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Am heutigen Donnerstag, den 18. Dezember 2014, wollen die Gewerkschaften ihre Forderungen für die Tarifrunde 2015 für den TV-L bekannt geben. Schon jetzt zeichnet sich eine zähe Tarifrunde 2015 ab, in der die Gewerkschaften versuchen werden, ihre bislang nicht erkämpften Ziele durchzusetzen.

Anfang des Jahres 2015 werden die Verhandlungen über den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder starten. Betroffen werden rund 2,4 Millionen Beschäftigte sein, die im öffentlichen Dienst im TV-L eingruppiert sind.

Am heutigen Donnerstag, den 18. Dezember 2014, wollen die Gewerkschaften ihre Forderungen für die Tarifrunde 2015 für den TV-L bekannt geben. Schon jetzt zeichnet sich eine zähe Tarifrunde 2015 ab, in der die Gewerkschaften versuchen werden, ihre bislang nicht erkämpften Ziele durchzusetzen.

Anfang des Jahres 2015 werden die Verhandlungen über den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder starten. Betroffen werden rund 2,4 Millionen Beschäftigte sein, die im öffentlichen Dienst im TV-L eingruppiert sind.

Forderungen im Detail:

Die ver.di-Bundestarifkommission hat ihre Forderungen für die Tarif- und Besoldungsrunde 2015 im öffentlichen Dienst der Länder beschlossen.

Im Detail sollen die rund 800.000 Tarifbeschäftigten der Länder, Hessen ausgeschlossen, eine Entgelterhöhung von 5,5 Prozent erhalten, mindestens jedoch 175 Euro pro Monat. Die vertragliche Laufzeit soll dabei auf 12 Monate festgesetzt werden. Die Entgelterhöhung wird vom ver.di-Vorsitzenden Frank Bsirske mit den Gehaltserhöhungen in der Privatwirtschaft erklärt. Der öffentliche Dienst solle bei den Gehältern nicht hinterherhinken.

Für die Auszubildenden will die Gewerkschaft ihre Übernahme nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung, die Anhebung der Auszubildendenvergütung um 100 Euro pro Monat und 30 Tage Urlaub pro Jahr durchsetzen.

Befristungen ohne wichtigen Grund werden von der Gewerkschaft abgelehnt. Ebenso gilt dies für jeden Eingriff in die Leistungen der betrieblichen Altersvorsorgung.

Ver.di wird gemeinsam mit der GdP, der GEW und dem dbb beamtenbund und tarifunion am 16. Februar 2015 in Berlin zur ersten Tarifrunde verhandeln. Insgesamt sind 1,2 Millionen Beamte und etwa 700.000 Versorgungsempfänger sowie rund 800.000 Tarifbeschäftigte betroffen.

Hier ein kurzer aktueller Überblick über die bisherigen Forderungen:

Gewerkschaft Forderungen
Ver.di

Übertragung der Tarifergebnisse 1:1 auf die Beamten  und Versorgungsempfänger, demnach Besoldungserhöhung um 5,5 Prozent

Auszubildende erhalten 30 statt 27 Tage Urlaub im Jahr

Auszubildendenvergütung soll um 100 Euro pro Monat steigen

Keine sachgrundlosen Befristungen mehr

Gehaltserhöhung für die Tarifbeschäftigten um 5,5 Prozent, mindestens jedoch um 175 Euro
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft

Entgeltordnung für die 200.000 angestellten Lehrkräfte; Mehrkosten sollen in Tarifrunde 2015 eingebracht werden

Abschaffung der Befristung im Teilzeit- und Befristungsgesetz

5,5 Prozent mehr Lohn für Lehrkräfte
Gewerkschaft der Polizei

Verlängerung der Übernahmeregelung für die Auszubildenden

5,5 Prozent mehr Besoldung für Polizeibeamte, mindestens 175 Euro pro Monat

dbb Beamtenbund und tarifunion

Anhebung der Tabellenentgelte (TV-L und TVÜ-Länder) um 5,5 Prozent, mindestens aber um 175 Euro

Erhöhung der Auszubildendenvergütung um 100 Euro pro Monat

Laufzeit der Tarifregelung 12 Monate

Zeit- und inhaltsgleiche Übertragung des Tarifergebnisses auf die Beamten

Stetige Übernahme aller Auszubildenden im Bereich der Länder

Neue Entgeltordnung für angestellte Lehrkräfte

 

 

TVöD: Tarifvertrag 2018/ 2019, Entgelttabellen, Rechner | Oeffentlicher Dienst | Autor: Frank Wegener