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Der Mindestlohn soll zum 01. Januar 2017 in Deutschland von 8,50 Euro auf 8,84 Euro pro Stunde steigen. Dies beschloss das Bundes¬kabinett in einer Rechts¬verordnung auf Grundlage der Empfehlung der Mindestlohnkommission.

Die Mindestlohnkommission legte im Juni 2016 fest, dass sie sich an den Monatsindex der Entgelte pro Stunde ohne Einbeziehung von Sonderzahlungen orientieren wird. Der monatliche Index stieg zwischen Dezember 2014 und Juni 2016 um 3,2 Prozent, was aktuell zur Folge hat, dass der Mindestlohn zu niedrig festgesetzt ist.

Die Quote von 3,2 Prozent beinhaltet alle tariflichen Abschlüsse und vorher festgesetzte Stufenanhebungen, die von Januar 2015 bis einschließlich Juni 2016 bereits ausgezahlt wurden. Des Weiteren berücksichtigte die Mindestlohnkommission auch den Tarif¬abschluss im öffentlichen Dienst.

Die hier durchgesetzten Entgelterhöhungen, die zwar erst in der zweiten Jahreshälfte berücksichtigt wurden, wurden jedoch rückwirkend zum 01. März 2016 in die Quote mit einberechnet.

Insgesamt gab es in Deutschland im April 2015 rund 1,9 Millionen Arbeitsmöglichkeiten auf Mindestlohnbasis.

Quelle: destatis.de

 

TVöD: Tarifvertrag 2018/ 2019, Entgelttabellen, Rechner | Oeffentlicher Dienst | Autor: Frank Wegener