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Die Gewerkschaften Komba und dbb-tarifunion fordern eine Anhebung des Entgeltes für die Beschäftigten der Rettungsdienst Oberhavel GmbH. Die Rettungsdienst Oberhavel GmbH vergütet ihre rund 170 Mitarbeiter im  Rettungsdienst nach einem Haustarifvertrag. Die Gewerkschaften fordern nun, dass der TVöD Grundlage für den hauseigenen Tarifvertrag werden soll.

Zudem sollen die Gehälter der im Rettungsdienst tätigen Mitarbeiter an den TVöD angeglichen und die „Nullrunden“ beendet werden. Die Beschäftigten haben seit dem Jahr 2005 keine Lohnerhöhung mehr erhalten. Vor allem Rettungssanitäter und Rettungsassistenten seien davon besonders betroffen.

Rettungssanitäter der Oberhavel-Kliniken verdienen bei einer Wochenarbeitszeit von 48 Stunden etwa 1.650 Euro brutto monatlich. Rettungsassistenten werden mit rund 1.750 Euro brutto pro Monat auch nicht allzu besser vergütet. Dies gab der Betriebsratschef Torsten Draber bekannt. Die Differenz zum TVöD liegt dabei bei etwa 250 bis 300 Euro. Geld, was den Beschäftigten der Rettungsdienst Oberhavel GmbH fehlt. „Wir sind der Meinung, dass es an der Zeit ist, eine Anpassung vorzunehmen“, teilt Draber mit.

Noch schlechter vergütet werden diejenigen Mitarbeiter, die von der Oberhavel GmbH vom DRK Gransee im Jahre 2011 übernommen wurden. Die Differenz zum TVöD liegt hierbei bei etwa 500 Euro pro Monat. Insgesamt gesehen liegen die Löhne der Beschäftigten der Rettungsdienst Oberhavel GmbH im unteren Drittel im Landesvergleich. Trotz der schlechten Bezahlung und den Forderungen der Gewerkschaften nach einer Lohnanpassung lehnen die Arbeitgeber bisher eine Erhöhung der Entgelte ab.

Für den Betriebsratsvorstand Draber ist dieses Verhalten der Arbeitgeber nicht nachvollziehbar. Er verweist auf eine Vergütung der Rettungssanitäter und Rettungsassistenten durch die Krankenkassen.

Quelle: maerkischeallgemeine.de

TVöD: Tarifvertrag 2018/ 2019, Entgelttabellen, Rechner | Oeffentlicher Dienst | Autor: Frank Wegener