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Mit Ende der Tarifrunde 2012 stehen noch einige Verhandlungen an. So wird in den Bereichen Landwirtschaft, in der westdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie und in einigen Zweigen des privaten Verkehrsgewerbes in den kommenden Wochen und Monaten um ein Ergebnis verhandelt.
Insgesamt geht es um Tarifverträge für 12,5 Millionen Beschäftigten in diversen Sparten und Berufsgruppen.

 

Tarifrunde 2013
Tarifrunde 2014

Von Tarifverhandlungen bis 2014 ausgeschlossen
Tarifrunde 2013: Die Kündigungstermine

 

Gemäß dem Kündigungstermin vom 31. Dezember 2012 sollen Verhandlungen im öffentlichen Dienst der Länder in den Gebieten Ost und West, jedoch ohne Berlin, mit der Gewerkschaft ver.di stattfinden. Somit ist der öffentliche Dienst mit insgesamt etwa 630.400 Beschäftigten mit die letzte Verhandlungsrunde in diesem Jahr, bevor die Tarifrunde 2013 beginnt.

Tarifrunde 2013

Die Tarifrunde 2013 startet mit dem Kündigungstermin am 31. Januar 2013 unter anderem mit Tarifverhandlungen im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) in den Gebieten Ost und West mit insgesamt etwa 35.000 Beschäftigten. An den Verhandlungen wird die Gewerkschaft EVG beteiligt sein.

Gemäß dem Kündigungstermin am 28. Februar 2013 finden Tarifrunden mit der Gewerkschaft NGG im Hotel- und Gaststättengewerbe in Niedersachsen und Bayern statt. Insgesamt sind von einem Ergebnis rund 162.000 Beschäftigte betroffen. Nur minimal geringer mit rund 144.900 ist die Beschäftigtenquote im Privaten Verkehrsgewerbe in Nordrhein-Westfalen. Hier wird die Gewerkschaft ver.di ebenso im Februar / März versuchen, ein Ergebnis zugunsten der Mitarbeiter zu erzielen.


Laut dem Kündigungstermin am 31. März 2013 finden weitere wichtige Tarifrunden zeitnah statt. So verhandelt IG Bau für etwa 650.000 Beschäftigten im Bereich Bauhauptgewerbe in den Gebieten Ost und West neue Einkommenstarife. Die Gewerkschaft ver.di wird unter anderem im Einzelhandel in Hessen für rund 463.200 Beschäftigten, im Groß- und Außenhandel in Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen für etwa 371.100 Mitarbeiter, im Versicherungsgewerbe in den Tarifgebieten Ost und West mit immerhin noch 173.400 Beschäftigten und bei der Deutschen Post AG ebenso in den Tarifgebieten Ost und West mit 128.000 Beschäftigten Verhandlungen mit den Arbeitgebern aufnehmen.


Mit dem Kündigungstermin am 30. April 2013 werden weitere wichtige Tarifrunden angekündigt, wie unter anderem die Verhandlungsrunde mit der Gewerkschaft IGM in der Metall- und Elektroindustrie in den Tarifgebieten Ost und West mit insgesamt rund 3.443.300 Beschäftigten. Auch im Einzelhandel in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Bayern und Bremen mit etwa 1.273.000 Mitarbeitern soll verhandelt werden. Hier wird ver.di die Tarifverhandlungen aufnehmen.


In den folgenden Monaten werden weitere Tarifverhandlungen stattfinden. Unter anderem im öffentlichen Dienst im Sparten-TV Nahverkehr mit etwa 13.000 Beschäftigten. Hier werden in den Monaten Juli / August Verhandlungen mit den Arbeitgebern und ver.di geführt werden.
Im vierten Quartal 2013 soll es zu Tarifverhandlungen in den Bereichen der Zeitarbeit kommen. Die DGB Tarifgemeinschaft wird einmal im Bereich Zeitarbeit (BZA) in den Tarifgebieten Ost und West mit rund 500.000 Beschäftigten und im Bereich Zeitarbeit (iGZ) ebenso in den Tarifgebieten Ost und West mit etwa 390.000 Mitarbeitern Tarifverhandlungen führen.


Verhandlungen mit den Krankenkassen wie der AOK in den Gebieten Ost und West mit rund 41.400 Beschäftigten und der Barmer-GEK ebenso in den Tarifgebieten Ost und West mit rund 22.400 Mitarbeitern werden gegen Ende des Jahres erwartet.

Tarifrunde 2014


Den Auftakt der Tarifrunde 2014 bilden unter anderem Tarifverhandlungen in der Chemischen Industrie in Schleswig Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Bremen, Westfalen, Baden-Württemberg, Bayern und Berlin West mit insgesamt etwa 248.400 Beschäftigten. Auch die Deutsche Telekom AG und die Deutsche Telekom Servicegesellschaften mbH mit den Tarifgebieten Ost und West werden sich im ersten Quartal 2014 mit der Gewerkschaft ver.di Tarifverhandlungen für ein besseres Einkommen der rund 51.200 Mitarbeiter unterziehen müssen.


Für die rund 1.439.500 Mitarbeiter im öffentlichen Dienst der Bereiche Bund und Gemeinden, Versorgungsbetriebe (TV-V), Bundesagentur für Arbeit (Ost und West), Sparten-TV Nahverkehr Niedersachsen, NRW, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Sachsen, Landschaftsverbände Westfalen und Lippe wird es ab März 2014 hinsichtlich ihres Einkommens interessant werden. Dann werden sich die Arbeitnehmer und die Gewerkschaft ver.di zu Tarifverhandlungen treffen.


Im zweiten Quartal 2014 wird es unter anderem mit der Gewerkschaft ver.di zu Tarifverhandlungen im Bankgewerbe für die rund 245.600 Beschäftigten kommen.
Gegen Ende des zweiten Quartals 2014 werden erneut Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst aufgenommen werden. Dieses Mal wird die Gewerkschaft ver.di für die rund 6.500 Mitarbeiter im Bereich Sparten-TV Nahverkehr Bayern Gespräche mit den Arbeitgebern führen.

Von Tarifverhandlungen bis 2014 ausgeschlossen


In einigen Bereichen können keine neuen Tarifverhandlungen stattfinden, da die aktuellen Tarifverträge noch bis in das Jahr 2014 hineingelten. Dies gilt zum Beispiel für den öffentlichen Dienst Bund und Gemeinden, dem Bankgewerbe, Teile der chemischen Industrie sowie der Deutschen Telekom AG. Hiervon betroffen sind insgesamt etwa 2,3 Millionen Beschäftigte.

Quelle: boeckler.de


 

TVöD: Tarifvertrag 2018/ 2019, Entgelttabellen, Rechner | Oeffentlicher Dienst | Autor: Frank Wegener