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Die Mitarbeiter des Clubs Behinderter und ihrer Freunde (CeBeeF) fordern die Einführung des schon im Dezember 2011 ausgehandelten Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst (TVöD).

Da der schon im Dezember 2011 ausgehandelte Tarifvertrag noch immer nicht von dem CeBeeF unterschrieben wurde, hatte die Gewerkschaft ver.di zu einem erneuten Warnstreik am 02. Mai 2012 aufgerufen. Etwa 150 Mitarbeiter, darunter Assistenten, Schulbegleiter und  Fahrer des CeBeeF Fahrdienstes sowie eine Vielzahl behinderter Personen nahmen an den Streikaktionen teil.

Zuvor hatte der CeBeeF die behinderten Personen gebeten, nicht an den Streikaktionen teilzunehmen, da der CeBeeF seit jeher mit der Stadt Frankfurt am Main Verhandlungen allein gemeistert hat.

Für diese Aufforderung gegenüber behinderter Nutzer der Dienste hagelte es reichlich Kritik. Dass neben den Mitarbeitern nun auch Behinderte eingeschüchtert werden sollten, ist für die Gewerkschaften und die Mitarbeiter absolut nicht hinnehmbar.  

Wegen der nun akuten Unterbesetzung von Arbeitsstellen setzt der CeBeeF jetzt Leiharbeiter ein. Die rund 530 Mitarbeiter der CeBeeF erhielten bisher einen Stundenlohn von 9,31 Euro brutto. „An die Leiharbeitsfirmen zahlt der CeBeeF mehr als das fünffache“, teilten Mitarbeiter des Clubs verärgert mit.

„Wir hoffen sehr, dass diese Auseinandersetzung zeitnah beendet werden kann, da der CeBeeF und ver.di das gleiche Ziel verfolgen, die Einführung des Tarifvertrages zum 01.07.2012“, ließ der CeBeeF indes als Antwort auf die Streikaktionen verlauten.

Quelle: kobinet-nachrichten.org

TVöD: Tarifvertrag 2018/ 2019, Entgelttabellen, Rechner | Oeffentlicher Dienst | Autor: Frank Wegener