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TVöD SuE - Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst Sozial- und Erziehungsdienst

Die Entgeltordnung TVöD SuE, welche mit in den TVöD-B integriert ist, richtet sich vornehmlich an Beschäftigte im Dienstbereich der Betreuung.
Insgesamt sind in der Entgeltordnung im TVöD SuE die Entgeltgruppen 2 bis 15 verankert, wobei jeder Entgeltgruppe jeweils sechs Stufen zugeordnet sind. Ausgenommen ist die Entgeltgruppe 1, die lediglich 5 Stufen umfasst.

Entgelterhöhung 2017

Nach den Tarifverhandlungen im Frühjahr 2016 erhalten die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst im öffentlichen Dienst eine Entgelterhöhung von 2,40 Prozent für den Zeitraum vom 01. März 2016 bis zum 31. Januar 2017. Eine weitere Anhebung erfolgt zum 01. Februar 2017 um weitere 2,35 Prozent. Die Laufzeit ist dabei bis zum 28. Februar 2018 angesetzt.

Chronik der Entgelterhöhungen im SuE

Tabelle: Entgelterhöhungen im SuE

Entgelttabelle TVöD-SuE - TVöD

Mit Inkrafttreten der neuen Entgeltordnung erhalten die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst des TVöD folgende Entgelte:

TVöD-SuE - TVöD Sozial - Erziehungsdienst 2016 - 2017

 

 Beschäftigte im Sozial- und Erziehungsdienst gültig vom 1. März 2016 bis zum 31. Januar 2017

(monatlich in Euro)

SuE Entgelttabelle gültig ab 1. Februar 2017

(monatlich in Euro)

 

 

Arbeitszeit

Die Arbeitszeit beträgt im Bereich Ost 40 Stunden pro Woche und im Bereich West 39 Stunden pro Woche. Die Pausenzeiten sind dabei ausgenommen.

Eingruppierung

Die Beschäftigten werden je nach Erfahrungszeiten und Qualifikation eingruppiert. Sollte noch keine Berufserfahrung vorliegen, so wird der Beschäftigte der Stufe 1 zugewiesen. Sollte bereits eine  Berufserfahrung von einem Jahr vorliegen, so erfolgt eine Einstufung in die Stufe 2. Bei mindestens drei Jahren Berufserfahrung erfolgt die Eingruppierung in die Stufe 3. Der Arbeitgeber ist jedoch berechtigt, die Anrechnung der Berufserfahrung im Umfang selbst zu bestimmen. Dies bedeutet, dass die Berufserfahrung entweder vollständig, zum Teil oder auch gar nicht angerechnet werden kann.

Die Eingruppierung erfolgt nach folgenden ausgewählten Tätigkeitsmerkmalen:

Grafik: Die Eingruppierung

Sollte der Beschäftigte direkt und unmittelbar im Anschluss an ein Arbeitsverhältnis im öffentlichen Dienst (§ 34 Abs. 3 Satz 3 und 4) oder zu einem Arbeitgeber, der einen dem TVöD vergleichbaren Tarifvertrag anwendet, wechseln, so ist es möglich, die bereits erworbene Stufe beizubehalten. Dies obliegt jedoch dem Arbeitgeber. Ab der Stufe 3 erreichen die Beschäftigten die nächsthöhere Stufe nach einer bestimmten Stufenlaufzeit und in Abhängigkeit ihrer Leistung gemäß § 17 Abs. 2 TVöD.

Folgende Stufenlaufzeiten sind dabei derzeit festgehalten:

  • Stufe 2 nach einem Jahr in Stufe 1
  • Stufe 3 nach drei Jahren in Stufe 2
  • Stufe 4 nach vier Jahren in Stufe 3
  • Stufe 5 nach vier Jahren in Stufe 4
  • Stufe 6 nach fünf Jahren in Stufe 5

Abweichende Regelungen können die Entgeltgruppen S 4, S 8a und S 8b aufweisen.

Des Weiteren heißt es in § 12.3, Abs. 2:

Abweichend von Satz 1 ist Endstufe die Stufe 4  
a) in der Entgeltgruppe S 4 bei Tätigkeiten entsprechend dem Tätigkeitsmerkmal Fallgruppe 3 und
b) in der Entgeltgruppe S 8b bei Tätigkeiten entsprechend dem Tätigkeitsmerkmal Fallgruppe 3. Abweichend von Satz 6 erreichen Beschäftigte, die nach dem Teil B Abschnitt XXIV der Anlage 1 - Entgeltordnung (VKA) in der Entgeltgruppe S 8b bei Tätigkeiten der Fallgruppen 1 oder 2 eingruppiert sind, die Stufe 5 nach sechs Jahren in Stufe 4 und die Stufe 6 nach acht Jahren in Stufe 5.

Die Entgeltgruppen entsprechen folgenden Entgeltgruppen im Allgemeinen Teil des Tarifvertrages:

Die Entgeltgruppe

Der Entgeltgruppe

S 2

2

S 3

4

S 4

5

S 5

6

S 6 – S 8 b

8

S 9 – S 11 a

9 a

S 11 b – S 13

9 b

S 14

9 c

S 15 – S 16

10

S 17

11

S 18

12

Berufserfahrung und Stufenlaufzeit

Als Berufserfahrung zählen Erfahrungszeiten wie auch Praktikumszeiten (siehe Tarifvertrag für Praktikanten des öffentlichen Dienstes (TVPöD) vom 27. Oktober 2009), die im gleichen Beruf und in der gleichen Stellung erworben wurden. Der Arbeitgeber ist befugt, die bereits erworbene Stufe bei der Stufeneinteilung zu berücksichtigen, aber auch den Beschäftigten einer anderen Stufe zuzuweisen.

Garantiebeträge

Folgende Regelungen sind im TVöD-SuE verankert:

  • Beschäftigte in den Entgeltgruppen 9a bis 14: Unterschiedsbetrag zu dem Tabellenentgelt, das sich für den Beschäftigten bei dauerhafter Übertragung nach § 17 Abs. 4 Satz 1 bis 3 ergeben hätte
  • Beschäftigte in eine der Entgeltgruppen 1 bis 8: Zulage 4,5 v.H. des individuellen Tabellenentgelts des Beschäftigten
  • Eingruppierung in eine höhere Entgeltgruppe: Beschäftigten werden derjenigen Stufe zugeordnet, in der sie mindestens ihr bisheriges Tabellenentgelt erhalten, mindestens jedoch der Stufe 2.
    • Garantiebetrag dann, wenn Höhe des Unterschiedsbetrags zwischen dem derzeitigen Tabellenentgelt und dem Tabellenentgelt nach Satz 1:
      • ab 01. Februar 2017: in den Entgeltgruppen 1 bis 8 weniger als 58,98 Euro,
      • ab 01. Februar 2017: in den Entgeltgruppen 9a bis 15 weniger als 94,39 Euro beträgt.

Jahressonderzahlung Tarifgebiet West und Ost

2016 / S 2 – S 9

2016 / S 10 – S 18

2017 / S 2 – S 9

2017 / S 10 – S 18

Tarifgebiet West

87,89 %

78,13 %

82,05 %

72,52 %

Tarifgebiet Ost

jeweils 75 % der West-Beträge

 

Siehe auch:

Leiter von Kindertagesstätten: Überleitung von Entgeltgruppe TVöD-SuE 
Sozialpädagogen und Sozialarbeiter: Überleitung von Entgeltgruppe TVöD-SuE
Erzieher: Überleitung von Entgeltgruppe TVöD-SuE 
Kinderpfleger: Überleitung von Entgeltgruppe TVöD-SuE
Entgeltgruppe der TVöD SuE – Sozial- und Erziehungsdienst

TVöD: Tarifvertrag 2017/ 2018 | Forum - Oeffentlicher Dienst | Autor: Frank Wegener