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Rentensteuer

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Steuerpflicht

 

Da die Rente zum Einkommen zählt, ist sie demnach steuerpflichtig. Anders als beim gewöhnlichen Entgelt, werden bei der Altersvorsorge keine Steuerbeiträge monatlich entrichtet, sondern einmal pro Jahr durch einen Steuerbescheid beglichen. Wenn dieser positiv ausfällt, müssen keine Steuern gezahlt werden. Sollte der Bescheid jedoch beispielsweise aufgrund eines Nebenjobs negativ ausfallen, sind Steuerabgaben fällig. Nach mehreren Jahren positiver Steuerbilanz, können Rentner einen Antrag auf Nicht-Veranlagung stellen. Diese werden dann, sofern eine Genehmigung erfolgt, von der Abgabe der Steuererklärung befreit.

Rentenbezüge werden zudem stets in Bruttobezüge und Nettobezüge unterteilt, da der Rente vorausgehend Beiträge für eine Kranken- und Pflegeversicherung abgezogen werden. Demnach erhält ein Rentner keine 100-prozentige Auszahlung seiner Rente. Die Abzüge für die Pflege- und Krankenversicherung können aufgrund des Versicherungsstatus variieren, so dass Renten unterschiedliche Abzüge aufweisen können.

Versteuerung der Rente

Seit dem Steuergesetz von 2005 gilt eine Abgabe von Steuerbeträgen auf 50 Prozent der Rente, wobei lediglich der Differenzbetrag zwischen zu versteuernder Rente und der Rente, die nach Abzug der Freibeträge übrig bleibt, versteuert wird. Dabei wird der Differenzbetrag mit dem jeweiligen Steuersatz multipliziert und es ergibt sich der Steuerbetrag für das laufende Jahr.

Der multiplizierte Steuersatz richtet sich nach der Rentensumme und dem Alter, in dem Versicherungsnehmer in Rente gehen. Mit dem Prozentsatz und dem Rentenbetrag wird der steuerfreie Anteil als Euro-Betrag errechnet. Dieser bleibt während der gesamten Rentenbezugsdauer konstant.
Sobald eine Rentenerhöhung eintritt, kann dies jedoch zu einer Versteuerung führen, auch wenn man vorher keine Steuern zahlen musste.
Beispiel: Jemand, der knapp unter der Steuerpflichtsgrenze liegt und eine Rentenerhöhung eintritt, muss, sofern die Steuerpflichtsgrenze aufgrund der gestiegenen Beträge überschritten wird, zukünftig Steuern abgeben.

Zudem können Änderungen bei Betriebsrenten, Lebensversicherungen sowie Zinsen ebenfalls plötzlich eine Pflicht zur Abgabe von Steuern erzeugen.
Eine Schätzung des Bundesfinanzministeriums besagt, dass Alleinstehende ab einem Einkommen von 18.000 Euro jährlich sowie bei verheirateten Personen ab 34.800 Euro einer Steuerpflicht unterliegen.

Rentensteuer Prognose

Quelle: Rente kompakt 2011

Die jährlich steigende Versteuerung der gesetzlichen Rente

Ein Beschluss der Regierung sorgt für einen Anstieg der Steuerpflicht von 50 Prozent der zu versteuernden gesetzlichen Rente bis 2040 auf 100 Prozent.
Bereits 2009 sind 58 Prozent zu versteuern. Der Prozentsatz, mit dem die Rente versteuert wird, steigt jährlich an. So müssen Rentner, die 2010 in Rente gehen, bereits 60 Prozent ihrer Altersvorsorge versteuern.
Dieses Prinzip gilt jedoch nur für die gesetzliche Rente. Private Renten sowie Unfallrenten sind davon ausgeschlossen.

Bei Rentenbeginn ab 2013 mehr Steuern

Wer ab dem Jahr 2013 in Rente geht, für den werden mehr Steuern fällig. Rentner, die im Jahr 2012 in den Ruhestand gegangen sind, müssen 64 Prozent ihrer Rente versteuern. Wer dann im Jahr 2013 in Rente geht, muss 66 Prozent der Rente versteuern. Zu beachten ist hierbei, dass der Steuerprozentsatz bei Eintritt in die Rente in einen Eurobetrag umgewandelt wird, der dann ein Leben lang fest bestehen bleibt. Er markiert zugleich die Steuerfreigrenze.

Diagramm: Rentenbeginn - Anteil Steuern

Der Steuerfreibetrag

Jeder Rentner hat, wie Arbeitnehmer auch, Anspruch auf Steuerfreibeträge.
Diese bleiben jedoch, hingegen der Rentenerhöhung, von einer Steigerung unberührt, genau genommen ein Leben lang konstant.

Zusatzeinkommen

Neben dem Bezug der gesetzlichen Rente steht es jedem Rentner frei, sich ein Nebeneinkommen zu erwirtschaften. Als Nebeneinkommen werden zum Beispiel Zinsen, Betriebsrenten, Einkommen aus Vermietungen und Verpachtungen sowie Nebenjobs gezählt.
Aber Achtung: Übersteigt die Summe der gesamten Einkommen den Steuerfreibetrag, so werden Steuern fällig. Grund dafür ist der konstant bleibende Grundfreibetrag, der zu Beginn des Rentenbezugs ermittelt wird.

Steuererklärung

Eine Steuerklärung sollte, wenn möglich, jedes Jahr beim jeweiligen Finanzamt eingereicht werden. Somit werden künftige Steuerversäumnisse vorgebeugt. Rentner, die eine Betriebsrente beziehen, sollten in jedem Fall eine Steuererklärung abgeben, da der Bezug von Betriebsrenten dem Finanzamt gemeldet wird. Betriebsrenten zählen zum versteuernden Einkommen, da sie entweder aus einer Direktversicherung oder einer Direktzusage des Arbeitgebers entstehen. Beide sind zu versteuern, da die Einzahlungsphase teilweise steuerfrei getätigt wurde. Das Finanzamt kann durch die persönliche Identitätsnummer alle Einkommensbezüge einer Person einsehen. Um nicht in den Verdacht auf Steuerhinterziehung zu geraten, ist es also sinnvoll eine Steuererklärung abzugeben.

Pensionäre

Beamte, die in den Ruhestand eingetreten sind, erhalten seit dem Jahr 2005 keinen Arbeitnehmer-Pauschalbetrag von 920 Euro mehr. Dafür können sie fortan einen Werbungskosten-Pauschbetrag von 102 Euro jährlich nutzen. Hinzu kommt die Möglichkeit, einen Zuschlag zum Versorgungs-Freibetrag zu erhalten. Dieser minimiert sich jedoch seit 2005 jährlich um einen bestimmten Betrag für diejenigen Beamte, die in die Pension eingetreten sind und wird im Jahr 2040 dann gänzlich auslaufen. Somit werden Beamte ebenfalls mehr belastet.

Rentensteuerrechner 2014

Steuerberechnung für Rentner

Steuer Rechner downloaden

Um einen ungefähren Überblick über Ihre Steuern zu bekommen, können Sie den Finanztest-Rechner "Steuern für Rentner" nutzen.

Diesen können Sie auf Ihren Computer mittels rechtem Mausklick auf den Link und anschließender Wahl "Ziel speichern unter" bzw. "Verknüpfung erstellen" problemlos speichern. Nach der erfolgreichen Speicherung des Excel-Rechners auf Ihren Computer, können Sie ihn dann öffnen und nutzen. Viel Erfolg!

Rechner downloaden 

*Der Rechner wird kostenlos von Stiftung Warentest zur Verfügung gestellt 

 

 

Zum Juli 2012 steigen die Renten um 2,26%. Doch einen großen Teil davon verschlingt die Steuer.

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TVöD: Tarifvertrag 2012/2013/2014 - Öffentlicher Dienst | Forum - Oeffentlicher Dienst | Autor: Frank Wegener