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Durchschnittlich 18 mal pro Jahr gehen deutsche Bürger zum Arzt. Dabei jedoch nicht immer zum Hausarzt, oftmals auch zum Facharzt und das ohne eine Überweisung. Wer dies künftig weiter tut, dem droht eine Facharztrechnung.

Wie Medien berichten, sollen Facharztbesuche ohne Überweisungsschein künftig vom Patienten selbst bezahlt werden. Denn seit der Abschaffung der Praxisgebühr fordern Kassenärzte eine Verringerung der Arztbesuche. Ein kostenpflichtiger Arztbesuch wäre da in den Augen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) die idealste Lösung, um Patienten nachhaltig fern zu halten, wie sie in einem Bericht für die Bundestagswahl klar macht.

Patienten, die trotzdem ohne Überweisungsschein zum Facharzt gehen, sollen die Behandlung selbst zahlen und sich die Kosten von der Krankenkasse im Nachhinein erstatten lassen.
Insgesamt wären dann drei Tarife bei der Krankenkasse wählbar:

(1) Der Standardtarif: Besuch beim Facharzt ausschließlich mit Überweisungsschein; keine Kosten für den Patienten
(2) Erweiterter Standardtarif: Eigenbeteiligung möglich, Facharzt kann besucht werden auch ohne Überweisungsschein, muss jedoch selbst bezahlt werden; Kosten werden von der Krankenkasse im Nachhinein erstattet
(3) Luxustarif: Frei wählbarer Hausarzt und Facharzt, bei dem ein Zusatzbeitrag an die Krankenkasse entrichtet werden muss

Quelle: welt.de



TVöD: Tarifvertrag 2018/ 2019, Entgelttabellen, Rechner | Oeffentlicher Dienst | Autor: Frank Wegener