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Ziele der Düsseldorfer Tabelle
Die Höhe des Kindesunterhaltes
Die Höhe des Selbstbehalts
Die Berücksichtigung des Kindergeldes
Anrechnung des Kindergeldes bei volljährigen Kindern
Die Ermittlung des unterhaltsrelevanten Einkommens
Der Unterhaltsrechner liefert erste ungefähre Werte
Wichtige Urteile zum Unterhalt

Ab dem 01. Januar 2017 gilt die neue Düsseldorfer Tabelle. Dabei haben Trennungskinder in Deutschland Anspruch auf eine höhere Unterhaltszahlung. Wie das Düsseldorfer Oberlandesgericht mitteilte, werden die Mindestbedarfssätze ab 01. Januar 2017 erhöht.

Demnach steigt der niedrigste Satz für Kinder bis zum fünften Lebensjahr um 7 Euro auf 342 Euro. Kinder zwischen 6 und 11 Jahren erhalten pro Monat 11 Euro mehr. Der Satz steigt damit auf 393 Euro. Kinder mit einem Alter von 12 bis 17 Jahren erhalten 460 Euro pro Monat. Damit steigt der Bedarfssatz um 10 Euro. Bei volljährigen Kindern steigt der Mindestbedarf um 11 Euro auf 527 Euro. Der Selbstbehalt für den Unterhaltspflichtigen ändert sich dabei jedoch nicht.

Bekannt gegeben wurde auch, dass sich das Kindergeld ab 2017 erhöhen soll. Die endgültige Anhebung soll Mitte Dezember 2016 bekannt gegeben werden. Damit könnte eine erneute Anpassung der Düsseldorfer Tabelle für Januar 2017 vorgenommen werden.

Wissenwertes vorab:

  • Die Düsseldorfer Tabelle ist maßgebend bei der Ermittlung der Höhe des Unterhalts für Kinder nach einer Trennung beider Elternteile
  • Unterhaltspflichtige müssen ab dem 1. Januar 2017 mehr für ihr Kind zahlen.
  • Die Düsseldorfer Tabelle ist auf dem Stand vom 1. Januar 2017
  • Der Kindesunterhalt aus der Düsseldorfer Tabelle kann nicht als verbindlicher Zahlbetrag gehalten werden. Die Höhe des Unterhalts ergibt sich nach Abzug bestimmter Freibeträge und des monatlich gezahlten Kindergeldes
  • Für Unterhaltspflichtige steigt der Selbstbehalt ab den 01.08.2015. Der aktuelle Selbstbehalt für erwerbstätige Unterhaltspflichtige liegt für Kinder bis zum 21. Lebensjahr bei 1.080 Euro. Für nicht erwerbstätige Unterhaltspflichtige gilt ein Selbstbehalt von 880 Euro. Bei volljährigen Kindern beträgt der Selbstbehalt 1.300 Euro.
  • Ein Unterhaltsrechner kann zur Ermittlung des Unterhalts herangezogen werden. Trennung Unterhalt kostenlos berechnen funktioniert nur mit Tabellen und einer eigenständigen Berechnung anhand eines Unterhaltsrechners. Dieser liefert jedoch nur Richtwerte.

Unterhaltsrechner - Düsseldorfer Tabelle Rechner 

Aktuelle Düsseldorfer Tabelle 2017 zum Kindesunterhalt als PDF-Download

 

Neue Düsseldorfer Tabelle für das Jahr 2017

Unterhaltspflichtige müssen vom 1. Januar 2017 an mehr zahlen!

Wie wird der Unterhalt Berechnet?

Beispiel:

Nettoeinkommen Unterhaltspflichtiger: 1.350 Euro → 3 Kinder: Kind 18 Jahre alt (K 1), 7 Jahre alt (K 2), 5 Jahre alt (K 3)

Verteilungsmasse: 1.350 Euro - 1.080 Euro = 270 Euro

Unterhalt, wenn Person, bei der die Kinder leben, das Kindergeld bezieht:

K 1: 335 Euro (527 € – 192 €) + K 2: 297 Euro (393 € - 96 €) + K 3: 243 Euro (342 € - 99 €) = 875 Euro

K 1: 335 € x 270 € : 875 € = 103,37 €

K 2: 297 € x 270 € : 875 € = 91,65 €

K 3: 243 € x 270 € : 875 € = 74,98 €

Bitte zu beachten: die Tabelle hat keine Gesetzeskraft, sondern stellt eine Richtlinie dar.

Einkommen Netto des

Barunterhaltspflichtigen in EURO

Alterstufen nach § 1612 a Abs. 1 BGB    Prozentsatz   Bedarfskontrollsatz 
  0 - 5
6 - 11 12 - 17 Ab 18    
Bis 1.500 342 393 460 527 100 880 / 1.080
1.501 - 1.900
360 413 483 554 105 1.180
1.901 - 2.300
377 433 506 580 110 1.280
2.301 - 2.700 394 452 529 607 115 1.380
2.701 - 3.100 411 472 552 633 120 1.480
3.101 - 3.500 438 504 589 675 128 1.580
 3.501 - 3.900
466 535 626 717 136 1.680
 3.901 - 4.300
493 566 663 759 144 1.780
 4.301 - 4.700
520 598 700 802 152 1.880
 4.701 - 5.100
548 629 736 844 160 1.980
 Ab 5.101
    Fallorientiert 

 Gültig ab 01.01.2017

Bei den nachfolgenden Tabellen handelt es sich um Zähltabellen, bei denen der jeweilige Kindergeldanteil bereits abgezogen worden ist. Der Kindergeldanteil stellt das hälftige Kindergeld bei Minderjährigen dar. Bei volljährigen Kindern wird das Kindergeld voll angerechnet. Die Tabellen sind ab dem 01. Januar 2017 gültig. Das Kindergeld beträgt für das erste und zweite Kind 190 Euro, für das dritte Kind 196 Euro und ab dem vierten Kind 221 Euro. Vergleiche auch: BGBl. I 2015, 1202 ff.


Düsseldorfer Tabelle für das 01. und 02. Kind

01. und 02. Kind Alterstufen nach § 1612 a Abs. 1 BGB    Prozentsatz 
  0 - 5
6 - 11 12 - 17 Ab 18  
Bis 1.500 246 297 364 335 100
1.501 - 1.900
264 317 387 362 105
1.901 - 2.300
281 337 410 388 110
2.301 - 2.700 298 356 433 415 115
2.701 - 3.100 315 376 456 441 120
3.101 - 3.500 342 408 493 483 128
 3.501 - 3.900
370 439 530 525 136
 3.901 - 4.300
397 470 567 567 144
 4.301 - 4.700
424 502 604 610 152
 4.701 - 5.100
452 533 640 652 160

 Gültig ab 01.01.2017


Düsseldorfer Tabelle für das 03. Kind

ab 3. Kind
Alterstufen nach § 1612 a Abs. 1 BGB    Prozentsatz 
  0 - 5
6 - 11 12 - 17 Ab 18  
Bis 1.500 243 294 361 329 100
1.501 - 1.900
261 314 384 356 105
1.901 - 2.300
278 334 407 382 110
2.301 - 2.700 295 353 430 409 115
2.701 - 3.100 312 373 453 435 120
3.101 - 3.500 339 405 490 477 128
 3.501 - 3.900
367 436 527 519 136
 3.901 - 4.300
394 467 564 561 144
 4.301 - 4.700
421 499 601 604 152
 4.701 - 5.100
449 530 637 646 160

 Gültig ab 01.01.2017


Düsseldorfer Tabelle für das 04. Kind

ab 4. Kind
Alterstufen nach § 1612 a Abs. 1 BGB    Prozentsatz 
  0 - 5
6 - 11 12 - 17 Ab 18  
Bis 1.500 230,50 281,50 348,50 304 100
1.501 - 1.900
248,50 301,50 371,50 331 105
1.901 - 2.300
265,50 321,50 394,50 357 110
2.301 - 2.700 282,50 340,50 417,50 384 115
2.701 - 3.100 299,50 360,50 440,50 410 120
3.101 - 3.500 326,50 392,50 477,50 452 128
 3.501 - 3.900
354,50 423,50 514,50 494 136
 3.901 - 4.300
381,50 454,50 551,50 536 144
 4.301 - 4.700
408,50 486,50 588,50 579 152
 4.701 - 5.100
436,50 517,50 624,50 621 160

 Gültig ab 01.01.2017

Düsseldorfer Tabellen der Vergangenheit

Düsseldorfer Tabelle 2016 ab dem 17.12.2015

Düsseldorfer Tabelle ab dem 01.08.2015

Düsseldorfer Tabelle ab dem 01.01.2015

Düsseldorfer Tabelle 2013

Ursprung der Düsseldorfer Tabelle

Die Düsseldorfer Tabelle ist eine kontinuierlich zu überarbeitende Tabelle zur Bestimmung der Unterhaltshöhe für Kinder und für Ehegatten. Sie trat erstmals 1962 in Kraft und wurde vom Landgericht Düsseldorf entwickelt, welches auch ihr Namensträger ist. Die Düsseldorfer Tabelle wird seit 1962 zur Berechnung des Unterhalts für Kinder und Ehegatten von deutschen Gerichten als Grundlage bei Unterhaltsverfahren angewandt. Eine Rechtsverbindlichkeit in Bezug auf die Düsseldorfer Tabelle besteht jedoch nicht.

Berliner Tabelle als Instrument der Vereinheitlichung

Die Düsseldorfer Tabelle wurde in ihrer Beschaffenheit von weiteren Unterhaltstabellen ergänzt. Als Beispiel dafür dient die Berliner Tabelle. Diese Tabelle wird bei Unterhaltsbestimmungen im Raum Berlin herangezogen, wenn beide Partner dort wohnhaft sind. Ein signifikantes Unterscheidungsmerkmal zur Düsseldorfer Tabelle sind die beiden zusätzlichen Einkommengruppen unter den niedrigsten Gehaltsgruppen.

Die Berliner Tabelle hat die Funktion einer gesonderten Unterhaltsrichtlinie, die die rechtliche Anwendung der Düsseldorfer Tabelle bundesweit vereinheitlichen und unterstreichen soll.

Ziele der Düsseldorfer Tabelle

Das oberste Ziel der Düsseldorfer Tabelle ist die Standardisierung der Unterhaltszahlungen auf Basis der rechtlichen Grundlage. Dabei wird die Tabelle durch insgesamt vier Arten von Unterhaltsleitlinien, dem Ehegattenunterhalt, dem Kindesunterhalt, dem Verwandtenunterhalt und der Mangelfallberechnung, egänzt. Die Düsseldorfer Tabelle wird in Abstimmung mit den übrigen Oberlandgerichten und dem Deutschen Familiengerichtstag herausgegeben. Sie regelt bundesweit die Unterhaltsansprüche abhängig vom Einkommen.

 

Der Unterhaltspflichtige gegenüber minderjährigen und volljährigen Kindern

Bis zur Volljährigkeit sind beide Elternteile zum Unterhalt gegenüber dem minderjährigen Kind verpflichtet. Das Elternteil, bei dem sich das Kind nicht überwiegend aufhält, ist gegenüber dem Kind barunterhaltspflichtig. Eine Verpflichtung zum Barunterhalt ergibt sich aus § 1612 a BGB. Kinder, die zwar eine Volljährigkeit aufweisen, sich jedoch noch in einer Ausbildung oder in einem Studium befinden, haben Anspruch auf einen Unterhalt von beiden Elternteilen. Diese sind unterhaltspflichtig bis zum Ende der Ausbildungsphase oder des Studiums. Der Unterhalts wird anhand ihres Einkommens berechnet.

Der Mindestunterhalt

Gemäß § 1612 a BGB definiert sich der Mindesunterhalt für minderjährige Kinder wie folgt:

(1) Ein minderjähriges Kind kann von demjenigen Elterteil einen prozentualen Mindestunterhalt verlangen, bei dem es nicht im Haushalt lebt. Gemäß § 32 Absatz 6 Satz 1 des Einkommenssteuergesetzes richtet sich der Mindestunterhalt nach dem doppelten Freibetrag des Kinderfreibetrages.

Mindestunterhalt ab dem 01. Januar 2016

Altersstufen des Kindes Mindestunterhalt in Prozent Mindestunterhalt in Euro
Bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres   87 % 335,- Euro
Bis zur Vollendung des 12. Lebensjahres 100 % 384,- Euro
Bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres 117 % 450,- Euro
Ab dem 18. Lebensjahr 117 % 516,- Euro

(2) und (3) Dabei ist der Prozentsatz bis auf eine Dezimalstelle nach dem Komma zu begrenzen und der Betrag in Euro aufzurunden. Weitere Dezimalstellen finden keinerlei Berücksichtigung.

Zahlbeträge nach Abzug des hälftigen und vollen Kindergeldes

Nachfolgend sind die Zahlbeträge dargestellt, die sich nach Abzug des hälftigen Kindergeldes bei Minderjährigen und des vollen Kindergeldes bei volljährigen Kindern ergeben. Derzeit beträgt das Kindergeld für das erste und das zweite Kind 184 Euro, für das dritte Kind 190 Euro und ab dem vierten Kind 215 Euro.

Unterhalt für volljährige Kinder

Der Unterhalt für volljährige Kinder, die nicht bei ihren Eltern leben, steigt von 670 Euro pro Monat auf 735 Euro monatlich. Darin enthalten ist ein Wohnkostenanteil von 300 Euro. Das Kindergeld ist bei minderjährigen Kindern zur Hälfte und bei volljährigen Kindern vollständig anzurechnen. Die entsprechenden Zahlbeträge vermindern sich entsprechend der Werte des Kindergeldes.

Neu ab 2016: Mindestunterhaltsverordnung

Bis zum 31. Dezember 2015 wurde der Mindestunterhalt unter Berücksichtigung des Steuerbetrages für minderjährige Kinder berechnet. 
Dies ändert sich nun ab dem 01. Januar 2016. Dann orientiert sich der Mindestunterhalt direkt am Existenzminimum der Kinder.
Der entsprechende Betrag wird erstmals zum 01. Januar 2016 festgelegt und wird alle zwei Jahre erneut durch eine Rechtsverordnung bekannt gegeben.

Selbstbehalt für unterhaltspflichtige Personen

Tabelle: Der Selbstbehalt für unterhaltspflichtige Personen ist wie folgt geregelt

Die Höhe des Kindesunterhaltes

Die Düsseldorfer Tabelle spiegelt den Unterhalt für Kinder anhand des Nettoeinkommens und des Alters der Kinder wieder. Dabei findet eine Staffelung des Kindesunterhaltes statt. Es gibt 11 Staffelungen des Einkommens, angefangen bei unter 1.500 Euro netto pro Monat bis zur höchsten Unterhaltsstufe von über 5.101 Euro netto monatlich. Hier wird dann fallorientiert entschieden. Im Grunde genommen können aus der Düsseldorfer Tabelle 10 Stufen abgelesen werden. Die 11. Stufe des Einkommens muss vom Gericht entsprechend der Analyse des Falls geklärt und festgesetzt werden. Zu den Einkommensstufen gesellen sich 4 Altersstufen, ein Prozentsatz und ein Bedarfskontrollbetrag. Dieser findet sich in letzter Spalte der Düsseldorfer Tabelle wieder und dient für die Kontrolle des eigenen Bedarfs. Der Bedarfskontrollwert ist derjenige Wert, der zum Leben des Unterhaltspflichtigen bleiben muss. Der prozentuale Wert in der vorletzten Spalte dient als Steigerungswert des Unterhaltes der jeweiligen Gehaltsgruppe gegenüber dem Mindestunterhalt in der niedrigsten Gehaltsgruppe. Durch eine Multiplikation des Mindestunterhalts mit dem entsprechenden Prozentsatz wird die Höhe des Anspruchs auf Unterhalt bestimmt.

Die Höhe des Selbstbehalts

Aufgrund der Anhebung der Arbeitslosengeld II-Bezüge zum 01. Januar 2015 wurden die Werte des Selbstbehaltes im Rahmen der Düsseldorfer Tabelle ebenso angehoben. Somit ergeben sich 1.080 Euro als Selbstbehalt, wenn ein erwerbstätiger Ehegatte Kindern bis zum 21. Lebensjahr unterhaltspflichtig ist.  Nicht erwerbstätige Elternteile haben einen Selbstbehalt von 880 Euro. Bei volljährigen Kindern beträgt der Selbstbehalt 1.300 Euro. Die Anhebung des Selbstbehalts sei erforderlich, weil der Hartz-IV Regelsatz zum Jahreswechsel angehoben wird, so das Gericht. Damit soll verhindert werden, dass Unterhaltspflichtige in den unteren Einkommensklassen zu Hartz-IV-Empfänger werden.

Die Berücksichtigung des Kindergeldes

Kindergeld steht grundsätzlich beiden Elternteilen zur Hälfte zu. Da nicht beide Elternteile jeweils die Hälfte des Kindergeldes ausgezahlt bekommen können, wird das Kindergeld an dasjenige Elternteil ausgezahlt, bei dem das Kind wohnt. Dasjenige Elternteil, welches zum Unterhalt verpflichtet wurde, kann aufgrund des Fehlens der zweiten Hälfte des Kindergeldes diese vom Unterhalt abziehen.

Demzufolge sind in der Düsseldorfer Tabelle nicht die Zahlbeträge angegeben. Diese erhält man erst nach Abzug des hälftigen Kindergeldes. Das Kindegeld beträgt derzeit für das erste und zweite Kind 190 Euro pro Monat. Ab dem dritten Kind wird ein Kindergeld von 196 Euro und ab den vierten Kind 221 Euro gewährt.

Kindergeld
1. und 2. Kind 190 Euro
3. Kind 196 Euro
ab 4. Kind 221 Euro

Mehr dazu auf der Seite: Mehr Kindergeld 2015: Fakten und Beträge

Anrechnung des Kindergeldes bei volljährigen Kindern

Sofern das Kind volljährig ist und es ihm Kindergeld zusteht, so wird dieses in voller Höhe dem Unterhaltspflichtigen angerechnet, in dem der Betrag des Kindergeldes vom Betrag in der Düsseldorfer Tabelle abgezogen wird. Grund dafür ist die Volljährigkeit des Kindes, die eine Reduzierung des Kindesunterhaltes mit sich bringt, auch wenn die Unterhaltspflicht steigt. Die Berechnung des Unterhalts bei volljährigen Kindern wird ebenso anhand der Düsseldorfer Tabelle vorgenommen, jedoch gilt hier eine andere Art der Berechnung. Hier staffelt sich der Unterhalt an das Einkommen beider Unterhaltspflichtigen. Demzufolge müssen beide unterhaltspflichtige Elternteile mehr Unterhalt leisten, je mehr Einkommen sie vorzuweisen haben.

Die Ermittlung des unterhaltsrelevanten Einkommens

Die Ermittlung des relevanten Einkommens für die Unterhaltsberechnung ist eine komplexe Angelegenheit. Oftmals ist es so, dass das Nettogehalt auf dem Lohnzettel in den wenigsten Fällen mit dem unterhaltsrelevanten Nettoeinkommen übereinstimmt. Die Düsseldorfer Tabelle gibt hier keine Indizien darauf.

Der Unterhaltsrechner liefert erste ungefähre Werte

Mittels eines Unterhaltsrechners kann der Unterhalt vorab in ungefähren Werten bestimmt werden. Die Daten müssen jedoch mit Vorsicht genossen werden, da in vielen Fällen noch weitere Faktoren bei der Unterhaltsberechnung mit einfließen. 2015 zeichne sich eine Anhebung des Kinderfreibetrages ab. In dem Fall werde auch die Tabelle erneut angepasst.

Unterhaltsrechner - Düsseldorfer Tabelle Rechner 

Düsseldorfer Tabelle Historie

Wichtige Urteile zum Unterhalt auf Grundlage der Düsseldorfer Tabelle

OLG-HAMM – Beschluss, II-14 UF 165/12 vom 10.09.2012   VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Urteil, 12 S 1550/07 vom 16.12.2009
 VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Urteil, 12 S 1603/07 vom 16.12.2009 OLG-FRANKFURT-AM-MAIN – Beschluss, 2 UF 394/12 vom 06.03.2013 
 VG-KOELN – Urteil, 26 K 1803/12 vom 20.09.2012  OLG-HAMM – Urteil, II-12 UF 319/11 vom 11.07.2012
 AG-LUDWIGSLUST – Beschluss, 5 F 98/09 vom 21.09.2009 LSG-BADEN-WUERTTEMBERG – Urteil, L 7 AS 5570/06 vom 19.07.2007 
 VG-GOETTINGEN – Urteil, 2 A 70/05 vom 01.08.2006 NIEDERSAECHSISCHES-OVG – Urteil, 4 LC 323/02 vom 22.01.2003 
 OLG-KOELN – Beschluss, 14 WF 157/98 vom 29.10.1998 BGH – Beschluss, XII ZB 329/12 vom 17.04.2013 
 OLG-HAMM – Beschluss, II-2 UF 53/12 vom 17.01.2013 OLG-HAMM – Beschluss, II-4 UF 143/12 vom 20.12.2012 
 AG-NEUSS – Beschluss, 46 F 187/12 vom 30.10.2012  BGH – Urteil, XII ZR 17/11 vom 17.10.2012
 OVG-BERLIN-BRANDENBURG – Beschluss, OVG 6 M 102.11 vom 06.06.2012 NIEDERSAECHSISCHES-FG – Urteil, 15 K 234/11 vom 24.04.2012 
 LG-DORTMUND – Urteil, 4 O 320/10 vom 19.04.2012 BGH – Urteil, XII ZR 66/10 vom 18.04.2012 
VG-STUTTGART – Urteil, 7 K 3041/10 vom 13.04.2012  OLG-STUTTGART – Beschluss, 11 UF 331/11 vom 07.03.2012 
 KG – Beschluss, 17 WF 25/12 vom 24.02.2012  LSG-BADEN-WUERTTEMBERG – Urteil, L 7 SO 3580/11 vom 23.02.2012
 OLG-HAMM – Beschluss, II-8 UF 96/11 vom 16.11.2011 AG-FRANKFURT-AM-MAIN – Beschluss, 454 F 3056/11 UK vom 16.11.2011 
 VG-BERLIN – Urteil, 34 K 382.10 V vom 15.09.2011 OLG-HAMM – Urteil, II-5 UF 45/11 vom 14.09.2011 
 OLG-CELLE – Beschluss, 10 WF 300/11 vom 06.10.2011 LSG-BADEN-WUERTTEMBERG – Urteil, L 13 AS 4950/10 vom 27.09.2011 

 

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Urteile zu Kindesunterhalt

TVöD: Tarifvertrag 2016/2017 | Forum - Oeffentlicher Dienst | Autor: Frank Wegener