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Kaum hat das Jahr begonnen starten rund 2 Millionen Bedienstete der Bundesländer in neue Verhandlungen, dabei geht es formal zunächst einmal darum Gehaltserhöhungen für 700.000 Arbeitnehmer auszuhandeln. Sollte ein Tarifabschluss erreicht werden, dann soll dieser aber ohne Abstriche auf die Beamtenbesoldung übertragen werden. Schon kurz vor Weihnachten haben die Beschäftigungen von Bund und Kommunen ihre Forderungen für die Tarifrunde des Jahres 2010 erhoben.

Gefordert wird ein Gesamtvolumen von rund 5%, verbunden mit einer nachhaltigen sozialen Komponente. So stellte Frank Bsirske den Beschluss der ver.di Bundestarifkommission für den öffentlichen Dienst vor.

Heute, am Mittwoch den 13.01.2010, begannen in Potsdam die Tarifverhandlungen für alle Beschäftigten des Bundes und der Kommunen. Auch für alle Auszubildenden und Praktikantinnen und Praktikanten werden monatlich 100,- Euro mehr gefordert. Weiterhin soll eine verbindliche Übernahme der Auszubildenden erreicht werden, sowie eine Verlängerung der Altersteilzeitregelung. Bis eine neue Entgeltordnung in Kraft treten soll, wird gefordert, dass die Bewährungs- und Tätigkeitsaufstiege wieder eingeführt werden.
Auszubildende machen vor dem Sitzungssaal auf fehlende Bausteine aufmerksam.

Die Kommission hat sich weiterhin für Differenzierungsklauseln ausgesprochen, die Gewerkschaftsmitgliedern Vorteile verschaffen sollen, zum Beispiel bei Jahressonderzahlungen oder Urlaubsgeld. Sollte ein Abschluss erreicht werden, ist die Zielsetzung das dieser zeitgleich und inhaltlich auf die Beamtinnen und Beamten übertragen wird und eine damit verbundene Erhöhung der Beamtenbesoldung erreicht wird.
Verschiedene Argumente gegen diese Forderungen, ließ Frank Bsirske nicht gelten, zum Beispiel mit dem Hinweis auf die Steuergeschenke an Hotels.

Siehe auch:

 

Plant der BGV im Februar 2010 einen Streik?
Tarifrunde 2010: GEW beschließt Forderungspaket von fünf Prozent

 

TVöD: Tarifvertrag 2018/ 2019, Entgelttabellen, Rechner | Oeffentlicher Dienst | Autor: Frank Wegener