Die Deutsche Bahn und die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) einigten sich auf einen
Bundesrahmen-Lokomotivführertarifvertrag (BuRa-LfTV) einschließlich eines Haustarifvertrages (LfTV) für die etwa 20.000 Lokomotivführer bei der Deutschen Bahn.

Der Rahmenvertrag ist rückwirkend ab dem 01. Januar 2011 bis zum 30. Juni 2012 gültig, muss jedoch noch von den Gremien der GDL und DB unterschrieben werden.

Demzufolge erhalten die Lokführer zwei Prozent mehr Lohn sowie etwaige Zulagen, beispielsweise bei Sonn- und Feiertagen und Nachtarbeit. Zudem wurde Weihnachtsgeld bei wöchentlich 39 Arbeitsstunden in Höhe von rund 50 Prozent eines Monatslohnes ausgehandelt.

Nach Angaben der GDL sollen neu ausgebildete Lokführer ein Einstiegsgehalt zukünftig von 2.341 Euro erhalten. Die Mindestausbildungszeit wurde indes um 300 Stunden auf 1.250 Stunden erhöht.
Weiterhin wurden Kernpunkte wie eine Verbesserung der Altersvorsorge bei den Verhandlungen zwischen DB und GDL mit berücksichtigt.

Aufgrund des nun beschlossenen Tarifvertrages sieht die GDL von weiteren Streikaktionen bei der Deutschen Bahn ab. Bei den DB Konkurrenten, den Privatbahnen konnte bisher jedoch noch keine Einigung erzielt werden. Dort werden wahrscheinlich weitere Streikaktionen seitens der GDL durchgeführt werden.

Ziel der GDL ist eine Übertragung des Tarifergebnisses auf den Nah-, Fern- und Güterverkehr aller Schienenverkehrsunternehmen.

 

Quelle: gdl.de

 

Siehe auch:

Bahn-Tarifstreit: Der Knoten ist geplatzt

 

TVöD: Tarifvertrag 2018/ 2019, Entgelttabellen, Rechner | Oeffentlicher Dienst | Autor: Frank Wegener