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Das Elterngeld sieht eine monatliche Unterstützung bis zu 1800 Euro für Eltern vor. Der Antrag muss rechtzeitig bei der entsprechenden Elterngeldstelle eingereicht werden. Bei der Antragstellung müssen verschiedene Punkte beachtet werden.

Zunächst muss der Elterngeldantrag innerhalb der ersten drei Lebensmonate des neu geborenen Kindes gestellt werden. Die Höhe des Elterngeldes, was dem Paar zusteht, hängt vom Einkommen ab.

Nachträgliche Änderungen für noch nicht ausgezahlte Monate möglich

Über den Antrag sollte man sich am besten vor der Geburt schon Gedanken machen und Informationen über alle Regelungen und Optionen einholen. Der Antrag ist zwar insoweit flexibel, als dass er nachträglich geändert werden kann. Die Änderung ist aber nur für die Monate möglich, die noch nicht ausgezahlt wurden.

Die Einreichung des Antrags kann nur nach der Geburt des Kindes erfolgen, da die Eltern auch eine Geburtsbescheinigung vorlegen müssen. Da eine rückwirkende Auszahlung nur drei Monate ab dem Zeitpunkt der Antragsstellung machbar ist, sollten entsprechend nicht mehr als drei Monate nach der Geburt vergehen, ehe sie den Antrag einreichen. Nur dann ist das volle Elterngeld gesichert.

Über zuständige Elterngeldstelle informieren

Der Elterngeldantrag muss schriftlich erfolgen und an die zuständige Elterngeldstelle geschickt werden. Welche für sie zuständig ist, können sie über die Postleitzahlsuche in Erfahrung bringen. Zu beachten ist auch, dass jedes Bundesland einen eigenen Antrag hat.

Ein Online-Antrag ist nur in Bayern und im Saarland möglich. Die Eltern können ihn schon vor der Geburt ausfüllen und solange speichern.

Bescheinigungen vollständig beilegen

Der Elterngeldantrag muss von beiden Eltern unterschrieben werden. Wenn ein Elternteil das alleinige Sorge- oder Aufenthaltsbestimmungsrecht hat, reicht eine Unterschrift.

Dem Antrag muss die Geburtsbescheinigung im Original beiliegen. Als Verwendungszweck wird dann „Elterngeld“ oder „für soziale Zwecke“ eingetragen.

Auch die Krankenkasse muss eine Bescheinigung über den Bezug von Mutterschaftsgeld und der Arbeitgeber ebenfalls eine Bescheinigung über den Zuschuss zum Mutterschaftsgeld nach der Geburt ausstellen.

Verbeamtete Mütter müssen eine Bescheinigung über die Dienstbezüge während des Mutterschutzes nach der Geburt vorlegen.

Einkommen bestimmt Höhe des Elterngeldes

Die für die Berechnung der Höhe des Elterngeldes nötigen Einkommensnachweise sollten in Form von Lohn- oder Gehaltsabrechnungen des letzten Jahres (zwölf Monate) beigelegt werden. Bei Selbstständigen gilt der Steuerbescheid für den letzten abgeschlossenen Veranlagungszeitraum vor der Kindesgeburt.

Falls sie trotz Elterngeld noch berufstätig sein möchten, brauchen sie vom Arbeitgeber eine Bestätigung der Teilarbeitzeit, Selbständige machen eine eigene Erklärung über die Arbeitszeit.

Dokumenten die Sie für Elterngeldantrag brauchen

  • Antrag auf Elterngeld: Der Antrag muss von beiden Eltern unterschrieben werden.
  • Geburtsbescheinigung des Kindes: Die Geburtsbescheinigung muss im Original eingereicht werden
  • Arbeitgeberbescheinigung: Beläge über den Zuschuss zum Mutterschaftsgeld nach der Geburt.
  • Bescheinigung der Krankenkasse über den Bezug von Mutterschaftsgeld
  • Nur bei Beamtinnen: Bescheinigung über die Dienstbezüge während des Mutterschutzes
  • Einkommensnachweise: Lohn- oder Gehaltsabrechnungen für die letzten zwölf Monate vor der Geburt des Kindes

In Bayern und im Saarland ist es möglich den Antrag online zu stellen.

TVöD: Tarifvertrag 2018/ 2019, Entgelttabellen, Rechner | Oeffentlicher Dienst | Autor: Frank Wegener