrag 2016/2017 | Forum - Oeffentlicher Dienst | Autor: Frank Wegener