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Im öffentlichen Dienst in Berlin fehlen nach Angaben des Finanzsenators Ulrich Nußbaum weiterhin Nachwuchskräfte. Etwa 10.600 Auszubildende waren allein im Jahr 2013 in der Hauptstadt im öffentlichen Dienst beschäftigt. Laut Finanzsenator Ulrich Nußbaum (parteilos, für SPD) handelt es sich um eine der höchsten Ausbildungsstände, die das Land erlebt hatte, wie er bekannt gab: „So viel Ausbildung war nie“.

Die meisten Auszubildenden wurden im Bereich der Polizei, Justizverwaltung, bei den Finanzämtern, als Referendare im Schulwesen, bei der Stadtreinigung, der BVG, im Klinikkonzern Vivantes, bei der Feuerwehr, in Theatern, Hochschulen, beim Fischereiamt und in Bädern beschäftigt. Hier absolvierten rund 2.400 Auszubildende ihre Lehrjahre. Dafür wurde seitens des Senats im Jahre 2013 rund 109 Millionen Euro bereitgestellt. Im Jahr 2009 wurden 92 Millionen Euro für die Ausbildung von Nachwuchskräften ausgegeben.

Viele Auszubildende wurden übernommen

Im Jahr 2013 wurden gemäß der Aussagen des Senators 1.511 Nachwuchskräfte übernommen. Davon wurden 657 Azubis bei der Polizei und Feuerwehr eingestellt. Bei den Bezirksämtern und in den Senatsverwaltungen seien im Jahr 2013 80 Prozent der Auszubildenden übernommen worden. Insgesamt waren es in diesen Bereichen 443 Auszubildende, wobei 281 junge Menschen Zeitverträge erhielten bis die Stelle entgültig frei wird.  Im Schuldienst wurden 1.400 neue Lehrer eingestellt. Im Land allgemein wurden rund 1.000 junge Beamte neu beschäftigt.

Laut Nußbaum könne durch die zahlreichen Neueinstellungen die Quote der Pensionierungen fast komplett ausgeglichen werden. Insgesamt gesehen geht der Trend momentan zu einer Verjüngung im öffentlichen Dienst mit einer Zunahme von weiblichen Beschäftigten. Rund 49 Prozent der jährlichen Auszubildenden sind Frauen.

Mehr Migrationshintergrund gewünscht

Für das Ausbildungsjahr 2014 / 2015 stehen im Land Berlin 6,3 Millionen Euro seitens des Haushalts zur Verfügung, die nur darauf warten, eingesetzt zu werden. Generell soll der öffentliche Dienst im Land mehr Beschäftigte mit Migrationshintergrund einstellen, da die Metropole eine enorm hohe Quote an ausländischen Bürgern aufweist, wie der Senator mitteilte.

Bis zum Jahr 2018

Bis zum Jahr 2018 werden pro Jahr zwischen 3.260 und 4.000 Beschäftigte in Rente bzw. Pension gehen. Aktuell sind etwa 104.600 Menschen im öffentlichen Dienst tätig, im Jahre 2009 waren es im Schnitt rund 108.000 Mitarbeiter. Im Jahre 2012 wurden 4.590 Beschäftigte eingestellt, rund 4.400 schieden jedoch aus Altersgründen wieder aus.

Quelle: berliner-zeitung.de

TVöD: Tarifvertrag 2018/ 2019, Entgelttabellen, Rechner | Oeffentlicher Dienst | Autor: Frank Wegener