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Die Tarifverhandlungen am 23.01.2018 in Niederkassel bei Bonn für die rund 130.000 Tarifbeschäftigten der Deutschen Post AG blieben ohne Ergebnis. Die Arbeitgeber legten kein adäquates Angebot vor. Die Gewerkschaft ver.di fordert für die Beschäftigten sechs Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.  Die Entgelttabellen wurden zum 31. Januar 2018 bereits gekündigt.

Wahlmöglichkeit zwischen Gehaltserhöhung und Freizeit

Für die Gewerkschaft ist klar, dass sechs Prozent mehr Lohn drin sein müssen. Auch wenn die Arbeitgeber dies bisher abgelehnt haben, die Gewerkschaft gibt sich (noch) nicht geschlagen. Zudem will sie für die Postangestellten auch eine tarifvertragliche Wahlmöglichkeit schaffen, bei der Arbeitnehmer zwischen einer teilweisen Gehaltserhöhung und einem Freizeitausgleich wählen können. Dies bedeutet, dass Beschäftigte wählen können, ob sie lieber einen Teil der vereinbarten Gehaltserhöhung in Freizeit umwandeln wollen oder stattdessen die volle Entgelterhöhung erhalten möchten.

Postzulage soll weiterhin für Beamte gelten

Überdies will ver.di das aufgrund einer leistungsbedingten Beurteilung gezahlte variable Entgelt, welches nur einmal pro Jahr gezahlt wird, in eine feste monatliche Zahlung umwandeln. Des Weiteren sollen die rund 32.000 Postbeamten weiterhin die sogenannte Postzulage, die eine  Sonderzulage für Bundesbeamte darstellt, erhalten.

Gespräche auf zweite Tarifverhandlung vertagt

Dass die erste Tarifverhandlung ergebnislos geblieben ist, war zu erwarten. Die Gespräche sind auf den 6. und 7. Januar 2018 in Berlin vertagt worden. Die Gewerkschaft erwartet dann konkretere Angaben seitens der Arbeitgeber.

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Informationen für Postbeamte

Quelle: wdr.de

TVöD: Tarifvertrag 2018/ 2019, Entgelttabellen, Rechner | Oeffentlicher Dienst | Autor: Frank Wegener