| Tarifrunde für den öffentlichen Dienst: Höhere Besoldung gefordert |
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Am 04. Februar 2011 findet die Tarifverhandlung für Beamte der Landes- und Kommunalverwaltung sowie für die Tarifbeschäftigten der Länder statt, in der ver.di, der DGB, die Landesregierungen sowie die Tarifgemeinschaft der Länder über das von der Bundestarifkommission am 14. Dezember 2010 festgelegte Tarifergebnis beraten. Die Bundestarifkommission fordert eine lineare Erhöhung der Besoldung um drei Prozent sowie einen zusätzlichen monatlichen Sockelbetrag von 50 Euro, auch für Beamte und Beamtinnen in Städten, Gemeinden, Landesverwaltungen und Landkreisen für eine Mindestlaufzeit von 14 Monaten. Für Beamte sollen die Ergebnisse zeit- und inhaltsgleich übertragen werden. Tarifergebnisse die nicht auf Beamte übertragen werden können, sollen durch Verbesserungen hinsichtlich der Arbeitsbedingungen ausgeglichen werden. Dies könnte beispielsweise eine Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit auf das geltende Tarifniveau sein.Ebenso sollen Auszubildende im öffentlichen Dienst eine Übernahmegarantie und Gewerkschaftsmitarbeiter eine Extraleistung erhalten sowie regionale Tarifverträge zur Altersteilzeit geschaffen werden. Angestrebt wird zudem eine Eingruppierung angestellter Lehrer in das Tarifwerk des öffentlichen Dienstes. Berlin wurde zwangsläufig im Jahre 1994 aus der TdL ausgegrenzt, weil es für ostdeutsche Beschäftigte keine Löhne nach Westniveau zahlen wollte, was eine Verletzung der Grundsätze der Tarifgemeinschaft der Länder darstellt. Hessen ist im Jahr 2004 freiwillig ausgetreten.
Grund für die Übertragungen ist die Spaltung des Tarifverbundes der öffentlichen Länder im Jahr 2004. Die Länder versuchten damals längere Arbeitszeiten durchzusetzen und stiegen letzen Endes aus dem Tarifverbund aus.
Kostenpunkt für die Durchsetzung der geforderten Eckpunkte seitens der Bundestarifkommission wäre insgesamt laut der Gewerkschaften rund 3,9 Milliarden Euro jährlich, laut der Arbeitgeberseite 4,5 Milliarden Euro pro Jahr. Brandenburg wäre das „günstigste“ Bundesland mit 21 Prozent an Personalkosten, Bayern hingegen das „Teuerste“ mit rund 41 Prozent. Quelle: beamte.verdi.de
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| Aktualisiert ( Donnerstag, 27. Januar 2011 um 17:48 ) |






