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Im Jahr 2015 gibt es für viele Arbeitnehmer und Arbeiter Änderungen in der Lohnabrechnung. Die wichtigsten Änderungen sind nachfolgend dargestellt.

Kranken- und Pflegeversicherung

Die Beitragsbemessungsgrenzen für die Kranken- und Pflegeversicherung steigen. Die Beitragsbemessungsgrenze ist die Grenze, bis zu der ein Betrag erhoben wird. Bei der Kranken- und Pflegeversicherung steigen die Bemessungsgrenzen von 48.600 Euro pro Jahr auf 49.500 Euro.

Renten- und Arbeitslosenversicherung

Für die Renten- und Arbeitslosenversicherung steigen ebenso die Beitragsbemessungsgrenzen. Der Betrag von 60.000 Euro für das Gebiet Ost wird auf 62.400 Euro angehoben. Für das Gebiet West steigt die Beitragsbemessungsgrenze von 71.400 Euro auf 72.600 Euro pro Jahr.

Pflegeversicherung

Bei der Pflegeversicherung steigt der Beitragssatz um 0,3 Prozent auf 2,35 Prozent für Personen mit Kindern und auf 2,6 Prozent für kinderlose Personen.

Gesetzliche Krankenversicherung

Die gesetzlichen Krankenkassen müssen ihren Beitrag von 15,5 Prozent auf 14,6 Prozent senken. Im Zuge der Senkung, die von der Regierung beschlossen wurde, können sie einen Zusatzbeitrag von maximal 0,9 Prozent erheben. Für Arbeitnehmer ergibt dies bei einem Verdienst von 30.000 Euro pro Jahr eine Ersparnis von 270 Euro, sofern die Krankenkasse keinen Zusatzbeitrag erhebt. Die Leistung ist zu 95 Prozent festgeschrieben. Große Einbußen bei einem Wechsel der Krankenkasse sind nicht zu befürchten. Jedoch können sich einige Änderungen ergeben und sollten vor einem Wechsel der Krankenkasse in Erfahrung gebracht werden. Ein wichtiger Punkt ist hierbei die Zahnreinigung. Viele Krankenkassen übernehmen eine Reinigung pro Jahr bis zu 100 Euro. Einige Kassen übernehmen jedoch keine Kosten der Zahnreinigung.

Gesetzliche Rentenversicherung

Die Beiträge der gesetzlichen Rentenversicherung werden von 18,9 Prozent auf 18,7 Prozent gesenkt. Grund dafür sind die Einnahmen der Rentenversicherung, die über die monatlichen Ausgaben lagen. Jährlich macht dies eine Ersparnis von 48 Euro aus, wenn ein Einkommen von 24.000 Euro pro Jahr zugrunde gelegt wird. Im Rahmen eines Minijobs sollten Arbeitnehmer achtsam sein, dass die Abgaben zur Rentenversicherung geringer sind. Sie erhalten dann nämlich mehr Geld.

Basisversorgung (Rürup-Rente, Versorgungswerke, gesetzliche Rentenversicherung)

Die steuerliche Grenze der Basisversorgung wird von 20.000 Euro auf 22.172 Euro pro Jahr angehoben. Dies bedeutet, dass 80 Prozent der Beiträge im Jahr 2015 als Sonderausgaben geltend gemacht werden können. Bei einer Einzahlung von 22.172 Euro pro Jahr können demnach 17.737,60 Euro von der Steuer abgesetzt werden.

Briefporto

Das Briefporto steigt auf 62 Cent. Pakete und Päckchen steigen ebenso im Preis.

Elternzeit

Bei der Elternzeit gibt es Neuerungen. Es kann ab 2015 ein Elterngeld Plus in Anspruch genommen werden. Eltern können dadurch weiterhin in Teilzeit arbeiten, erhalten aber dann Elterngeld für 24 Monate zur Hälfte des Betrages beim regulären Elterngeld, welches in der Regel für 12 Monate vorgesehen ist.

Erste-Hilfe-Kästen

Die Erste-Hilfe-Kästen müssen ab 2015 mit neuen Pflastern ausgestattet werden. Dabei sind alte Kästen noch bis zum Ablauf gültig.

Geschenke vom Arbeitgeber

Geschenke vom Arbeitgeber sind bis zu einem Wert von 60 Euro steuerfrei, inklusive der Mehrwertsteuer. Bisher waren 40 Euro als steuerfrei gültig.

Siehe auch:

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TVöD: Tarifvertrag 2018/ 2019, Entgelttabellen, Rechner | Oeffentlicher Dienst | Autor: Frank Wegener