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Die Rente berechnet sich danach, wie viel man monatlich brutto verdient hat. Wer zum Beispiel 1000 Euro brutto monatlich verdient, erreicht damit nur ein Drittel des deutschlandweiten Durchschnittsgehalts, das zurzeit 3022 Euro beträgt. Mit 1000 Euro brutto gibt es von der Deutschen Rentenversicherung pro Jahr 0,33 Entgeltpunkte. Wer 45 Jahre mit diesem Gehalt durcharbeitet, erhält einen Rentenanspruch von 453 Euro. Bei 1500 Euro gibt es für jedes Beitragsjahr 0,49 Entgeltpunkte und somit kommt man nach 45 Jahren auf 680 Euro monatliche Rente.

Was ist bei der Rente sehr wichtig

Als Geringverdiener wird man also auch im Rentenalter weniger in der Tasche haben. Zum Vergleich: Bei einem monatlichen Einkommen von 6800 gibt es 2811 Euro von der Rentenversicherung. Doch weil sich die Rentenwerte sowie die Gehälter in Deutschland geändert haben, kann man letztendlich die Höhe der Rente meist auch nur schätzen. Das heißt, dass sich die Rentenwerte in Zukunft wahrscheinlich noch nach oben hin entwickeln, da diese jedes Jahr angehoben werden. Denn die Rentenwerte hängen eng mit der allgemeinen Lohnentwicklung zusammen. Zudem spielen auch noch andere Faktoren eine Rolle, wie Berufsbildung, Kinder oder ein Jobwechsel, aber auch Arbeitslosigkeit.

Wie sich die Rente zusammensetzt und wie sie berechnet wird

Bei der Rentenberechnung sind folgende Faktoren wichtig: Gehalt, Entgeltpunkte, Rentenwert. Letzterer wird mit jedem Entgeltpunkt multipliziert. Der zukünftige Rentner erhält für jedes Jahr, das er arbeitet, von der Deutschen Rentenversicherung Entgeltpunkte. Je mehr man verdient, desto mehr dieser Punkte hat man. Einen vollen Punkt gibt es bei einem monatlichen Einkommen von 3022 Euro, dem Durchschnittsgehalt in Deutschland. Jeder Punkt bedeutet, dass es von der Deutschen Rentenversicherung einen Rentenwert von 30,45 Euro gibt. Zum Vergleich: 1990 lag dieser Rentenwert bei 39,58 D-Mark, was heute umgerechnet 20,23 Euro ergibt. Erhöht die Bundesregierung die Renten, dann bedeutet das immer, dass der Rentenwert steigt. Und wenn dieser Wert steigt, weil er an die Lohnentwicklung gekoppelt ist, dann könnte es in Zukunft auch mehr Rente geben.

Wie hoch ist die maximale Rente?

Durchschnittsverdiener haben bei Renteneintritt meist zwischen 40 und 48 Entgeltpunkte angesammelt. Das heißt für sie, dass sie mit 1218 bist 1461 Euro Rente rechnen können. Wer weniger Rente erhält oder wem das nicht reicht, der kann seine Rente aufstocken durch freiwillige Zahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung oder eine Riester-Rente abschließen. Die Bemessungsgrenze für Beiträge zur Rentenversicherung beträgt 2016 bereits 6200 Euro monatlich. Das heißt, dass diejenigen, die mehr verdienen, nur Beiträge einzahlen bemessen auf 6200 Euro. Auch der Rentenanspruch wird nur für diesen Betrag ermittelt. Bei 40 Jahren Beitragszeit sind das 2498 Euro brutto. Werden Kindererziehungszeiten und Ausbildung angerechnet, sogar mehr.

Video: Wie funktioniert die gesetzliche Rente? 

 

Siehe auch:

Die Rente

Die Deutsche Rentenversicherung stellt einen Rentenrechner online zur Verfügung.

Zum Rechner

TVöD: Tarifvertrag 2018/ 2019, Entgelttabellen, Rechner | Oeffentlicher Dienst | Autor: Frank Wegener