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Bundesweit wollen heute rund 30.000 Ärzte für eine bessere Vergütung, dem Ärztehonorar, protestieren und das trotz der gestrigen errungenen Einigung mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und dem Krankenkassen-Verband. Am späteren Abend konnte eine Einigung nach acht Stunden Verhandlungsmarathon zwischen der Allianz der Deutschen Ärzteverbände und der Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und dem Krankenkassen-Verband errungen werden.

Die Allianz der Deutschen Ärzteverbände nahm an den Verhandlungen nicht teil, bekräftigte aber die heutigen Streitkaktionen. Gemäß der Einigung sollen Deutschlands 150.000 Kassenärzte im Jahre 2013 zwischen 1,15 und 1,27 Milliarden Euro mehr verdienen. Trotz des Ergebnisses bleiben heute zahlreiche Praxen von Hausärzten und Fachärzten bundesweit dicht. Sie fordern weitere Verbesserungen hinsichtlich der Vergütung. Welcher Arzt wie viel mehr verdienen wird, hängt von dem jeweiligen Bundesland und der Region ab. Fakt ist, dass derzeit Mediziner durchschnittlich 5.442 Euro netto verdienen, jedoch mit größeren Spannweiten. Im Jahre 2011 stiegen die Kassenausgaben um etwa 10 Prozent auf 33,7 Milliarden Euro.

Die Erhöhung der Vergütung soll lediglich dem Ausgleich dienen, denn durch Inflation, Kostensteigerungen und Mehrarbeit sanken die Einnahmen der Ärzte kontinuierlich. Mit der Erhöhung sollen diese wirtschaftlichen Defizite ausgeglichen werden. Ärzte werden anhand eines sogenannten Orientierungspunktwertes vergütet. Dies bedeutet, dass Mediziner mit diesem Verfahren teils pauschal, teils in Abhängigkeit von den Behandlungen und Diagnosen bezahlt werden.

Diagramm: Ärztehonorare 2010 im Durchschnitt

Quelle: KBV; Internisten sind hier als Fachärzte tätig

 

 

 

TVöD: Tarifvertrag 2018/ 2019, Entgelttabellen, Rechner | Oeffentlicher Dienst | Autor: Frank Wegener