Nachdem die Tarifverträge bei der Stiftung Bahn-Sozialwerk (BSW) ordentlich gekündigt wurden, hat  die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) nun ihre Forderungen für einen neuen Tarifvertrag aufgestellt.

Laut der Forderungen sollen Beschäftigte der Eisenbahngewerkschaft rund sechs Prozent mehr Lohn erhalten. Die Entgelterhöhung soll dabei linear verlaufen. Zudem sollen die Zuschläge für Nacht- und Feiertagsarbeit angehoben und Mehrarbeit höher vergütet werden.

Weiterhin ist die EVG bestrebt, Beschäftigten der Deutschen Bahn einen zukunftssicheren Arbeitsplatz zu gewährleisten. Durch Rationalisierung, Ausschreibungsverluste oder konjunkturelle Schwankungen - wie es die EVG beschreibt - werden bei der Deutschen Bahn Arbeitsplätze eingespart. Ebenso spielt die Altersteilzeit in den Verhandlungen mit dem Bahnkonzern eine große Rolle.

Nach Ansicht der EVG sollen Beschäftigte frühzeitig für ein altersgerechtes Arbeiten gefördert werden. Das heißt konkret, dass Mitarbeiter, die gesundheitlich nicht mehr bis zum Eintritt ihrer Rente dem aktuellen Beschäftigungsverhältnis nachgehen können, in neue Bereiche altersgerecht eingruppiert werden, jedoch unter der Voraussetzung, dass diese frühzeitig für den neuen Arbeitsbereich weiterqualifiziert worden sind.

Die Eckpunkte Altersteilzeit, Altersvorsorge und Arbeitsplatz sind von der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) akzeptiert worden. Die EVG will den künftigen Tarifvertrag bis 2012 umgesetzt haben.


Siehe auch:

EVG - Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft

TVöD: Tarifvertrag 2018/ 2019, Entgelttabellen, Rechner | Oeffentlicher Dienst | Autor: Frank Wegener