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Der öffentliche Dienst hat sich arbeitspolitisch gewandelt. Das ergab eine Studie des DGB. Wo Arbeitsstellen vor etlichen Jahren noch als krisensicher galten, beruhen diese heute oftmals nur noch auf ein befristetes Arbeitsverhältnis. Vor allem junge Arbeitnehmer sind von Zeitverträgen betroffen.

Rund 39 Prozent der unter 35-Jährigen Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst sind im Rahmen eines Zeitvertrages befristet angestellt. In der Gesamtwirtschaft der Bundesrepublik sind es 21 Prozent. Die Rate, der nicht im öffentlichen Dienst tätigen Arbeitnehmer und Arbeiter liegt demnach deutlich unter der Quote der im öffentlichen Dienst beschäftigten Personen.

Hierbei wurden Praktikanten und Auszubildende ausgenommen. Insgesamt liegt die Befristungsquote im öffentlichen Dienst ähnlich hoch wie in der Privatwirtschaft. Dabei zeichnet sich klar ab, dass ältere Beschäftigte im öffentlichen Dienst eher unbefristete Arbeitsverträge erhalten als jüngere Mitarbeiter. Warum dies so ist, wie es ist, liegt häufig an der knappen Haushaltskasse im öffentlichen Sektor.

Als überraschendes Ergebnis sorgte die Quote derjenigen Beschäftigten, die sich unter- statt überfordert sehen. Etwa 60 Prozent der Befragten teilten mit, sie sind im Job unterfordert. 67 Prozent der Befragten gaben an, stets die gleichen Tätigkeiten verrichten zu müssen. Lediglich 22 Prozent gaben an, überfordert zu sein. Aber dies auch nur, weil ihnen in ihrer Tätigkeit die entsprechende Ausbildung fehlt.  

Quelle: berliner-zeitung.de

Siehe auch:

Dauerhaft befristete Arbeitsverträge zulässig

 

 

TVöD: Tarifvertrag 2018/ 2019, Entgelttabellen, Rechner | Oeffentlicher Dienst | Autor: Frank Wegener